GCB Kunstlexikon
PETER JAKOB SCHOBER
KUNSTWERKE PETER JAKOB SCHOBER
Mühsame Ernte (1948)
Italienische Küste (1959)
Hafenstadt (1961)
Lauffen am Neckar I (1962)
Schneeschmelze (1963)
Hafenansicht (1965)
Neckar bei Besigheim (1965)
Sommermorgen (1966)
Im Remstal (1966)
Weinberge (1971)
Waiblingen (1972)
Lastender Schnee (1977)
Blick auf Calw (Gemälde, 1957 als Geschenk für Hermann Hesse)
VIDEO PETER JAKOB SCHOBER
Zu Besuch im Stadtmuseum Crailsheim: Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“ | VHS Crailsheim | Das Stadtmuseum Crailsheim zeigt bis zum 26. September 2021 die Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“. In der Werkschau sind über 60 Arbeiten des vielseitigen Künstlers zu sehen. Peter Jakob Schober (1897-1983) ist in seiner Kunst der klassischen Moderne verpflichtet: Komposition und Farbe stehen im Zentrum. Zunehmend entwickelte er eine expressive bis an die Abstraktion gehende Formensprache. Ab den 1950er Jahren wurde er durch seine Kunst am Bau bekannt: Fresken, Sgraffiti, Glasfenster. Für das 1953 wieder errichteten Crailsheimer Rathaus schuf Schober mehrere Wandbilder. Sie sind der Ausgangspunkt für diese Ausstellung, die nicht nur seine Ölgemälde zeigt, sondern auch Zeichnungen, Farbkreiden und Aquarelle sowie virtuell öffentliche Werke. Die Künstlerin Marleen Pennings, die Grafikerin Christina Scheurer und die Museumsleiterin Friederike Lindner stellen jeweils eines ihrer Lieblingswerke in der Ausstellung vor | Marleen Pennings: Jakob und der Engel, 1962, Aquatinta | YouTube
Zu Besuch im Stadtmuseum Crailsheim: Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“ | VHS Crailsheim | Das Stadtmuseum Crailsheim zeigt bis zum 26. September 2021 die Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“. In der Werkschau sind über 60 Arbeiten des vielseitigen Künstlers zu sehen. Peter Jakob Schober (1897-1983) ist in seiner Kunst der klassischen Moderne verpflichtet: Komposition und Farbe stehen im Zentrum. Zunehmend entwickelte er eine expressive bis an die Abstraktion gehende Formensprache. Ab den 1950er Jahren wurde er durch seine Kunst am Bau bekannt: Fresken, Sgraffiti, Glasfenster. Für das 1953 wieder errichteten Crailsheimer Rathaus schuf Schober mehrere Wandbilder. Sie sind der Ausgangspunkt für diese Ausstellung, die nicht nur seine Ölgemälde zeigt, sondern auch Zeichnungen, Farbkreiden und Aquarelle sowie virtuell öffentliche Werke. Die Künstlerin Marleen Pennings, die Grafikerin Christina Scheurer und die Museumsleiterin Friederike Lindner stellen jeweils eines ihrer Lieblingswerke in der Ausstellung vor. | Friederike Lindner: Betonglasfenster, 1960er Jahre | YouTube
Zu Besuch im Stadtmuseum Crailsheim: Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“ | VHS Crailsheim | Das Stadtmuseum Crailsheim zeigt bis zum 26. September 2021 die Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“. In der Werkschau sind über 60 Arbeiten des vielseitigen Künstlers zu sehen. Peter Jakob Schober (1897-1983) ist in seiner Kunst der klassischen Moderne verpflichtet: Komposition und Farbe stehen im Zentrum. Zunehmend entwickelte er eine expressive bis an die Abstraktion gehende Formensprache. Ab den 1950er Jahren wurde er durch seine Kunst am Bau bekannt: Fresken, Sgraffiti, Glasfenster. Für das 1953 wieder errichteten Crailsheimer Rathaus schuf Schober mehrere Wandbilder. Sie sind der Ausgangspunkt für diese Ausstellung, die nicht nur seine Ölgemälde zeigt, sondern auch Zeichnungen, Farbkreiden und Aquarelle sowie virtuell öffentliche Werke. Die Künstlerin Marleen Pennings, die Grafikerin Christina Scheurer und die Museumsleiterin Friederike Lindner stellen jeweils eines ihrer Lieblingswerke in der Ausstellung vor. | Christina Scheurer: Dorfplatz, 1975, Aquatinta | YouTube
BIOGRAFIE PETER JAKOB SCHOBER
Geburtsjahr: 13. Dezember 1897
Geburtsort: Gschwend, Deutschland
Todesjahr: 22. Juli 1983
Sterbeort: Bad Bleiberg, Österreich [1, 2, 3]
Als jüngstes von elf Kindern wuchs Schober in Württemberg auf. Nach einem frühen Lehrerseminar in Backnang (1911) und Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg (1916–1918) arbeitete er kurzzeitig als Gymnasiallehrer in Calw. Zwischen 1929 und 1932 lebte er in Paris. Im Zweiten Weltkrieg wurde er ab 1939 als Kriegsberichterstatter (u. a. an der Ostfront) eingesetzt. Ab 1937 wirkte er durchgehend als freischaffender Künstler in Süddeutschland.
AUSBILDUNG PETER JAKOB SCHOBER
1911–1914: Lehrerseminar Backnang
1922–1929: Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart unter anderem bei den Professoren Alexander Eckener, Christian Landenberger und Heinrich Altherr.
1929–1932: Studienaufenthalt in Paris; intensives Studium der französischen Impressionisten und prägender Einfluss durch das Werk von Paul Cézanne.
LEHRTÄTIGKEIT PETER JAKOB SCHOBER
1919: Tätigkeit als Gymnasiallehrer (Zeichnen und Turnen) in Calw.
1932 – 1936 + 1938: Lehrauftrag für Radierung (Hilfslehrer) an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Eine Berufung als Nachfolger von Anton Kolig an der Stuttgarter Akademie wurde 1943 aus politischen Gründen im Nationalsozialismus abgelehnt.
MITGLIEDSCHAFTEN PETER JAKOB SCHOBER
Stuttgarter Sezession: Mitglied und maßgeblicher Akteur beim Wiederaufbau nach dem Krieg. Von 1954 bis 1968 Erster Vorsitzender der Künstlervereinigung.
Deutscher Künstlerbund: Mitglied und regelmäßiger Aussteller bei den Bundesschauen.
AUSZEICHNUNGEN PETER JAKOB SCHOBER
1967: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse für seine Verdienste um die Kunstlandschaft im deutschen Südwesten.
1973: Verleihung des Ehrentitels Professor durch das Land Baden-Württemberg.
SAMMLUNGEN PETER JAKOB SCHOBER
Kunstmuseum Stuttgart (umfangreiche Grafiken und Zeichnungen, u. a. Kriegsskizzen)
Aesculapium Tuttlingen (Permanente Dauerausstellung und Sammlung)
Stadtmuseum Crailsheim
Hermann-Hesse-Museum Calw
AUSSTELLUNGEN PETER JAKOB SCHOBER
EINZELAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
1942: Stuttgart, Kunsthaus Schaller
1957: Galerie Valentien, Stuttgart zum 60. Geburtstag
2020/2021: »Virtuose der Landschaft, Poet der Farbe«, Große Retrospektive im Stadtmuseum Crailsheim
Permanente Dauerausstellung im Aesculapium Tuttlingen
AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN AUSWAHL
1925, 1926, 1929: Jahresausstellungen der Stuttgarter Sezession
1930: Deutscher Künstlerbund Dresden & Düsseldorf
1931: Glaspalast München (Hier verbrannten alle seine dort ausgestellten Werke beim verheerenden Brand)
1947: Erste gemeinsame Nachkriegsausstellung der neu gegründeten Stuttgarter Sezession
PROJEKTE PETER JAKOB SCHOBER
Schobers „Projekte“ konzentrierten sich vor allem auf die Kunst am Bau im Zuge des Wiederaufbaus in den 1950er-Jahren:
Rathaus Crailsheim (ab 1953): Realisierung von drei monumentalen Wandbildern (ein Fresko zur Crailsheimer Chronik, ein Sgraffito zu Zerstörung/Wiederaufbau, ein Fresko zum Markt- und Handelsort).
Öffentliche Bauprojekte: Zahlreiche Glasfenster, Mosaike und Fassaden-Sgraffiti an Schulen, Verwaltungsgebäuden und Kirchen in Baden-Württemberg.
WERKBESCHREIBUNG PETER JAKOB SCHOBER
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Malerei: Öl- und Temperagemälde auf Leinwand und Karton, Aquarelle.
Grafik: Federzeichnungen, Kreidezeichnungen, Radierungen sowie Buchillustrationen u. a. für Kinderbücher und Fibeln
Monumentalkunst: Fresken, Sgraffiti, Glasmalerei und Mosaikarbeiten im öffentlichen Raum.
STIL
Schober gilt als markanter Vertreter des Expressiven Realismus (oft auch der Verschollenen Generation zugerechnet). Seine Bildsprache bewegt sich an der Schnittstelle von klassischer Moderne, Abstraktion, Konkretismus und Tachismus. Er löste die Motive zunehmend aus der rein akademischen Gegenständlichkeit und betonte autonome Farbflächen.
THEMEN | MOTIVE
Kulturlandschaften: Weinberge (Remstal), Neckarlandschaften, Albdörfer.
Witterung & Naturphänomene: Besonders ausgeprägt sind seine Winterlandschaften, Schneeschmelzen und Hafenmotive.
Kriegsdokumentation: Figürliche Chroniken und erschütternde Federzeichnungen aus seiner Zeit als Kriegsberichterstatter.
Mensch & Raum: Porträts der zeitgenössischen Prominenz.
Monumentale Alltagsszenen (Handel, Ernte) an öffentlichen Fassaden.
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Komposition und Farbe stehen im Zentrum. Die sichtbare Wirklichkeit ist ihm stets der notwendige Impuls, den er in eine expressive, bis an die Abstraktion gehende Formensprache übersetzt.
Die Farbe als Raumgestalter: Schobers Arbeiten zeichnen sich durch ein hochsensibles, oft kontrastreiches Kolorit aus. Die Farbe ordnet sich nicht der Zeichnung unter, sondern generiert die Bildtiefe eigenständig („Poet der Farbe“).
Tektonischer Bildaufbau: Beeinflusst von Cézanne bricht er organische Formen (Häuser, Hügel, Bäume) in geometrisierende, fast kubistische Segmente auf, ohne den Bezug zur Realität vollständig zu kappen.
Kombination aus Dynamik und Schwere: Seine Spätwerke (wie winterliche Landschaften) zeigen einen pastosen, energischen Farbauftrag von rauer, expressiver Qualität.
STICHWORTE PETER JAKOB SCHOBER
Expressiver Realismus, Stuttgarter Sezession, Kunst am Bau, Cézannismus, Klassische Moderne, Sgraffito, Remstal, Winterlandschaften, Wandmalerei, Nachkriegsmoderne, Süddeutschland
PETER JAKOB SCHOBER
KUNSTWERKE PETER JAKOB SCHOBER
Mühsame Ernte (1948)
Italienische Küste (1959)
Hafenstadt (1961)
Lauffen am Neckar I (1962)
Schneeschmelze (1963)
Hafenansicht (1965)
Neckar bei Besigheim (1965)
Sommermorgen (1966)
Im Remstal (1966)
Weinberge (1971)
Waiblingen (1972)
Lastender Schnee (1977)
Blick auf Calw (Gemälde, 1957 als Geschenk für Hermann Hesse)
VIDEO PETER JAKOB SCHOBER
Zu Besuch im Stadtmuseum Crailsheim: Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“ | VHS Crailsheim | Das Stadtmuseum Crailsheim zeigt bis zum 26. September 2021 die Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“. In der Werkschau sind über 60 Arbeiten des vielseitigen Künstlers zu sehen. Peter Jakob Schober (1897-1983) ist in seiner Kunst der klassischen Moderne verpflichtet: Komposition und Farbe stehen im Zentrum. Zunehmend entwickelte er eine expressive bis an die Abstraktion gehende Formensprache. Ab den 1950er Jahren wurde er durch seine Kunst am Bau bekannt: Fresken, Sgraffiti, Glasfenster. Für das 1953 wieder errichteten Crailsheimer Rathaus schuf Schober mehrere Wandbilder. Sie sind der Ausgangspunkt für diese Ausstellung, die nicht nur seine Ölgemälde zeigt, sondern auch Zeichnungen, Farbkreiden und Aquarelle sowie virtuell öffentliche Werke. Die Künstlerin Marleen Pennings, die Grafikerin Christina Scheurer und die Museumsleiterin Friederike Lindner stellen jeweils eines ihrer Lieblingswerke in der Ausstellung vor | Marleen Pennings: Jakob und der Engel, 1962, Aquatinta | YouTube
Zu Besuch im Stadtmuseum Crailsheim: Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“ | VHS Crailsheim | Das Stadtmuseum Crailsheim zeigt bis zum 26. September 2021 die Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“. In der Werkschau sind über 60 Arbeiten des vielseitigen Künstlers zu sehen. Peter Jakob Schober (1897-1983) ist in seiner Kunst der klassischen Moderne verpflichtet: Komposition und Farbe stehen im Zentrum. Zunehmend entwickelte er eine expressive bis an die Abstraktion gehende Formensprache. Ab den 1950er Jahren wurde er durch seine Kunst am Bau bekannt: Fresken, Sgraffiti, Glasfenster. Für das 1953 wieder errichteten Crailsheimer Rathaus schuf Schober mehrere Wandbilder. Sie sind der Ausgangspunkt für diese Ausstellung, die nicht nur seine Ölgemälde zeigt, sondern auch Zeichnungen, Farbkreiden und Aquarelle sowie virtuell öffentliche Werke. Die Künstlerin Marleen Pennings, die Grafikerin Christina Scheurer und die Museumsleiterin Friederike Lindner stellen jeweils eines ihrer Lieblingswerke in der Ausstellung vor. | Friederike Lindner: Betonglasfenster, 1960er Jahre | YouTube
Zu Besuch im Stadtmuseum Crailsheim: Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“ | VHS Crailsheim | Das Stadtmuseum Crailsheim zeigt bis zum 26. September 2021 die Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“. In der Werkschau sind über 60 Arbeiten des vielseitigen Künstlers zu sehen. Peter Jakob Schober (1897-1983) ist in seiner Kunst der klassischen Moderne verpflichtet: Komposition und Farbe stehen im Zentrum. Zunehmend entwickelte er eine expressive bis an die Abstraktion gehende Formensprache. Ab den 1950er Jahren wurde er durch seine Kunst am Bau bekannt: Fresken, Sgraffiti, Glasfenster. Für das 1953 wieder errichteten Crailsheimer Rathaus schuf Schober mehrere Wandbilder. Sie sind der Ausgangspunkt für diese Ausstellung, die nicht nur seine Ölgemälde zeigt, sondern auch Zeichnungen, Farbkreiden und Aquarelle sowie virtuell öffentliche Werke. Die Künstlerin Marleen Pennings, die Grafikerin Christina Scheurer und die Museumsleiterin Friederike Lindner stellen jeweils eines ihrer Lieblingswerke in der Ausstellung vor. | Christina Scheurer: Dorfplatz, 1975, Aquatinta | YouTube
BIOGRAFIE PETER JAKOB SCHOBER
Geburtsjahr: 13. Dezember 1897
Geburtsort: Gschwend, Deutschland
Todesjahr: 22. Juli 1983
Sterbeort: Bad Bleiberg, Österreich [1, 2, 3]
Als jüngstes von elf Kindern wuchs Schober in Württemberg auf. Nach einem frühen Lehrerseminar in Backnang (1911) und Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg (1916–1918) arbeitete er kurzzeitig als Gymnasiallehrer in Calw. Zwischen 1929 und 1932 lebte er in Paris. Im Zweiten Weltkrieg wurde er ab 1939 als Kriegsberichterstatter (u. a. an der Ostfront) eingesetzt. Ab 1937 wirkte er durchgehend als freischaffender Künstler in Süddeutschland.
AUSBILDUNG PETER JAKOB SCHOBER
1911–1914: Lehrerseminar Backnang
1922–1929: Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart unter anderem bei den Professoren Alexander Eckener, Christian Landenberger und Heinrich Altherr.
1929–1932: Studienaufenthalt in Paris; intensives Studium der französischen Impressionisten und prägender Einfluss durch das Werk von Paul Cézanne.
LEHRTÄTIGKEIT PETER JAKOB SCHOBER
1919: Tätigkeit als Gymnasiallehrer (Zeichnen und Turnen) in Calw.
1932 – 1936 + 1938: Lehrauftrag für Radierung (Hilfslehrer) an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Eine Berufung als Nachfolger von Anton Kolig an der Stuttgarter Akademie wurde 1943 aus politischen Gründen im Nationalsozialismus abgelehnt.
MITGLIEDSCHAFTEN PETER JAKOB SCHOBER
Stuttgarter Sezession: Mitglied und maßgeblicher Akteur beim Wiederaufbau nach dem Krieg. Von 1954 bis 1968 Erster Vorsitzender der Künstlervereinigung.
Deutscher Künstlerbund: Mitglied und regelmäßiger Aussteller bei den Bundesschauen.
AUSZEICHNUNGEN PETER JAKOB SCHOBER
1967: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse für seine Verdienste um die Kunstlandschaft im deutschen Südwesten.
1973: Verleihung des Ehrentitels Professor durch das Land Baden-Württemberg.
SAMMLUNGEN PETER JAKOB SCHOBER
Kunstmuseum Stuttgart (umfangreiche Grafiken und Zeichnungen, u. a. Kriegsskizzen)
Aesculapium Tuttlingen (Permanente Dauerausstellung und Sammlung)
Stadtmuseum Crailsheim
Hermann-Hesse-Museum Calw
AUSSTELLUNGEN PETER JAKOB SCHOBER
EINZELAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
1942: Stuttgart, Kunsthaus Schaller
1957: Galerie Valentien, Stuttgart zum 60. Geburtstag
2020/2021: »Virtuose der Landschaft, Poet der Farbe«, Große Retrospektive im Stadtmuseum Crailsheim
Permanente Dauerausstellung im Aesculapium Tuttlingen
AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN AUSWAHL
1925, 1926, 1929: Jahresausstellungen der Stuttgarter Sezession
1930: Deutscher Künstlerbund Dresden & Düsseldorf
1931: Glaspalast München (Hier verbrannten alle seine dort ausgestellten Werke beim verheerenden Brand)
1947: Erste gemeinsame Nachkriegsausstellung der neu gegründeten Stuttgarter Sezession
PROJEKTE PETER JAKOB SCHOBER
Schobers „Projekte“ konzentrierten sich vor allem auf die Kunst am Bau im Zuge des Wiederaufbaus in den 1950er-Jahren:
Rathaus Crailsheim (ab 1953): Realisierung von drei monumentalen Wandbildern (ein Fresko zur Crailsheimer Chronik, ein Sgraffito zu Zerstörung/Wiederaufbau, ein Fresko zum Markt- und Handelsort).
Öffentliche Bauprojekte: Zahlreiche Glasfenster, Mosaike und Fassaden-Sgraffiti an Schulen, Verwaltungsgebäuden und Kirchen in Baden-Württemberg.
WERKBESCHREIBUNG PETER JAKOB SCHOBER
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Malerei: Öl- und Temperagemälde auf Leinwand und Karton, Aquarelle.
Grafik: Federzeichnungen, Kreidezeichnungen, Radierungen sowie Buchillustrationen u. a. für Kinderbücher und Fibeln
Monumentalkunst: Fresken, Sgraffiti, Glasmalerei und Mosaikarbeiten im öffentlichen Raum.
STIL
Schober gilt als markanter Vertreter des Expressiven Realismus (oft auch der Verschollenen Generation zugerechnet). Seine Bildsprache bewegt sich an der Schnittstelle von klassischer Moderne, Abstraktion, Konkretismus und Tachismus. Er löste die Motive zunehmend aus der rein akademischen Gegenständlichkeit und betonte autonome Farbflächen.
THEMEN | MOTIVE
Kulturlandschaften: Weinberge (Remstal), Neckarlandschaften, Albdörfer.
Witterung & Naturphänomene: Besonders ausgeprägt sind seine Winterlandschaften, Schneeschmelzen und Hafenmotive.
Kriegsdokumentation: Figürliche Chroniken und erschütternde Federzeichnungen aus seiner Zeit als Kriegsberichterstatter.
Mensch & Raum: Porträts der zeitgenössischen Prominenz.
Monumentale Alltagsszenen (Handel, Ernte) an öffentlichen Fassaden.
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Komposition und Farbe stehen im Zentrum. Die sichtbare Wirklichkeit ist ihm stets der notwendige Impuls, den er in eine expressive, bis an die Abstraktion gehende Formensprache übersetzt.
Die Farbe als Raumgestalter: Schobers Arbeiten zeichnen sich durch ein hochsensibles, oft kontrastreiches Kolorit aus. Die Farbe ordnet sich nicht der Zeichnung unter, sondern generiert die Bildtiefe eigenständig („Poet der Farbe“).
Tektonischer Bildaufbau: Beeinflusst von Cézanne bricht er organische Formen (Häuser, Hügel, Bäume) in geometrisierende, fast kubistische Segmente auf, ohne den Bezug zur Realität vollständig zu kappen.
Kombination aus Dynamik und Schwere: Seine Spätwerke (wie winterliche Landschaften) zeigen einen pastosen, energischen Farbauftrag von rauer, expressiver Qualität.
STICHWORTE PETER JAKOB SCHOBER
Expressiver Realismus, Stuttgarter Sezession, Kunst am Bau, Cézannismus, Klassische Moderne, Sgraffito, Remstal, Winterlandschaften, Wandmalerei, Nachkriegsmoderne, Süddeutschland
PETER JAKOB SCHOBER
KUNSTWERKE PETER JAKOB SCHOBER
Mühsame Ernte (1948)
Italienische Küste (1959)
Hafenstadt (1961)
Lauffen am Neckar I (1962)
Schneeschmelze (1963)
Hafenansicht (1965)
Neckar bei Besigheim (1965)
Sommermorgen (1966)
Im Remstal (1966)
Weinberge (1971)
Waiblingen (1972)
Lastender Schnee (1977)
Blick auf Calw (Gemälde, 1957 als Geschenk für Hermann Hesse)
VIDEO PETER JAKOB SCHOBER
Zu Besuch im Stadtmuseum Crailsheim: Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“ | VHS Crailsheim | Das Stadtmuseum Crailsheim zeigt bis zum 26. September 2021 die Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“. In der Werkschau sind über 60 Arbeiten des vielseitigen Künstlers zu sehen. Peter Jakob Schober (1897-1983) ist in seiner Kunst der klassischen Moderne verpflichtet: Komposition und Farbe stehen im Zentrum. Zunehmend entwickelte er eine expressive bis an die Abstraktion gehende Formensprache. Ab den 1950er Jahren wurde er durch seine Kunst am Bau bekannt: Fresken, Sgraffiti, Glasfenster. Für das 1953 wieder errichteten Crailsheimer Rathaus schuf Schober mehrere Wandbilder. Sie sind der Ausgangspunkt für diese Ausstellung, die nicht nur seine Ölgemälde zeigt, sondern auch Zeichnungen, Farbkreiden und Aquarelle sowie virtuell öffentliche Werke. Die Künstlerin Marleen Pennings, die Grafikerin Christina Scheurer und die Museumsleiterin Friederike Lindner stellen jeweils eines ihrer Lieblingswerke in der Ausstellung vor | Marleen Pennings: Jakob und der Engel, 1962, Aquatinta | YouTube
Zu Besuch im Stadtmuseum Crailsheim: Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“ | VHS Crailsheim | Das Stadtmuseum Crailsheim zeigt bis zum 26. September 2021 die Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“. In der Werkschau sind über 60 Arbeiten des vielseitigen Künstlers zu sehen. Peter Jakob Schober (1897-1983) ist in seiner Kunst der klassischen Moderne verpflichtet: Komposition und Farbe stehen im Zentrum. Zunehmend entwickelte er eine expressive bis an die Abstraktion gehende Formensprache. Ab den 1950er Jahren wurde er durch seine Kunst am Bau bekannt: Fresken, Sgraffiti, Glasfenster. Für das 1953 wieder errichteten Crailsheimer Rathaus schuf Schober mehrere Wandbilder. Sie sind der Ausgangspunkt für diese Ausstellung, die nicht nur seine Ölgemälde zeigt, sondern auch Zeichnungen, Farbkreiden und Aquarelle sowie virtuell öffentliche Werke. Die Künstlerin Marleen Pennings, die Grafikerin Christina Scheurer und die Museumsleiterin Friederike Lindner stellen jeweils eines ihrer Lieblingswerke in der Ausstellung vor. | Friederike Lindner: Betonglasfenster, 1960er Jahre | YouTube
Zu Besuch im Stadtmuseum Crailsheim: Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“ | VHS Crailsheim | Das Stadtmuseum Crailsheim zeigt bis zum 26. September 2021 die Sonderausstellung „Peter Jakob Schober. Tradition und Moderne“. In der Werkschau sind über 60 Arbeiten des vielseitigen Künstlers zu sehen. Peter Jakob Schober (1897-1983) ist in seiner Kunst der klassischen Moderne verpflichtet: Komposition und Farbe stehen im Zentrum. Zunehmend entwickelte er eine expressive bis an die Abstraktion gehende Formensprache. Ab den 1950er Jahren wurde er durch seine Kunst am Bau bekannt: Fresken, Sgraffiti, Glasfenster. Für das 1953 wieder errichteten Crailsheimer Rathaus schuf Schober mehrere Wandbilder. Sie sind der Ausgangspunkt für diese Ausstellung, die nicht nur seine Ölgemälde zeigt, sondern auch Zeichnungen, Farbkreiden und Aquarelle sowie virtuell öffentliche Werke. Die Künstlerin Marleen Pennings, die Grafikerin Christina Scheurer und die Museumsleiterin Friederike Lindner stellen jeweils eines ihrer Lieblingswerke in der Ausstellung vor. | Christina Scheurer: Dorfplatz, 1975, Aquatinta | YouTube
BIOGRAFIE PETER JAKOB SCHOBER
Geburtsjahr: 13. Dezember 1897
Geburtsort: Gschwend, Deutschland
Todesjahr: 22. Juli 1983
Sterbeort: Bad Bleiberg, Österreich [1, 2, 3]
Als jüngstes von elf Kindern wuchs Schober in Württemberg auf. Nach einem frühen Lehrerseminar in Backnang (1911) und Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg (1916–1918) arbeitete er kurzzeitig als Gymnasiallehrer in Calw. Zwischen 1929 und 1932 lebte er in Paris. Im Zweiten Weltkrieg wurde er ab 1939 als Kriegsberichterstatter (u. a. an der Ostfront) eingesetzt. Ab 1937 wirkte er durchgehend als freischaffender Künstler in Süddeutschland.
AUSBILDUNG PETER JAKOB SCHOBER
1911–1914: Lehrerseminar Backnang
1922–1929: Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart unter anderem bei den Professoren Alexander Eckener, Christian Landenberger und Heinrich Altherr.
1929–1932: Studienaufenthalt in Paris; intensives Studium der französischen Impressionisten und prägender Einfluss durch das Werk von Paul Cézanne.
LEHRTÄTIGKEIT PETER JAKOB SCHOBER
1919: Tätigkeit als Gymnasiallehrer (Zeichnen und Turnen) in Calw.
1932 – 1936 + 1938: Lehrauftrag für Radierung (Hilfslehrer) an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Eine Berufung als Nachfolger von Anton Kolig an der Stuttgarter Akademie wurde 1943 aus politischen Gründen im Nationalsozialismus abgelehnt.
MITGLIEDSCHAFTEN PETER JAKOB SCHOBER
Stuttgarter Sezession: Mitglied und maßgeblicher Akteur beim Wiederaufbau nach dem Krieg. Von 1954 bis 1968 Erster Vorsitzender der Künstlervereinigung.
Deutscher Künstlerbund: Mitglied und regelmäßiger Aussteller bei den Bundesschauen.
AUSZEICHNUNGEN PETER JAKOB SCHOBER
1967: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse für seine Verdienste um die Kunstlandschaft im deutschen Südwesten.
1973: Verleihung des Ehrentitels Professor durch das Land Baden-Württemberg.
SAMMLUNGEN PETER JAKOB SCHOBER
Kunstmuseum Stuttgart (umfangreiche Grafiken und Zeichnungen, u. a. Kriegsskizzen)
Aesculapium Tuttlingen (Permanente Dauerausstellung und Sammlung)
Stadtmuseum Crailsheim
Hermann-Hesse-Museum Calw
AUSSTELLUNGEN PETER JAKOB SCHOBER
EINZELAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
1942: Stuttgart, Kunsthaus Schaller
1957: Galerie Valentien, Stuttgart zum 60. Geburtstag
2020/2021: »Virtuose der Landschaft, Poet der Farbe«, Große Retrospektive im Stadtmuseum Crailsheim
Permanente Dauerausstellung im Aesculapium Tuttlingen
AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN AUSWAHL
1925, 1926, 1929: Jahresausstellungen der Stuttgarter Sezession
1930: Deutscher Künstlerbund Dresden & Düsseldorf
1931: Glaspalast München (Hier verbrannten alle seine dort ausgestellten Werke beim verheerenden Brand)
1947: Erste gemeinsame Nachkriegsausstellung der neu gegründeten Stuttgarter Sezession
PROJEKTE PETER JAKOB SCHOBER
Schobers „Projekte“ konzentrierten sich vor allem auf die Kunst am Bau im Zuge des Wiederaufbaus in den 1950er-Jahren:
Rathaus Crailsheim (ab 1953): Realisierung von drei monumentalen Wandbildern (ein Fresko zur Crailsheimer Chronik, ein Sgraffito zu Zerstörung/Wiederaufbau, ein Fresko zum Markt- und Handelsort).
Öffentliche Bauprojekte: Zahlreiche Glasfenster, Mosaike und Fassaden-Sgraffiti an Schulen, Verwaltungsgebäuden und Kirchen in Baden-Württemberg.
WERKBESCHREIBUNG PETER JAKOB SCHOBER
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Malerei: Öl- und Temperagemälde auf Leinwand und Karton, Aquarelle.
Grafik: Federzeichnungen, Kreidezeichnungen, Radierungen sowie Buchillustrationen u. a. für Kinderbücher und Fibeln
Monumentalkunst: Fresken, Sgraffiti, Glasmalerei und Mosaikarbeiten im öffentlichen Raum.
STIL
Schober gilt als markanter Vertreter des Expressiven Realismus (oft auch der Verschollenen Generation zugerechnet). Seine Bildsprache bewegt sich an der Schnittstelle von klassischer Moderne, Abstraktion, Konkretismus und Tachismus. Er löste die Motive zunehmend aus der rein akademischen Gegenständlichkeit und betonte autonome Farbflächen.
THEMEN | MOTIVE
Kulturlandschaften: Weinberge (Remstal), Neckarlandschaften, Albdörfer.
Witterung & Naturphänomene: Besonders ausgeprägt sind seine Winterlandschaften, Schneeschmelzen und Hafenmotive.
Kriegsdokumentation: Figürliche Chroniken und erschütternde Federzeichnungen aus seiner Zeit als Kriegsberichterstatter.
Mensch & Raum: Porträts der zeitgenössischen Prominenz.
Monumentale Alltagsszenen (Handel, Ernte) an öffentlichen Fassaden.
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Komposition und Farbe stehen im Zentrum. Die sichtbare Wirklichkeit ist ihm stets der notwendige Impuls, den er in eine expressive, bis an die Abstraktion gehende Formensprache übersetzt.
Die Farbe als Raumgestalter: Schobers Arbeiten zeichnen sich durch ein hochsensibles, oft kontrastreiches Kolorit aus. Die Farbe ordnet sich nicht der Zeichnung unter, sondern generiert die Bildtiefe eigenständig („Poet der Farbe“).
Tektonischer Bildaufbau: Beeinflusst von Cézanne bricht er organische Formen (Häuser, Hügel, Bäume) in geometrisierende, fast kubistische Segmente auf, ohne den Bezug zur Realität vollständig zu kappen.
Kombination aus Dynamik und Schwere: Seine Spätwerke (wie winterliche Landschaften) zeigen einen pastosen, energischen Farbauftrag von rauer, expressiver Qualität.
STICHWORTE PETER JAKOB SCHOBER
Expressiver Realismus, Stuttgarter Sezession, Kunst am Bau, Cézannismus, Klassische Moderne, Sgraffito, Remstal, Winterlandschaften, Wandmalerei, Nachkriegsmoderne, Süddeutschland