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Close Encounters

mit vier Malerei Positionen der Klasse Karin Kneffel: Jonah Gebka, Alina Grasmann, Hannes Heinrich und Janka Zöller,

12. Mai bis 16. Juni 2019 in Schwäbisch Hall


 

Close Encounters Ausstellung Galerie Cyprian Brenner Schwäbisch Hall
Close Encounters Ausstellung Galerie Cyprian Brenner Schwäbisch Hall
Alina Grasmann The Montauk Project (what is your state of mind) 2019 Öl auf Leinwand 100 cm x 140 cm
Alina Grasmann The Montauk Project (what is your state of mind) 2019 Öl auf Leinwand 100 cm x 140 cm
Janka Zöller Alina am Strand (Ebrodelta) 2019 Öl auf Leinwand 115 cm x 90 cm
Janka Zöller Alina am Strand (Ebrodelta) 2019 Öl auf Leinwand 115 cm x 90 cm
Ausstellungsansicht von Hannes Heinrich
Ausstellungsansicht von Hannes Heinrich
Jonah Gebka Lagerfeuer 2018
Jonah Gebka Lagerfeuer 2018

Pressetext

 

In der Gruppenausstellung Close Encounters treffen sich vier zeitgenössische Malerei Positionen aus München. Jonah Gebka, Alina Grasmann, Hannes Heinrich und Janka Zöller haben sich während ihres Studiums an der Akademie der Bildenden Künste bei Professorin Karin Kneffel kennen gelernt. Sie verbindet ein inhaltlicher und formaler Dialog durch den sie versuchen zeitgemäße malerische Sprachen zu entwickeln. Die Galerie Cyprian Brenner zeigt zum 30. Geburtstag der Vier, Auszüge aus ihrem aktuellen Schaffen in Schwäbisch Hall.

 

Die Landschaften und Bilder häuslicher Handlungen, die in Jonah Gebka‘s Arbeiten immer wieder auftauchen, sind unter anderem Anzeigen und Stockfotos entliehen. Durch das Reinszenieren dieser vorgefundenen Motive, serielles Arbeiten und wiederholtes Malen versucht Gebka das Verhältnis von Bildern untereinander zu verstehen. Malerei betrachtet er dabei als Akt der Differenzierung. Die im Atelier entstandenen Bilder finden sich im Ausstellungsraum als Paare oder in Gruppen wieder.

 

Alina Grasmann setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Orten imaginärer, realer und emotionaler Natur auseinander, die sie auf der Leinwand neu erstehen lässt. Dabei werden keine Geschichten erzählt, sondern Szenarien in einen Dialog mit dem Bild entwickelt, in die Emotionen und Gedanken auf subtiler Ebene einfließen. Imagination und Realität, Fiktion und Wirklichkeit – Grasmann untersucht in ihren Bildern diese Dualitäten und spürt die Schnittpunkte inmitten der zeitlosen Orte auf.

 

Hannes Heinrich untersucht in seinen Arbeiten die theoretische Trennung von Repräsentation und Existenz eines Objekts anhand von Malerei, wo ist die Grenze zwischen Wesen und Erscheinung und wie ist hier ein gemaltes Bild einzuordnen. Die Frage nach dem Unterschied zwischen Kopie und Original spielt dabei keine Rolle mehr. Vielmehr scheinen seine Arbeiten Wurmlöcher in eine freundliche Cartoon Welt zu sein, die voll von Simulakren und Kopien ist, in der keine Originale mehr existieren und die Frage nach Wahrheit oder Realität irrelevant erscheint.

 

Die Bilder aus der Serie „La Selleta“ von Janka Zöller zeigen inszenierte sowie beiläufige Szenen aus dem Sommerurlaub in Spanien. Dargestellt werden sie selbst und Freunde im vertrauten bis intimen Umgang miteinander. Die Situation bleibt oft unklar und bewusst zweideutig.

 

Im digitalen Zeitalter der Echoräume und atomisierten Partikularinteressen nimmt Komplexität und Möglichkeitsspielraum exponentiell zu. Die gegenwärtigen Dynamiken von gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen bilden sich auf unterschiedlichste Weise direkt und indirekt in zeitgenössischer Kunst ab. München, wo die Vier gezeigten Künstler gegenwärtig leben, ist längst zu einer der wichtigsten Stätte zeitgenössischer Kunst, nicht nur in Deutschland, geworden. Und obwohl es noch zu früh ist von „der Münchner Schule“ zu reden, setzen sich auffällig viele Nachwuchsstars aus der Klasse von Karin Kneffel durch.