GCB Kunstlexikon
PETER HERKENRATH
KUNSTWERKE PETER HERKENRATH
Rote Wand mit schwarzem Quadrat (1959)
Aufbruch (Nachkriegswerk)
Kopf
Der Lesende
Der Maler
Porträtreihe prominenter Politiker (u. a. Konrad Adenauer, Theodor Heuss, Gustav Heinemann)
Offizielle Rektorenporträts für die Universität zu Köln
Werkserien: „Strukturen“, „Raumbilder“, „Gläser“, „Fächer“ und „Mauerbilder“
BIOGRAFIE PETER HERKENRATH
GEBURTSDATUM: 18. April 1900
GEBURTSORT: Köln
TODESJAHR: 13. November 1992
STERBEORT: Mainz
Nach dem Dienst im Ersten Weltkrieg und französischer Gefangenschaft wandte er sich zunächst den Geisteswissenschaften zu. 1923 stieg er in das väterliche Textilunternehmen ein und übernahm 1932 dessen Leitung. Seine vielversprechende künstlerische Entwicklung im Köln der 1930er-Jahre wurde durch die Zeit des Nationalsozialismus blockiert; 1943 verlor er zudem bei einem Bombenangriff seine Wohnung und sein Atelier. Nach 1945 prägte er den kulturellen Wiederaufbau des Rheinlands maßgeblich mit.
AUSBILDUNG PETER HERKENRATH
Herkenrath studierte ab 1920 sechs Semester Jura, Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft an der Universität zu Köln. Seine malerische und zeichnerische Ausbildung erarbeitete er sich im Wesentlichen autodidaktisch parallel zu seinem Studium.
LEHRTÄTIGKEIT PETER HERKENRATH
1961–1965 Herkenrath wurde als Professor für Grafik und Malerei an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe berufen. Dort wirkte er im engen Austausch mit renommierten Kollegen wie Fritz Klemm, Herbert Kitzel und Georg Meistermann.
MITGLIEDSCHAFTEN PETER HERKENRATH
Rheinische Künstlergemeinschaft Köln: Mitbegründer im Jahr 1945.
Neue Rheinische Sezession: Mitglied und Vorsitzender in den Jahren 1952 bis 1955.
Deutscher Künstlerbund
AUSZEICHNUNGEN PETER HERKENRATH
1958: Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Stadt Hagen
1958: Preis des Deutschen Künstlerbundes
1958-1959: Einjähriges Stipendium und Studienaufenthalt in der Villa Romana, Florenz
1959: Großer Kunstpreis der Stadt Köln
1974: Bundesverdienstkreuz
1987: Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
SAMMLUNGEN PETER HERKENRATH
Kunstsammlung der Bundesrepublik Deutschland
Universität zu Köln (Rektorenporträts-Sammlung)
Städtische und Landesmuseen im Rheinland (Köln, Hagen)
AUSSTELLUNGEN PETER HERKENRATH
EINZELAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
1933: Kölnischer Kunstverein (Erste museale Einzelausstellung vor dem Malverbot)
GRUPPENAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
Jahresausstellungen des Deutschen Künstlerbundes
Ausstellungen der Neuen Rheinischen Sezession
WERKBESCHREIBUNG PETER HERKENRATH
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Medien: Öl auf Leinwand, Mischtechniken, Collagen, Zeichnungen und Aquarelle.
Schwerpunkte: Die Erforschung der Materialität und der raumbildenden Qualitäten von Farbe auf der zweidimensionalen Fläche.
STIL
Das Werk vollzieht eine Entwicklung vom figurativen Expressionismus und Elementen der Neuen Sachlichkeit (Frühwerk) hin zur gegenstandslosen Abstraktion (Deutsches Informel) nach 1945.
Die Merkmale sind ein pastoser Farbauftrag, reliefartige Strukturen und stark reduzierte, häufig monochrome bis subtil abgestufte Farbpaletten.
THEMEN | MOTIVE
Früh- und Mittelphase: Porträts (charakterisiert durch kantige Konturen), menschliche Köpfe und Stillleben.
Spätphase: Die Übertragung tektonischer und architektonischer Prinzipien in die ungegenständliche Malerei. Die Motive lösen sich völlig auf zugunsten der Erforschung von Oberfläche und Struktur.
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Herkenraths Kunst definiert sich über das Spannungsfeld zwischen ungegenständlicher Reduktion und dem Verweis auf die materielle Realität. Seine „Mauerbilder“ oder „Strukturen“ weisen eine fast physisch greifbare Oberflächenbeschaffenheit auf. Farbe dient hierbei nicht mehr der reinen Abbildung oder Emotion, sondern wird selbst zum plastischen Baumaterial auf der Leinwand.
KÜNSTERPORTRÄT PETER HERKENRATH
Peter Herkenrath (1900–1989): In Köln geborener Maler und einflussreicher Akademieprofessor. Nach seiner Ausbildung an den Kölner Werkschulen (unter anderem bei Richard Seewald) geriet er während der NS-Diktatur in die Isolation der inneren Emigration. 1953 wurde er als Professor an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe berufen, wo er bis 1965 lehrte und gemeinsam mit Kollegen wie Grieshaber den Karlsruher Nachkriegsaufbruch gestaltete. Herkenraths Œuvre vollzog eine konsequente Entwicklung vom gegenständlichen Expressionismus hin zu einer lyrisch-tektonischen Abstraktion, die eng mit den Strömungen des Informel und der École de Paris korrespondierte. Seine reliefartigen, dichten Farbschichten ordnen sich in späten Werkgruppen zu zeichenhaften, rhythmischen Gefügen an, in denen Farbe als rein plastisches Raumelement fungiert. Als zweifacher documenta-Teilnehmer (1955, 1959), Vorstandsmitglied des Deutschen Künstlerbundes und Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes war er eine der zentralen Säulen, die das Rheinland und den Südwesten im Geiste der internationalen Nachkriegsabstraktion institutionell wie künstlerisch vernetzten.
ZITATE PETER HERKENRATH
„Meine Bilder entstehen nicht aus einer fixen Bildidee, sondern aus dem Dialog mit der Materie. Die Struktur der Oberfläche baut den Raum.“ | Peter Herkenrath
STICHWORTE PETER HERKENRATH
Deutsches Informel, Nachkriegskunst, Neue Rheinische Sezession, Mauerbilder, Strukturalismus, Kunstakademie Karlsruhe, Kölnischer Kunstverein, Villa Romana, Abstrakte Malerei, Rektorenporträts Köln
LINKS PETER HERKENRATH
PETER HERKENRATH
KUNSTWERKE PETER HERKENRATH
Rote Wand mit schwarzem Quadrat (1959)
Aufbruch (Nachkriegswerk)
Kopf
Der Lesende
Der Maler
Porträtreihe prominenter Politiker (u. a. Konrad Adenauer, Theodor Heuss, Gustav Heinemann)
Offizielle Rektorenporträts für die Universität zu Köln
Werkserien: „Strukturen“, „Raumbilder“, „Gläser“, „Fächer“ und „Mauerbilder“
BIOGRAFIE PETER HERKENRATH
GEBURTSDATUM: 18. April 1900
GEBURTSORT: Köln
TODESJAHR: 13. November 1992
STERBEORT: Mainz
Nach dem Dienst im Ersten Weltkrieg und französischer Gefangenschaft wandte er sich zunächst den Geisteswissenschaften zu. 1923 stieg er in das väterliche Textilunternehmen ein und übernahm 1932 dessen Leitung. Seine vielversprechende künstlerische Entwicklung im Köln der 1930er-Jahre wurde durch die Zeit des Nationalsozialismus blockiert; 1943 verlor er zudem bei einem Bombenangriff seine Wohnung und sein Atelier. Nach 1945 prägte er den kulturellen Wiederaufbau des Rheinlands maßgeblich mit.
AUSBILDUNG PETER HERKENRATH
Herkenrath studierte ab 1920 sechs Semester Jura, Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft an der Universität zu Köln. Seine malerische und zeichnerische Ausbildung erarbeitete er sich im Wesentlichen autodidaktisch parallel zu seinem Studium.
LEHRTÄTIGKEIT PETER HERKENRATH
1961–1965 Herkenrath wurde als Professor für Grafik und Malerei an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe berufen. Dort wirkte er im engen Austausch mit renommierten Kollegen wie Fritz Klemm, Herbert Kitzel und Georg Meistermann.
MITGLIEDSCHAFTEN PETER HERKENRATH
Rheinische Künstlergemeinschaft Köln: Mitbegründer im Jahr 1945.
Neue Rheinische Sezession: Mitglied und Vorsitzender in den Jahren 1952 bis 1955.
Deutscher Künstlerbund
AUSZEICHNUNGEN PETER HERKENRATH
1958: Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Stadt Hagen
1958: Preis des Deutschen Künstlerbundes
1958-1959: Einjähriges Stipendium und Studienaufenthalt in der Villa Romana, Florenz
1959: Großer Kunstpreis der Stadt Köln
1974: Bundesverdienstkreuz
1987: Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
SAMMLUNGEN PETER HERKENRATH
Kunstsammlung der Bundesrepublik Deutschland
Universität zu Köln (Rektorenporträts-Sammlung)
Städtische und Landesmuseen im Rheinland (Köln, Hagen)
AUSSTELLUNGEN PETER HERKENRATH
EINZELAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
1933: Kölnischer Kunstverein (Erste museale Einzelausstellung vor dem Malverbot)
GRUPPENAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
Jahresausstellungen des Deutschen Künstlerbundes
Ausstellungen der Neuen Rheinischen Sezession
WERKBESCHREIBUNG PETER HERKENRATH
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Medien: Öl auf Leinwand, Mischtechniken, Collagen, Zeichnungen und Aquarelle.
Schwerpunkte: Die Erforschung der Materialität und der raumbildenden Qualitäten von Farbe auf der zweidimensionalen Fläche.
STIL
Das Werk vollzieht eine Entwicklung vom figurativen Expressionismus und Elementen der Neuen Sachlichkeit (Frühwerk) hin zur gegenstandslosen Abstraktion (Deutsches Informel) nach 1945.
Die Merkmale sind ein pastoser Farbauftrag, reliefartige Strukturen und stark reduzierte, häufig monochrome bis subtil abgestufte Farbpaletten.
THEMEN | MOTIVE
Früh- und Mittelphase: Porträts (charakterisiert durch kantige Konturen), menschliche Köpfe und Stillleben.
Spätphase: Die Übertragung tektonischer und architektonischer Prinzipien in die ungegenständliche Malerei. Die Motive lösen sich völlig auf zugunsten der Erforschung von Oberfläche und Struktur.
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Herkenraths Kunst definiert sich über das Spannungsfeld zwischen ungegenständlicher Reduktion und dem Verweis auf die materielle Realität. Seine „Mauerbilder“ oder „Strukturen“ weisen eine fast physisch greifbare Oberflächenbeschaffenheit auf. Farbe dient hierbei nicht mehr der reinen Abbildung oder Emotion, sondern wird selbst zum plastischen Baumaterial auf der Leinwand.
KÜNSTERPORTRÄT PETER HERKENRATH
Peter Herkenrath (1900–1989): In Köln geborener Maler und einflussreicher Akademieprofessor. Nach seiner Ausbildung an den Kölner Werkschulen (unter anderem bei Richard Seewald) geriet er während der NS-Diktatur in die Isolation der inneren Emigration. 1953 wurde er als Professor an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe berufen, wo er bis 1965 lehrte und gemeinsam mit Kollegen wie Grieshaber den Karlsruher Nachkriegsaufbruch gestaltete. Herkenraths Œuvre vollzog eine konsequente Entwicklung vom gegenständlichen Expressionismus hin zu einer lyrisch-tektonischen Abstraktion, die eng mit den Strömungen des Informel und der École de Paris korrespondierte. Seine reliefartigen, dichten Farbschichten ordnen sich in späten Werkgruppen zu zeichenhaften, rhythmischen Gefügen an, in denen Farbe als rein plastisches Raumelement fungiert. Als zweifacher documenta-Teilnehmer (1955, 1959), Vorstandsmitglied des Deutschen Künstlerbundes und Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes war er eine der zentralen Säulen, die das Rheinland und den Südwesten im Geiste der internationalen Nachkriegsabstraktion institutionell wie künstlerisch vernetzten.
ZITATE PETER HERKENRATH
„Meine Bilder entstehen nicht aus einer fixen Bildidee, sondern aus dem Dialog mit der Materie. Die Struktur der Oberfläche baut den Raum.“ | Peter Herkenrath
STICHWORTE PETER HERKENRATH
Deutsches Informel, Nachkriegskunst, Neue Rheinische Sezession, Mauerbilder, Strukturalismus, Kunstakademie Karlsruhe, Kölnischer Kunstverein, Villa Romana, Abstrakte Malerei, Rektorenporträts Köln
LINKS PETER HERKENRATH
PETER HERKENRATH
KUNSTWERKE PETER HERKENRATH
Rote Wand mit schwarzem Quadrat (1959)
Aufbruch (Nachkriegswerk)
Kopf
Der Lesende
Der Maler
Porträtreihe prominenter Politiker (u. a. Konrad Adenauer, Theodor Heuss, Gustav Heinemann)
Offizielle Rektorenporträts für die Universität zu Köln
Werkserien: „Strukturen“, „Raumbilder“, „Gläser“, „Fächer“ und „Mauerbilder“
BIOGRAFIE PETER HERKENRATH
GEBURTSDATUM: 18. April 1900
GEBURTSORT: Köln
TODESJAHR: 13. November 1992
STERBEORT: Mainz
Nach dem Dienst im Ersten Weltkrieg und französischer Gefangenschaft wandte er sich zunächst den Geisteswissenschaften zu. 1923 stieg er in das väterliche Textilunternehmen ein und übernahm 1932 dessen Leitung. Seine vielversprechende künstlerische Entwicklung im Köln der 1930er-Jahre wurde durch die Zeit des Nationalsozialismus blockiert; 1943 verlor er zudem bei einem Bombenangriff seine Wohnung und sein Atelier. Nach 1945 prägte er den kulturellen Wiederaufbau des Rheinlands maßgeblich mit.
AUSBILDUNG PETER HERKENRATH
Herkenrath studierte ab 1920 sechs Semester Jura, Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft an der Universität zu Köln. Seine malerische und zeichnerische Ausbildung erarbeitete er sich im Wesentlichen autodidaktisch parallel zu seinem Studium.
LEHRTÄTIGKEIT PETER HERKENRATH
1961–1965 Herkenrath wurde als Professor für Grafik und Malerei an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe berufen. Dort wirkte er im engen Austausch mit renommierten Kollegen wie Fritz Klemm, Herbert Kitzel und Georg Meistermann.
MITGLIEDSCHAFTEN PETER HERKENRATH
Rheinische Künstlergemeinschaft Köln: Mitbegründer im Jahr 1945.
Neue Rheinische Sezession: Mitglied und Vorsitzender in den Jahren 1952 bis 1955.
Deutscher Künstlerbund
AUSZEICHNUNGEN PETER HERKENRATH
1958: Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Stadt Hagen
1958: Preis des Deutschen Künstlerbundes
1958-1959: Einjähriges Stipendium und Studienaufenthalt in der Villa Romana, Florenz
1959: Großer Kunstpreis der Stadt Köln
1974: Bundesverdienstkreuz
1987: Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
SAMMLUNGEN PETER HERKENRATH
Kunstsammlung der Bundesrepublik Deutschland
Universität zu Köln (Rektorenporträts-Sammlung)
Städtische und Landesmuseen im Rheinland (Köln, Hagen)
AUSSTELLUNGEN PETER HERKENRATH
EINZELAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
1933: Kölnischer Kunstverein (Erste museale Einzelausstellung vor dem Malverbot)
GRUPPENAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
Jahresausstellungen des Deutschen Künstlerbundes
Ausstellungen der Neuen Rheinischen Sezession
WERKBESCHREIBUNG PETER HERKENRATH
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Medien: Öl auf Leinwand, Mischtechniken, Collagen, Zeichnungen und Aquarelle.
Schwerpunkte: Die Erforschung der Materialität und der raumbildenden Qualitäten von Farbe auf der zweidimensionalen Fläche.
STIL
Das Werk vollzieht eine Entwicklung vom figurativen Expressionismus und Elementen der Neuen Sachlichkeit (Frühwerk) hin zur gegenstandslosen Abstraktion (Deutsches Informel) nach 1945.
Die Merkmale sind ein pastoser Farbauftrag, reliefartige Strukturen und stark reduzierte, häufig monochrome bis subtil abgestufte Farbpaletten.
THEMEN | MOTIVE
Früh- und Mittelphase: Porträts (charakterisiert durch kantige Konturen), menschliche Köpfe und Stillleben.
Spätphase: Die Übertragung tektonischer und architektonischer Prinzipien in die ungegenständliche Malerei. Die Motive lösen sich völlig auf zugunsten der Erforschung von Oberfläche und Struktur.
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Herkenraths Kunst definiert sich über das Spannungsfeld zwischen ungegenständlicher Reduktion und dem Verweis auf die materielle Realität. Seine „Mauerbilder“ oder „Strukturen“ weisen eine fast physisch greifbare Oberflächenbeschaffenheit auf. Farbe dient hierbei nicht mehr der reinen Abbildung oder Emotion, sondern wird selbst zum plastischen Baumaterial auf der Leinwand.
KÜNSTERPORTRÄT PETER HERKENRATH
Peter Herkenrath (1900–1989): In Köln geborener Maler und einflussreicher Akademieprofessor. Nach seiner Ausbildung an den Kölner Werkschulen (unter anderem bei Richard Seewald) geriet er während der NS-Diktatur in die Isolation der inneren Emigration. 1953 wurde er als Professor an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe berufen, wo er bis 1965 lehrte und gemeinsam mit Kollegen wie Grieshaber den Karlsruher Nachkriegsaufbruch gestaltete. Herkenraths Œuvre vollzog eine konsequente Entwicklung vom gegenständlichen Expressionismus hin zu einer lyrisch-tektonischen Abstraktion, die eng mit den Strömungen des Informel und der École de Paris korrespondierte. Seine reliefartigen, dichten Farbschichten ordnen sich in späten Werkgruppen zu zeichenhaften, rhythmischen Gefügen an, in denen Farbe als rein plastisches Raumelement fungiert. Als zweifacher documenta-Teilnehmer (1955, 1959), Vorstandsmitglied des Deutschen Künstlerbundes und Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes war er eine der zentralen Säulen, die das Rheinland und den Südwesten im Geiste der internationalen Nachkriegsabstraktion institutionell wie künstlerisch vernetzten.
ZITATE PETER HERKENRATH
„Meine Bilder entstehen nicht aus einer fixen Bildidee, sondern aus dem Dialog mit der Materie. Die Struktur der Oberfläche baut den Raum.“ | Peter Herkenrath
STICHWORTE PETER HERKENRATH
Deutsches Informel, Nachkriegskunst, Neue Rheinische Sezession, Mauerbilder, Strukturalismus, Kunstakademie Karlsruhe, Kölnischer Kunstverein, Villa Romana, Abstrakte Malerei, Rektorenporträts Köln