GCB Kunstlexikon
WOLFGANG BIER
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BIOGRAFIE WOLFGANG BIER
Lebensdaten: Geboren am 2. Februar 1943 in Mährisch Trübau (heute Tschechien); verstorben am 22. April 1998 in Schwäbisch Hall. Ab 1976 lebte und arbeitete er im Hohenlohischen.
Ausbildung: Studium der Bildhauerei an der Stuttgarter Kunstakademie (1965–1968) sowie an der Hochschule der Künste in Berlin (1969–1974).
Lehrtätigkeit: Von 1974 bis 1976 übernahm er die Leitung der Metallwerkstatt an der HdK Berlin. Von 1987 bis zu seinem Tod besetzte er eine Professur für Bildhauerei im Fachbereich Design an der FH Aachen.
MITGLIEDSCHAFTEN WOLFGANG BIER
Mitgliedschaften: Er engagierte sich stark in der regionalen Kunstszene und war 1997 der erste Vorsitzende des neu gegründeten Kunstvereins Schwäbisch Hall.
AUSZEICHNUNGEN WOLFGANG BIER
Träger des renommierten Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendiums (1977–1979).
Kunstpreis der Stadt Darmstadt (1983)
Hohenloher Kunstpreis (1988)
SAMMLUNGEN WOLFGANG BIER
Sammlungen: Seine Werke sind in bedeutenden Kunstsammlungen vertreten, darunter die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (Pinakotheken München) sowie die international renommierte Sammlung Würth.
AUSSTELLUNGEN WOLFGANG BIER
Neben zahlreichen Einzelausstellungen fand 2002/2003 eine große, postume Retrospektive im Museum Würth in Künzelsau statt. Der Kunstverein Schwäbisch Hall widmete ihm 2018 die Gedenkausstellung Wolfgang Bier – Retrospektiv.
WERKBESCHREIBUNG | DEFINITION & MERKMALE
Schwerpunkte & Medien: Wolfgang Bier arbeitete primär als Bildhauer und Zeichner. Sein Werk umfasst monumentale Freiplastiken, kleinteiligere Materialcollagen sowie expressive Grafiken, Radierungen und Keramiken.
Stil: Er bricht bewusst mit der rein abstrakten, gänzlich ungegenständlichen Plastik der deutschen Nachkriegszeit. Bier gilt als einer der Ersten, die eine Rückkehr zu einer figurativen, anthropomorphen Formensprache vollzogen. Seine Formgebung ist wuchtig, kantig und tektonisch dicht.
Themen & Motive: Das zentrale Thema ist der menschliche Körper in seiner existenziellen Bedrohung. Seine Motive kreisen um die polaren Pole von Aggression und Verteidigung, Angst und Wehrhaftigkeit, Schutzlosigkeit und psychischer wie physischer Verletzung.
WICHTIGE KUNSTWERKE WOLFGANG BIER
Grosse Klingenfigur (1969): Frühe Erprobung biomorpher, schneidender Werkzeugformen.
Großer Rennwagen (1976): Eine maschinenhaft-aggressive Großskulptur.
Kopfform (1978): Befindet sich auf dem Skulpturenweg Kunst am Campus der Universität Augsburg. Das Werk konfiguriert verschweißte Stahlteile zu einem extrem schmalen, pflugähnlichen Helm. Die Augenpartie ist verschlossen, die Helmklappe blockiert – ein Symbol für Isolation und maschinelle Gewalt.
Drachen und Urmutter (1979): Aufgestellt am Mehringdamm in Berlin.
Schädel (1984): Eine monumentale Eisenplastik im öffentlichen Raum in Darmstadt.
Sebastianbrunnen: Eine plastische Arbeit am HegauKunstweg in Engen.
ZITATE WOLFGANG BIER
„Das Thema Kopf beschäftigt mich in meiner Arbeit sehr stark. Thematisch kreist es um ein wesentliches, den Menschen betreffendes Thema, das mit den polaren Begriffen Aggression und Verteidigung, Körper und Psyche, Verletzung und Verletzlichkeit umrissen werden kann.“ | Wolfgang Bier
STICHWORTE WOLFGANG BIER
Eisenplastik, Figuration, Nachkriegsmoderne, Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium, Kopfformen, Aggression & Angst, Hohenlohe, FH Aachen, Metallschnitt, Existenzialismus
WOLFGANG BIER
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BIOGRAFIE WOLFGANG BIER
Lebensdaten: Geboren am 2. Februar 1943 in Mährisch Trübau (heute Tschechien); verstorben am 22. April 1998 in Schwäbisch Hall. Ab 1976 lebte und arbeitete er im Hohenlohischen.
Ausbildung: Studium der Bildhauerei an der Stuttgarter Kunstakademie (1965–1968) sowie an der Hochschule der Künste in Berlin (1969–1974).
Lehrtätigkeit: Von 1974 bis 1976 übernahm er die Leitung der Metallwerkstatt an der HdK Berlin. Von 1987 bis zu seinem Tod besetzte er eine Professur für Bildhauerei im Fachbereich Design an der FH Aachen.
MITGLIEDSCHAFTEN WOLFGANG BIER
Mitgliedschaften: Er engagierte sich stark in der regionalen Kunstszene und war 1997 der erste Vorsitzende des neu gegründeten Kunstvereins Schwäbisch Hall.
AUSZEICHNUNGEN WOLFGANG BIER
Träger des renommierten Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendiums (1977–1979).
Kunstpreis der Stadt Darmstadt (1983)
Hohenloher Kunstpreis (1988)
SAMMLUNGEN WOLFGANG BIER
Sammlungen: Seine Werke sind in bedeutenden Kunstsammlungen vertreten, darunter die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (Pinakotheken München) sowie die international renommierte Sammlung Würth.
AUSSTELLUNGEN WOLFGANG BIER
Neben zahlreichen Einzelausstellungen fand 2002/2003 eine große, postume Retrospektive im Museum Würth in Künzelsau statt. Der Kunstverein Schwäbisch Hall widmete ihm 2018 die Gedenkausstellung Wolfgang Bier – Retrospektiv.
WERKBESCHREIBUNG | DEFINITION & MERKMALE
Schwerpunkte & Medien: Wolfgang Bier arbeitete primär als Bildhauer und Zeichner. Sein Werk umfasst monumentale Freiplastiken, kleinteiligere Materialcollagen sowie expressive Grafiken, Radierungen und Keramiken.
Stil: Er bricht bewusst mit der rein abstrakten, gänzlich ungegenständlichen Plastik der deutschen Nachkriegszeit. Bier gilt als einer der Ersten, die eine Rückkehr zu einer figurativen, anthropomorphen Formensprache vollzogen. Seine Formgebung ist wuchtig, kantig und tektonisch dicht.
Themen & Motive: Das zentrale Thema ist der menschliche Körper in seiner existenziellen Bedrohung. Seine Motive kreisen um die polaren Pole von Aggression und Verteidigung, Angst und Wehrhaftigkeit, Schutzlosigkeit und psychischer wie physischer Verletzung.
WICHTIGE KUNSTWERKE WOLFGANG BIER
Grosse Klingenfigur (1969): Frühe Erprobung biomorpher, schneidender Werkzeugformen.
Großer Rennwagen (1976): Eine maschinenhaft-aggressive Großskulptur.
Kopfform (1978): Befindet sich auf dem Skulpturenweg Kunst am Campus der Universität Augsburg. Das Werk konfiguriert verschweißte Stahlteile zu einem extrem schmalen, pflugähnlichen Helm. Die Augenpartie ist verschlossen, die Helmklappe blockiert – ein Symbol für Isolation und maschinelle Gewalt.
Drachen und Urmutter (1979): Aufgestellt am Mehringdamm in Berlin.
Schädel (1984): Eine monumentale Eisenplastik im öffentlichen Raum in Darmstadt.
Sebastianbrunnen: Eine plastische Arbeit am HegauKunstweg in Engen.
ZITATE WOLFGANG BIER
„Das Thema Kopf beschäftigt mich in meiner Arbeit sehr stark. Thematisch kreist es um ein wesentliches, den Menschen betreffendes Thema, das mit den polaren Begriffen Aggression und Verteidigung, Körper und Psyche, Verletzung und Verletzlichkeit umrissen werden kann.“ | Wolfgang Bier
STICHWORTE WOLFGANG BIER
Eisenplastik, Figuration, Nachkriegsmoderne, Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium, Kopfformen, Aggression & Angst, Hohenlohe, FH Aachen, Metallschnitt, Existenzialismus
WOLFGANG BIER
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BIOGRAFIE WOLFGANG BIER
Lebensdaten: Geboren am 2. Februar 1943 in Mährisch Trübau (heute Tschechien); verstorben am 22. April 1998 in Schwäbisch Hall. Ab 1976 lebte und arbeitete er im Hohenlohischen.
Ausbildung: Studium der Bildhauerei an der Stuttgarter Kunstakademie (1965–1968) sowie an der Hochschule der Künste in Berlin (1969–1974).
Lehrtätigkeit: Von 1974 bis 1976 übernahm er die Leitung der Metallwerkstatt an der HdK Berlin. Von 1987 bis zu seinem Tod besetzte er eine Professur für Bildhauerei im Fachbereich Design an der FH Aachen.
MITGLIEDSCHAFTEN WOLFGANG BIER
Mitgliedschaften: Er engagierte sich stark in der regionalen Kunstszene und war 1997 der erste Vorsitzende des neu gegründeten Kunstvereins Schwäbisch Hall.
AUSZEICHNUNGEN WOLFGANG BIER
Träger des renommierten Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendiums (1977–1979).
Kunstpreis der Stadt Darmstadt (1983)
Hohenloher Kunstpreis (1988)
SAMMLUNGEN WOLFGANG BIER
Sammlungen: Seine Werke sind in bedeutenden Kunstsammlungen vertreten, darunter die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (Pinakotheken München) sowie die international renommierte Sammlung Würth.
AUSSTELLUNGEN WOLFGANG BIER
Neben zahlreichen Einzelausstellungen fand 2002/2003 eine große, postume Retrospektive im Museum Würth in Künzelsau statt. Der Kunstverein Schwäbisch Hall widmete ihm 2018 die Gedenkausstellung Wolfgang Bier – Retrospektiv.
WERKBESCHREIBUNG | DEFINITION & MERKMALE
Schwerpunkte & Medien: Wolfgang Bier arbeitete primär als Bildhauer und Zeichner. Sein Werk umfasst monumentale Freiplastiken, kleinteiligere Materialcollagen sowie expressive Grafiken, Radierungen und Keramiken.
Stil: Er bricht bewusst mit der rein abstrakten, gänzlich ungegenständlichen Plastik der deutschen Nachkriegszeit. Bier gilt als einer der Ersten, die eine Rückkehr zu einer figurativen, anthropomorphen Formensprache vollzogen. Seine Formgebung ist wuchtig, kantig und tektonisch dicht.
Themen & Motive: Das zentrale Thema ist der menschliche Körper in seiner existenziellen Bedrohung. Seine Motive kreisen um die polaren Pole von Aggression und Verteidigung, Angst und Wehrhaftigkeit, Schutzlosigkeit und psychischer wie physischer Verletzung.
WICHTIGE KUNSTWERKE WOLFGANG BIER
Grosse Klingenfigur (1969): Frühe Erprobung biomorpher, schneidender Werkzeugformen.
Großer Rennwagen (1976): Eine maschinenhaft-aggressive Großskulptur.
Kopfform (1978): Befindet sich auf dem Skulpturenweg Kunst am Campus der Universität Augsburg. Das Werk konfiguriert verschweißte Stahlteile zu einem extrem schmalen, pflugähnlichen Helm. Die Augenpartie ist verschlossen, die Helmklappe blockiert – ein Symbol für Isolation und maschinelle Gewalt.
Drachen und Urmutter (1979): Aufgestellt am Mehringdamm in Berlin.
Schädel (1984): Eine monumentale Eisenplastik im öffentlichen Raum in Darmstadt.
Sebastianbrunnen: Eine plastische Arbeit am HegauKunstweg in Engen.
ZITATE WOLFGANG BIER
„Das Thema Kopf beschäftigt mich in meiner Arbeit sehr stark. Thematisch kreist es um ein wesentliches, den Menschen betreffendes Thema, das mit den polaren Begriffen Aggression und Verteidigung, Körper und Psyche, Verletzung und Verletzlichkeit umrissen werden kann.“ | Wolfgang Bier
STICHWORTE WOLFGANG BIER
Eisenplastik, Figuration, Nachkriegsmoderne, Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium, Kopfformen, Aggression & Angst, Hohenlohe, FH Aachen, Metallschnitt, Existenzialismus