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Terrakotta Plastiken von

Silvia Siemes

und Landschaftsmalerei von

Franz Baumgartner

in der neuen Ausstellung

„HUMAN NATURE – NATURE HUMAN“

vom

09. Oktober bis 21. November 2021 in Augsburg 


Franz Baumgartner kosmisches Feuerwerk 7.2019 Öl auf Leinwand 85 cm x 120 cm - verkauft!
Franz Baumgartner kosmisches Feuerwerk 7.2019 Öl auf Leinwand 85 cm x 120 cm - verkauft!
Silvia Siemes Bleiben, Warten 2021 Material: Terrakotta H.: 23 cm Preis auf Anfrage sis008ko
Silvia Siemes Bleiben, Warten 2021 Material: Terrakotta H.: 23 cm Preis auf Anfrage sis008ko
Silvia Siemes Bleiben, Warten (Twins) 2021 Terrakotta Höhe x Breite x Tiefe: 41 x 55 x 20 cm Preis auf Anfrage sis009ko
Silvia Siemes Bleiben, Warten (Twins) 2021 Terrakotta Höhe x Breite x Tiefe: 41 x 55 x 20 cm Preis auf Anfrage sis009ko

HUMAN NATURE – NATURE HUMAN

LANDSCHAFTSMALEREIEN VON FRANZ BAUMGARTNER

UND TERRAKOTTA PLASTIKEN VON SILVIA SIEMES

 

Atmosphärische Sternenhimmel, erfrischende Birkenhaine und beruhigende Flusslandschaften des Malers Franz Baumgartner werden zusammen mit den neuesten Terrakotta Figuren der Keramikkünstlerin Silvia Siemes in der neuen Ausstellung in Augsburg gezeigt. Silvia Siemes vermeintlich lebendige, versteinerte Wesen mit menschlichen Gesichtszügen und angedeuteten Haaren verkörpern als Betrachter*innen dieser Landschaften kein Abbild unsersgleichen, sondern vielmehr ein idealisiertes, erhöhtes Wunschbild des Menschen. Zu perfekt und erhaben wirkt ihr Antlitz: Unnahbar auf der einen und doch so vertraut und menschlich auf der anderen Seite wirken die Plastiken auf uns. Gleichermaßen erhaben scheinen die menschenleeren Landschaftsmalereien von Franz Baumgartner zu sein. Die Figuren spiegeln in Kombination mit diesen zum einen unsere Sehnsucht nach der Natur, in der wir uns aufhalten und genießen möchten, zum anderen aber unser Verhalten, welches die Natur durch sein Handeln zerstört, obwohl wir den biblischen, politischen und moralischen Auftrag haben, sie bewahren, wider. „HUMAN NATURE – NATURE HUMAN“ erzählt von der immerwährenden Beziehung zwischen Mensch und Natur.

 

Der Ausgangspunkt ist bei Silvia Siemes das irdische und handfeste Material Terrakotta. Daraus formt sie anfangs virtuos die Figuren, welche eine gewisse Unschärfe besitzen, zum einen durch das Material, zum anderen durch die Abstraktion. Anschließend werden diese mit eingefärbtem Schlicker bemalt, der menschliche Körper und die Gesichtszüge individuell und souverän ausgearbeitet, sodass sie einem realen Portrait in nichts nachstehen. Dennoch steht am Ende die glanzlose, matt-kalkige, fast rohe Figur im Gegensatz zu ihrem zarten und transzendenten Erscheinungsbild. Ein absolut entscheidender und unerlässlicher Moment für die Wirkung ihrer Arbeiten. Betritt man einen Raum mit ihren Werken, so scheinen sie zu atmen. Jede Figur besitzt ihren eigenen Charakter und gewissen Charme, der sich auf die Betrachter*innen entfaltet. Im Augenblick festgehalten, sitzen, stehen, warten diese. Kleine Bewegungen werden angedeutet und eingefroren. Es entsteht ein Spannungsfeld aus passiven und aktiven Aspekten. In der Regel farbreduziert, in entspannten Körperhaltungen und teils mit verschränkten Armen, scheinen diese Figuren uns tief in Gedanken versunken anzusehen. Sie urteilen nicht, sondern beobachten nur und sind somit lediglich stille Teilhaber unserer Welt. In ihnen zeigen sich romantische Tendenzen, Sehnsüchte werden spürbar und wir suchen bei der Betrachtung nach den wahren Emotionen. In Reminiszenz an die Aufklärung und Romantik könnte Silvia Siemes uns so dazu ermutigen, sich lebensexistenzielle Fragen zu stellen: Wer sind wir, wohin gehen wir, was wollen wir?

 

Bei Franz Baumgartners Werken tun sich ebenso romantisch weite, verklärte, idealisierte und menschenverlassene Landschaften auf. Atmosphärische Naturphänomene, wie gleißende Gegenlichtsituationen oder von Sonnenstrahlen erleuchtete Nebelschwaden über Waldrändern, Seen und Flusstälern, und seit der jüngsten Vergangenheit auch das Firmament der marokkanischen Wüste, sind motivgebend in seinen meist großformatigen Ölmalereien. Eine besondere Vorliebe hat der Maler für Birkenwälder, die er aus verschiedenen Perspektiven, mal dichter oder auch weniger stark bewachsen, auf die Leinwand bringt. In seinen Landschaftsmalereien erkennt er eine Möglichkeit die metaphysischen Zusammenhänge unserer Welt zu beschreiben. Über die Vielschichtigkeit seiner Ausdrucksweise erreicht der Künstler eine besondere, träumerische Stimmung. Besonders faszinierend, fast schon magisch ist in dieser Ausstellung das Zusammenspiel der Exponate: Die Terrakotta Figuren werden zu Betrachter*innen des Sehnsuchtsortes Natur! Stellvertretend für uns spiegeln sich deren Gefühle in den Seelenlandschaften von Franz Baumgartner. Erst durch diesen Dialog entfaltet sich eine breit gefächerte Erzählung über unsere Beziehung zur Natur und die Natur des Menschen. Ein Dialog, aktueller denn je.

 

Eröffnung: Samstag, den 09. Oktober 2021

Laufzeit: 09. Oktober bis 21. November, Dienstag bis Samstag, 12 – 18 Uhr, am Eröffnungswochenende ist auch der Sonntag geöffnet!

 

 

ADRESSE


Galerie Cyprian Brenner

Ecke Galerie

Elias-Holl-Platz 6

86150 Augsburg

>> ANFAHRT (GOOGLE MAPS)

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Samstag 12 – 18 Uhr

(Öffnungszeiten an Feiertagen unter Vorbehalt)

Termine gerne auch nach telefonischer Vereinbarung!

Telefon: 0821/24404653 & +49 (0)176 84173867