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NEUE SOLOSHOW

„THE SLEEP OF REASON“

MIT WERKEN VON

SIMONE HAACK AB 14. AUGUST 2022

IN DER GALERIE CYPRIAN BRENNER

SCHWÄBISCH HALL


Simone Haack, Coco in Curacao, 2022, Öl auf Leinwand, 160 x 155 cm, Preis auf Anfrage
Simone Haack, Coco in Curacao, 2022, Öl auf Leinwand, 160 x 155 cm, Preis auf Anfrage
Simone Haack Sleeping Sunflowers 2022 Öl auf Leinwand 110 x 120 cm Preis auf Anfrage
Simone Haack Sleeping Sunflowers 2022 Öl auf Leinwand 110 x 120 cm Preis auf Anfrage
Simone Haack, Ornament, 2019, Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm, Preis auf Anfrage
Simone Haack, Ornament, 2019, Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm, Preis auf Anfrage
Simone Haack Nighthawk 2013 Öl auf Leinwand 140 cm x 90 cm Preis auf Anfrage
Simone Haack Nighthawk 2013 Öl auf Leinwand 140 cm x 90 cm Preis auf Anfrage
Simone Haack The Sleep of Reason 2018 Öl auf Leinwand 190 cm x 140 cm Preis auf Anfrage
Simone Haack The Sleep of Reason 2018 Öl auf Leinwand 190 cm x 140 cm Preis auf Anfrage

THE SLEEP OF REASON

SIMONE HAACK

 

Andre Gide: „In the realm of the emotions, the real is indistinguishable from the imaginary.”

 

Der Titel der ersten Einzelausstellung Simone Haacks in der Galerie Cyprian Brenner in Schwäbisch Hall ist eine Anspielung auf Goyas Radierung „The Sleep of Reason produces Monsters“. Das Bild zeigt den Künstler, schlafend an einer Art Tisch, umgeben von unheimlichen nächtlichen Wesen, fliegenden Nachttieren wie Eulen und riesigen Fledermäusen. Es ist eines der bekanntesten grafischen Werke des Künstlers und wird vielfach interpretiert. Geht es um den Schlaf der Vernunft oder den Traum der Vernunft? Und was ist überhaupt die Vernunft? Ist es eine Phantasie über die Abwesenheit von Vernunft, die diese Monster hervorbringt? Oder geht es um die Krankheit der Vernunft, ihre Hybris und Entgrenzung, die für Goya die Welt zu einer Art Zuchthaus, einem Ort für gefallene Geister macht?

 

Diese Ausstellung hat einen indirekten Bezug zum Goya-Bild: es geht mehr um den Schlaf an sich, weniger um die Monster: um den Schlaf als Zustand des Kontrollverlusts, des Hier- und Wegseins gleichzeitig, als fruchtbarer Ort für Träume und den Zugang zu höheren Wirklichkeiten, die nächtliche Bewusstlosigkeit als Pforte für Visionen. André Breton propagiert in seinem surrealistischen Manifest die Befreiung von realistischen Strukturen, um die Phantasie freizulegen; die Kontrolle durch die Vernunft sei dabei überflüssig.

 

Wir sehen eine Bildwelt, bestehend aus zumeist großformatigen Ölbildern, die eine Art Parallelspur zur „Realität“ bildet. Wir sehen ein zumeist schlafendes Bildpersonal, Landschaften, Dinge, Rückenfiguren, Figuren, überwuchert von Frisuren. Bildräume, in der die Dinge ein Eigenleben zu entwickeln scheinen in einer sonst von Figuren bevölkerten Bildwelt. Scheinbar realistisch, jedoch komplett fiktional, jegliche Bezüge zu einer real existierenden Wirklichkeit fehlen. Man sucht vergeblich nach geografischen, zeitlichen oder biografischen Bezügen und Vorbildern. Und auch die Monster fehlen bei Simone Haack: die Ausformulierung des Übels bleibt aus. Die Künstlerin erläutert: „Dem Unheimlichen gebe ich in der meiner Bildwelt genauso viel Raum wie auch dem Absurden, der Ironie, dem Humor und der Schönheit, denn mir ist eine Ambivalenz im Bildausdruck und in der Lesbarkeit wichtig. Grauen und Unheil deuten sich an. Sie zeigen sich nie direkt, sondern in Ahnungen“. Christoph Tannert schreibt in einem Text über Haack: „Würden wir uns demgemäß auf eine nicht-rationalistische Methode beziehen, etwa Alfred Kubins zentrale Metapher vom Traumerleben, müssten wir konstatieren, dass deren künstlerische Verbildlichung die Grenzen des vernunftbestimmten Wachbewusstseins überschreitet. Genau an dieser Scheidelinie ankern Haacks Bilder. Man müsse die Wirklichkeit filmen, wie einen Traum und den Traum wie eine Realität, hat der Filmemacher Luis Buñuel einmal gesagt.“

 

Man kann den Ausstellungstitel auch als Kommentar zum aktuellen Weltgeschehen lesen, dass jeder Vernunft entbehrt und als einzige vernünftige Reaktion praktizierte Weltabgewandtheit anbietet. Den Rückzug ins Innere, ins Andere.

 

 

Eröffnung: 14. August von 11 bis 17 Uhr, die Künstlerin ist anwesend!

Am Eröffnungstag findet jeweils um 11:30 und 13:30 Uhr eine Führung statt!

Laufzeit: 14. August – 30. Oktober 2022

 

 

 

ADRESSE


Galerie Cyprian Brenner Schwäbisch Hall

Lange Straße 32

74523 Schwäbisch Hall

>> ANFAHRT (GOOGLE MAPS)

Öffnungszeiten:

Freitag bis Sonntag 12 – 18 Uhr

Termine gerne auch nach telefonischer Vereinbarung

Telefon: +49 (0)176 84173867


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