GCB Kunstlexikon
MARKUS PRACHENSKY
KUNSTWERKE MARKUS PRACHENSKY
Die Kunstwerke von Markus Prachensky sind geprägt von hochexpressiver, gestischer Abstraktion (Informel) und seiner obsessiven Liebe zur Farbe Rot. Statt Gegenstände abzubilden, bannte er Emotionen, Rhythmus und die Energie bereister Landschaften auf die Leinwand.
Seine bedeutendsten Werke und Zyklen lassen sich chronologisch in markante Schaffensphasen einteilen:
Frühe Ikonen & Das Informel (1950er & 1960er Jahre)
Rot-Tiefblau-Arsenal (1972): Repräsentativ für seine kraftvollen, kontrastreichen Arbeiten der frühen Jahrzehnte, oft mit wuchtigen Balkenstrukturen auf hellem oder dunklem Grund.
Rouge sur blanc – Sebastianplatz (1962): Ein frühes Meisterwerk, heute im Kunstmuseum Stuttgart, das den radikalen Verzicht auf Geometrie zugunsten der reinen Geste zeigt.
Rechberg-Serie (1966): Entstanden in einer Phase intensiver, fast architektonischer Rhythmisierung der Farbe.
Die großen Reise-Zyklen (Ab 1980er Jahre)
Prachensky verarbeitete die visuellen Eindrücke globaler Expeditionen in monumentalen Serien:
Etruria-Zyklus (ab 1982): Inspiriert von den Ausgrabungsstätten der Etrusker in Italien. Werke wie Etruria Orizontale nutzen erdige Töne und monumentale, liegende Balkenformen.
California-Serien (2001–2002): Mit Werken wie California revisited oder California Miles fing er das flirrende Licht und die Weite der amerikanischen Westküste ein.
Hongkong Ramble (2000): Ein dynamischer Zyklus, der die vertikale Enge, die Leuchtreklamen und das hektische Vorwärtsdrängen der asiatischen Metropole transportiert.
Amanpuri-Serie (1999): Inspiriert von Thailand, bricht hier das typische Rot gelegentlich mit leuchtenden, ungewohnten Grün- und Gelbnuancen auf.
Das Spätwerk (Bis 2011)
Swing the Provence (2007): Ein spätes Hauptwerk, das Prachenskys ungebrochene Dynamik im Alter demonstriert. Es übersetzt das mediterrane Lebensgefühl der Provence in rasante, musikalisch wirkende Pinselzüge.
La Battaglia di San Romano – Firenze (2010/2011): Teil seines allerletzten Werkzyklus (Partita San Romano). Als Hommage an das berühmte Renaissance-Gemälde von Paolo Uccello konzipiert, schließt sich hier der Kreis zu monumentalen, fast kämpferischen roten Strukturen auf der Leinwand.
VIDEO MARKUS PRACHENSKY
Markus Prachensky, Wien 2005 | Gerald Plattner | Interview mit Markus Prachensky in seinem Atelier in Wien, 2005 | YouTube
BIOGRAFIE MARKUS PRACHENSKY
Markus Prachensky (1932–2011) war ein bedeutender österreichischer Maler und Grafiker des Informel. Er gilt als Ikone der abstrakten Malerei in Österreich und war Mitbegründer der einflussreichen „Gruppe St. Stephan“.
AUSBILDUNG MARKUS PRACHENSKY
1952 Architekturstudium an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er ab 1953 parallel auch Malerei studierte
LEHRTÄTIGKEIT MARKUS PRACHENSKY
1983 – 2000 Lehrtätigkeit als Professor an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterklasse für Malerei
MITGLIEDSCHAFTEN MARKUS PRACHENSKY
Mitbegründer der einflussreichen „Gruppe St. Stephan“
AUSZEICHNUNGEN MARKUS PRACHENSKY
1992: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.
2000: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.
2003: Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst.
2006: Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
2001: Berufung in die Kurie für Kunst des Österreichischen Ehrenzeichens und Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst.
SAMMLUNGEN MARKUS PRACHENSKY
Albertina Museum Wien: Das Museum besitzt eine umfangreiche Sammlung seiner Werke und widmete ihm bereits Ausstellungen.
Belvedere (Österreichische Galerie Belvedere) in Wien: Seine Werke sind Teil der Online-Sammlung und der permanenten Sammlung des Museums.
STRABAG Collection (STRABAG Kunstforum): Diese Unternehmenssammlung beinhaltet ebenfalls Werke des Künstlers.
Los Angeles County Museum of Art (LACMA)
National Gallery of Art in Washington D.C.
Musée National d’Art Moderne, Centre Pompidou in Paris
AUSSTELLUNGEN MARKUS PRACHENSKY
EINZELAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)
1968/1969: Los Angeles County Museum of Art (LACMA)
2002: Österreichischen Galerie Belvedere in Wien
2017: Albertina in Wien
AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN (AUSWAHL)
1967: Weltausstellung (Expo 67), Österreichischer Pavillon, Brüssel
1969: „Creative Austria 20th Century“ im Art Museum Philadelphia
2020: „The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980“ in der Albertina Modern im Künstlerhaus Wien
WERKBESCHREIBUNG MARKUS PRACHENSKY
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Malerei, Grafik
STIL
Informel, abstrakte Malerei
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Nach anfänglich figuralen Werken wandte er sich in den 1950er Jahren der abstrakten Malerei, insbesondere dem Tachismus, zu. Sein Stil war geprägt von dynamischer Abstraktion, gestischer Malweise und der Konzentration auf Rottöne. Dabei wird die Farbe intuitiv mit einem breiten Pnsel spontan und scheinbar unkontrolliert auf den Malgrund aufgetragen
KÜNSTLERPORTRÄT MARKUS PRACHENSKY
Markus Prachensky (1932–2011): In Innsbruck geborener Maler, Grafiker und prägender Pionier des europäischen Informel. Nach seinem Studium der Architektur und Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien gründete er 1956 gemeinsam mit Hollegha, Mikl und Rainer die avantgardistische Gruppe um die Galerie nächst St. Stephan. Ab Ende der 1950er-Jahre trat Prachensky in intensiven, befruchtenden Austausch mit der südwestdeutschen Kunstszene, flankiert durch wegweisende Galeriepräsentationen und Museumsbegegnungen im Stuttgarter und Karlsruher Raum. Prachenskys Œuvre ist ein radikales Monument der reinen, ungebändigten Geste: Seine weltberühmten, hochexpressiven Zyklen (wie Rot auf Weiß, St. Stephan oder seine späteren italienischen Reisebilder) bannen eruptive, gewaltige Farbschwünge – dominiert von einem eigens gemischten, unverkennbaren Prachensky-Rot – auf die Leinwand. Als internationaler Fixstern der Aktions- und Informelmalerei brachte er eine ungestüme, architektonisch-rhythmische Wucht in den abstrakten Diskurs des Südwestens ein und etablierte die physische Präsenz der Farbe als reines Energieereignis.
STICHWORTE MARKUS PRACHENSKY
einer der wichtigsten Vertreter des Informel in Österreich
MARKUS PRACHENSKY
KUNSTWERKE MARKUS PRACHENSKY
Die Kunstwerke von Markus Prachensky sind geprägt von hochexpressiver, gestischer Abstraktion (Informel) und seiner obsessiven Liebe zur Farbe Rot. Statt Gegenstände abzubilden, bannte er Emotionen, Rhythmus und die Energie bereister Landschaften auf die Leinwand.
Seine bedeutendsten Werke und Zyklen lassen sich chronologisch in markante Schaffensphasen einteilen:
Frühe Ikonen & Das Informel (1950er & 1960er Jahre)
Rot-Tiefblau-Arsenal (1972): Repräsentativ für seine kraftvollen, kontrastreichen Arbeiten der frühen Jahrzehnte, oft mit wuchtigen Balkenstrukturen auf hellem oder dunklem Grund.
Rouge sur blanc – Sebastianplatz (1962): Ein frühes Meisterwerk, heute im Kunstmuseum Stuttgart, das den radikalen Verzicht auf Geometrie zugunsten der reinen Geste zeigt.
Rechberg-Serie (1966): Entstanden in einer Phase intensiver, fast architektonischer Rhythmisierung der Farbe.
Die großen Reise-Zyklen (Ab 1980er Jahre)
Prachensky verarbeitete die visuellen Eindrücke globaler Expeditionen in monumentalen Serien:
Etruria-Zyklus (ab 1982): Inspiriert von den Ausgrabungsstätten der Etrusker in Italien. Werke wie Etruria Orizontale nutzen erdige Töne und monumentale, liegende Balkenformen.
California-Serien (2001–2002): Mit Werken wie California revisited oder California Miles fing er das flirrende Licht und die Weite der amerikanischen Westküste ein.
Hongkong Ramble (2000): Ein dynamischer Zyklus, der die vertikale Enge, die Leuchtreklamen und das hektische Vorwärtsdrängen der asiatischen Metropole transportiert.
Amanpuri-Serie (1999): Inspiriert von Thailand, bricht hier das typische Rot gelegentlich mit leuchtenden, ungewohnten Grün- und Gelbnuancen auf.
Das Spätwerk (Bis 2011)
Swing the Provence (2007): Ein spätes Hauptwerk, das Prachenskys ungebrochene Dynamik im Alter demonstriert. Es übersetzt das mediterrane Lebensgefühl der Provence in rasante, musikalisch wirkende Pinselzüge.
La Battaglia di San Romano – Firenze (2010/2011): Teil seines allerletzten Werkzyklus (Partita San Romano). Als Hommage an das berühmte Renaissance-Gemälde von Paolo Uccello konzipiert, schließt sich hier der Kreis zu monumentalen, fast kämpferischen roten Strukturen auf der Leinwand.
VIDEO MARKUS PRACHENSKY
Markus Prachensky, Wien 2005 | Gerald Plattner | Interview mit Markus Prachensky in seinem Atelier in Wien, 2005 | YouTube
BIOGRAFIE MARKUS PRACHENSKY
Markus Prachensky (1932–2011) war ein bedeutender österreichischer Maler und Grafiker des Informel. Er gilt als Ikone der abstrakten Malerei in Österreich und war Mitbegründer der einflussreichen „Gruppe St. Stephan“.
AUSBILDUNG MARKUS PRACHENSKY
1952 Architekturstudium an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er ab 1953 parallel auch Malerei studierte
LEHRTÄTIGKEIT MARKUS PRACHENSKY
1983 – 2000 Lehrtätigkeit als Professor an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterklasse für Malerei
MITGLIEDSCHAFTEN MARKUS PRACHENSKY
Mitbegründer der einflussreichen „Gruppe St. Stephan“
AUSZEICHNUNGEN MARKUS PRACHENSKY
1992: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.
2000: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.
2003: Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst.
2006: Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
2001: Berufung in die Kurie für Kunst des Österreichischen Ehrenzeichens und Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst.
SAMMLUNGEN MARKUS PRACHENSKY
Albertina Museum Wien: Das Museum besitzt eine umfangreiche Sammlung seiner Werke und widmete ihm bereits Ausstellungen.
Belvedere (Österreichische Galerie Belvedere) in Wien: Seine Werke sind Teil der Online-Sammlung und der permanenten Sammlung des Museums.
STRABAG Collection (STRABAG Kunstforum): Diese Unternehmenssammlung beinhaltet ebenfalls Werke des Künstlers.
Los Angeles County Museum of Art (LACMA)
National Gallery of Art in Washington D.C.
Musée National d’Art Moderne, Centre Pompidou in Paris
AUSSTELLUNGEN MARKUS PRACHENSKY
EINZELAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)
1968/1969: Los Angeles County Museum of Art (LACMA)
2002: Österreichischen Galerie Belvedere in Wien
2017: Albertina in Wien
AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN (AUSWAHL)
1967: Weltausstellung (Expo 67), Österreichischer Pavillon, Brüssel
1969: „Creative Austria 20th Century“ im Art Museum Philadelphia
2020: „The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980“ in der Albertina Modern im Künstlerhaus Wien
WERKBESCHREIBUNG MARKUS PRACHENSKY
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Malerei, Grafik
STIL
Informel, abstrakte Malerei
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Nach anfänglich figuralen Werken wandte er sich in den 1950er Jahren der abstrakten Malerei, insbesondere dem Tachismus, zu. Sein Stil war geprägt von dynamischer Abstraktion, gestischer Malweise und der Konzentration auf Rottöne. Dabei wird die Farbe intuitiv mit einem breiten Pnsel spontan und scheinbar unkontrolliert auf den Malgrund aufgetragen
KÜNSTLERPORTRÄT MARKUS PRACHENSKY
Markus Prachensky (1932–2011): In Innsbruck geborener Maler, Grafiker und prägender Pionier des europäischen Informel. Nach seinem Studium der Architektur und Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien gründete er 1956 gemeinsam mit Hollegha, Mikl und Rainer die avantgardistische Gruppe um die Galerie nächst St. Stephan. Ab Ende der 1950er-Jahre trat Prachensky in intensiven, befruchtenden Austausch mit der südwestdeutschen Kunstszene, flankiert durch wegweisende Galeriepräsentationen und Museumsbegegnungen im Stuttgarter und Karlsruher Raum. Prachenskys Œuvre ist ein radikales Monument der reinen, ungebändigten Geste: Seine weltberühmten, hochexpressiven Zyklen (wie Rot auf Weiß, St. Stephan oder seine späteren italienischen Reisebilder) bannen eruptive, gewaltige Farbschwünge – dominiert von einem eigens gemischten, unverkennbaren Prachensky-Rot – auf die Leinwand. Als internationaler Fixstern der Aktions- und Informelmalerei brachte er eine ungestüme, architektonisch-rhythmische Wucht in den abstrakten Diskurs des Südwestens ein und etablierte die physische Präsenz der Farbe als reines Energieereignis.
STICHWORTE MARKUS PRACHENSKY
einer der wichtigsten Vertreter des Informel in Österreich
MARKUS PRACHENSKY
KUNSTWERKE MARKUS PRACHENSKY
Die Kunstwerke von Markus Prachensky sind geprägt von hochexpressiver, gestischer Abstraktion (Informel) und seiner obsessiven Liebe zur Farbe Rot. Statt Gegenstände abzubilden, bannte er Emotionen, Rhythmus und die Energie bereister Landschaften auf die Leinwand.
Seine bedeutendsten Werke und Zyklen lassen sich chronologisch in markante Schaffensphasen einteilen:
Frühe Ikonen & Das Informel (1950er & 1960er Jahre)
Rot-Tiefblau-Arsenal (1972): Repräsentativ für seine kraftvollen, kontrastreichen Arbeiten der frühen Jahrzehnte, oft mit wuchtigen Balkenstrukturen auf hellem oder dunklem Grund.
Rouge sur blanc – Sebastianplatz (1962): Ein frühes Meisterwerk, heute im Kunstmuseum Stuttgart, das den radikalen Verzicht auf Geometrie zugunsten der reinen Geste zeigt.
Rechberg-Serie (1966): Entstanden in einer Phase intensiver, fast architektonischer Rhythmisierung der Farbe.
Die großen Reise-Zyklen (Ab 1980er Jahre)
Prachensky verarbeitete die visuellen Eindrücke globaler Expeditionen in monumentalen Serien:
Etruria-Zyklus (ab 1982): Inspiriert von den Ausgrabungsstätten der Etrusker in Italien. Werke wie Etruria Orizontale nutzen erdige Töne und monumentale, liegende Balkenformen.
California-Serien (2001–2002): Mit Werken wie California revisited oder California Miles fing er das flirrende Licht und die Weite der amerikanischen Westküste ein.
Hongkong Ramble (2000): Ein dynamischer Zyklus, der die vertikale Enge, die Leuchtreklamen und das hektische Vorwärtsdrängen der asiatischen Metropole transportiert.
Amanpuri-Serie (1999): Inspiriert von Thailand, bricht hier das typische Rot gelegentlich mit leuchtenden, ungewohnten Grün- und Gelbnuancen auf.
Das Spätwerk (Bis 2011)
Swing the Provence (2007): Ein spätes Hauptwerk, das Prachenskys ungebrochene Dynamik im Alter demonstriert. Es übersetzt das mediterrane Lebensgefühl der Provence in rasante, musikalisch wirkende Pinselzüge.
La Battaglia di San Romano – Firenze (2010/2011): Teil seines allerletzten Werkzyklus (Partita San Romano). Als Hommage an das berühmte Renaissance-Gemälde von Paolo Uccello konzipiert, schließt sich hier der Kreis zu monumentalen, fast kämpferischen roten Strukturen auf der Leinwand.
VIDEO MARKUS PRACHENSKY
Markus Prachensky, Wien 2005 | Gerald Plattner | Interview mit Markus Prachensky in seinem Atelier in Wien, 2005 | YouTube
BIOGRAFIE MARKUS PRACHENSKY
Markus Prachensky (1932–2011) war ein bedeutender österreichischer Maler und Grafiker des Informel. Er gilt als Ikone der abstrakten Malerei in Österreich und war Mitbegründer der einflussreichen „Gruppe St. Stephan“.
AUSBILDUNG MARKUS PRACHENSKY
1952 Architekturstudium an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er ab 1953 parallel auch Malerei studierte
LEHRTÄTIGKEIT MARKUS PRACHENSKY
1983 – 2000 Lehrtätigkeit als Professor an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterklasse für Malerei
MITGLIEDSCHAFTEN MARKUS PRACHENSKY
Mitbegründer der einflussreichen „Gruppe St. Stephan“
AUSZEICHNUNGEN MARKUS PRACHENSKY
1992: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.
2000: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.
2003: Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst.
2006: Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
2001: Berufung in die Kurie für Kunst des Österreichischen Ehrenzeichens und Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst.
SAMMLUNGEN MARKUS PRACHENSKY
Albertina Museum Wien: Das Museum besitzt eine umfangreiche Sammlung seiner Werke und widmete ihm bereits Ausstellungen.
Belvedere (Österreichische Galerie Belvedere) in Wien: Seine Werke sind Teil der Online-Sammlung und der permanenten Sammlung des Museums.
STRABAG Collection (STRABAG Kunstforum): Diese Unternehmenssammlung beinhaltet ebenfalls Werke des Künstlers.
Los Angeles County Museum of Art (LACMA)
National Gallery of Art in Washington D.C.
Musée National d’Art Moderne, Centre Pompidou in Paris
AUSSTELLUNGEN MARKUS PRACHENSKY
EINZELAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)
1968/1969: Los Angeles County Museum of Art (LACMA)
2002: Österreichischen Galerie Belvedere in Wien
2017: Albertina in Wien
AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN (AUSWAHL)
1967: Weltausstellung (Expo 67), Österreichischer Pavillon, Brüssel
1969: „Creative Austria 20th Century“ im Art Museum Philadelphia
2020: „The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980“ in der Albertina Modern im Künstlerhaus Wien
WERKBESCHREIBUNG MARKUS PRACHENSKY
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Malerei, Grafik
STIL
Informel, abstrakte Malerei
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Nach anfänglich figuralen Werken wandte er sich in den 1950er Jahren der abstrakten Malerei, insbesondere dem Tachismus, zu. Sein Stil war geprägt von dynamischer Abstraktion, gestischer Malweise und der Konzentration auf Rottöne. Dabei wird die Farbe intuitiv mit einem breiten Pnsel spontan und scheinbar unkontrolliert auf den Malgrund aufgetragen
KÜNSTLERPORTRÄT MARKUS PRACHENSKY
Markus Prachensky (1932–2011): In Innsbruck geborener Maler, Grafiker und prägender Pionier des europäischen Informel. Nach seinem Studium der Architektur und Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien gründete er 1956 gemeinsam mit Hollegha, Mikl und Rainer die avantgardistische Gruppe um die Galerie nächst St. Stephan. Ab Ende der 1950er-Jahre trat Prachensky in intensiven, befruchtenden Austausch mit der südwestdeutschen Kunstszene, flankiert durch wegweisende Galeriepräsentationen und Museumsbegegnungen im Stuttgarter und Karlsruher Raum. Prachenskys Œuvre ist ein radikales Monument der reinen, ungebändigten Geste: Seine weltberühmten, hochexpressiven Zyklen (wie Rot auf Weiß, St. Stephan oder seine späteren italienischen Reisebilder) bannen eruptive, gewaltige Farbschwünge – dominiert von einem eigens gemischten, unverkennbaren Prachensky-Rot – auf die Leinwand. Als internationaler Fixstern der Aktions- und Informelmalerei brachte er eine ungestüme, architektonisch-rhythmische Wucht in den abstrakten Diskurs des Südwestens ein und etablierte die physische Präsenz der Farbe als reines Energieereignis.
STICHWORTE MARKUS PRACHENSKY
einer der wichtigsten Vertreter des Informel in Österreich