GCB Kunstlexikon
FELIX SCHRAMM
VIDEOS FELIX SCHRAMM
Künstlerinterview: Felix Schramm | KunstmuseumStuttgart | YouTube
BIOGRAFIE FELIX SCHRAMM
Felix Schramm (* 1970 in Hamburg) ist ein zeitgenössischer deutscher Bildhauer, der für seine monumentalen, raumgreifenden Installationen bekannt ist. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.
AUSBILDUNG FELIX SCHRAMM
Felix Schramm studierte an der Accademia di Belle Arti in Florenz und an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er 1997 Meisterschüler von Jannis Kounellis war.
AUSZEICHNUNGEN FELIX SCHRAMM
Stiftung Kunstfonds (2025): Diese Auszeichnung ist mit einer Einzelausstellung im Kunstmuseum Bonn verbunden, die bis zum 22. März 2026 verlängert wurde.
Fischer-Preis (2013): Auszeichnung für seine besonderen künstlerischen Leistungen.
Stipendium der Villa Massimo (2008): Eines der renommiertesten Stipendien für deutsche Künstler in Rom (Deutsche Akademie Rom).
Piepenbrock Förderpreis für Skulptur (2006): Anerkennung für seine innovativen raumgreifenden Arbeiten.
DAAD-Stipendium (2002/2003): Einjähriger Studienaufenthalt in Tokio, Japan.
Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds (2001): Frühe Förderung durch die in Bonn ansässige Stiftung.
Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt Düsseldorf (2001): Lokale Auszeichnung an seinem Wirkungsort.
SAMMLUNGEN FELIX SCHRAMM
San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA)
Berkeley Art Museum & Pacific Film Archive (USA) Bundeskunstsammlung (Berlin)
Kunstmuseum Bonn
Museum Kunstpalast (Düsseldorf)
Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin (im Rahmen der Schenkung Paul Maenz & Gerd de Vries)
Kunstsammlung des Landes NRW (Kornelimünster, Aachen)
Hort Collection, Sammlung Jill und Peter Krauss, New York, USA
Sammlung Philara (Düsseldorf)
LVM Kunstsammlung (Münster)
Sammlung Peters-Messer (Viersen)
CCA Collection (Andratx, Spanien)
Collection Teixeira de Freitas.
AUSSTELLUNGEN FELIX SCHRAMM
Wichtige Einzelausstellungen (Auswahl)
Schramms Arbeiten wurden in weltweit führenden Institutionen für zeitgenössische Kunst gezeigt:
2024: Interferences, Fondazione Luca & Katia Tomassini (Italien).
2023: The Shadow Of The Future, Werkschau LVM Münster.
2018: Changes, Kienzle Art Foundation, Berlin.
2016: Duo, Fondazione Volume!, Rom.
2014: Solos, Kunsthaus Baselland, Basel.
2009: Savage Salvage, Palais de Tokyo, Paris.
2007: New Work: Felix Schramm, San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA).
2006: Soft Corrosion, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin.
Bedeutende Gruppenausstellungen
Er nahm an zahlreichen internationalen Ausstellungen teil, die sich mit moderner Skulptur und Architektur beschäftigen:
2010: Merz World: Yona Friedman and Tomas Saraceno, Cabaret Voltaire, Zürich.
2007: Umbau/Modifikation, Neue Kunsthalle St. Gallen.
2007: SkulpturSkulptur, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr.
WERKBESCHREIBUNG FELIX SCHRAMM
Schramm beschäftigt sich intensiv mit dem Verhältnis von Raum, Körper und Architektur. Seine Arbeiten zeichnen sich durch die Kombination von Konstruktion und Destruktion aus.
Materialien: Er nutzt industrielle Werkstoffe wie Rigipsplatten, Holz, Stahl und Farbe sowie Fundstücke und Staub.
Technik: In seinen „Spatial Intersections“ lässt er Wände und Skulpturen scheinbar miteinander kollidieren, wodurch Brüche und Durchdringungen entstehen, die die gewohnte Wahrnehmung des Raumes destabilisieren.
Multilayer: Eine Serie seiner Arbeiten besteht aus geschichtetem, gerissenem Fotomaterial, das eine neue „Kartografie des Raumes“ erschafft.
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Das Werk von Felix Schramm zeichnet sich durch eine radikale Auseinandersetzung mit Raum, Körper und Architektur aus. Seine künstlerische Strategie ist eine untrennbare Verbindung von Konstruktion und Dekonstruktion.
ZENTRALE MERKMALE
Dualität von Aufbau und Abbau: Schramm baut komplexe Strukturen auf, um sie anschließend durch Brüche, Risse oder Verformungen zu destabilisieren. Diese „Zerlegung“ ist für ihn essenziell, um neue Kompositionen und Raumbezüge zu schaffen.
Destabilisierung der Wahrnehmung: Seine Installationen brechen mit gewohnten Sichtachsen und Proportionen. Räume werden oft so durchdrungen, dass die Grenze zwischen dem Kunstobjekt und der umgebenden Architektur (Wände, Decken) verschwimmt.
Materialästhetik: Er verwendet eine Mischung aus industriellen Werkstoffen (Rigipsplatten, Stahl, Holz, Glas) und prozesshaften Elementen wie Staub, Abfall oder Fragmenten.
Bezug zur Natur: Trotz der architektonischen Anmutung vergleicht Schramm seine Arbeiten oft mit Erosionsprozessen in der Natur; Vorbilder wie Robert Smithson (Land Art) beeinflussen seine skulpturale Fragestellung.
WERKGRUPPEN
Sein Œuvre lässt sich in vier konzeptionelle Serien unterteilen:
Spatial Intersections: Monumentale Raumverschneidungen, bei denen Wandelemente scheinbar ineinander krachen oder aus dem Boden hervorbrechen.
Multilayer: Zweidimensionale Arbeiten, bei denen handzerrissene Fotografien von realisierten Rauminterventionen in Schichten neu übereinandergelegt werden. So entsteht eine neue „Kartografie des Raumes“ mit eigener Tiefenwirkung.
Accumulation: Skulpturen, die aus einer Verdichtung und Anhäufung von Materialfragmenten bestehen.
Dark Site: Arbeiten, die sich mit umschlossenen, oft dunklen oder unzugänglichen Raumvolumina beschäftigen.
Schramms Werk wird oft als „Architektur-Skulptur“ oder „Spatial Intervention“ definiert. Es ist eine Kunst, die nicht nur im Raum steht, sondern den Raum selbst als Material nutzt und dessen Ordnung durch kalkulierte Zerstörung neu ordnet.
ZITATE FELIX SCHRAMM
Aussagen von Felix Schramm verdeutlichen sein Verständnis von Skulptur als ein Medium, das untrennbar mit seiner Umgebung verwoben ist und durch bewusste Brüche neue Perspektiven schafft:
Zum Verhältnis von Skulptur und Raum: „Als ich Student war, begann ich mit Skulpturen zu arbeiten – und ich begann zu verstehen, dass eine Skulptur immer in Beziehung zum Raum um sie herum existiert.“
Über seine monumentalen Installationen (Spatial Intersections):„Ich entwickle die Form direkt im Raum. Dabei versuche ich mir immer vorzustellen, wie sich der Betrachter dem Raum nähern wird. Das Licht, die Form und die Proportionen der Umgebung beeinflussen meine Entscheidungen beim Bau der Skulptur.“
Zur Rolle physischer Grenzen: „Verschiedene Räume geben mir immer neue Optionen. Ohne Raum wäre es unmöglich, eine Intersection zu bauen. Aus diesem Grund fühle ich mich durch keinen physischen Raum eingeschränkt.“
Zum künstlerischen Prozess der Dekonstruktion:
Für Schramm ist die „Zersetzung“ (decomposition) kein rein destruktiver Akt, sondern ein „integraler Bestandteil der Schaffung einer neuen Komposition“. Seine Werke zielen darauf ab, „etablierte Ordnungen zu untergraben“, um „neue räumliche Beziehungen und zeitliche Verflechtungen“ zu erzeugen.
FELIX SCHRAMM
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Künstlerinterview: Felix Schramm | KunstmuseumStuttgart | YouTube
BIOGRAFIE FELIX SCHRAMM
Felix Schramm (* 1970 in Hamburg) ist ein zeitgenössischer deutscher Bildhauer, der für seine monumentalen, raumgreifenden Installationen bekannt ist. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.
AUSBILDUNG FELIX SCHRAMM
Felix Schramm studierte an der Accademia di Belle Arti in Florenz und an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er 1997 Meisterschüler von Jannis Kounellis war.
AUSZEICHNUNGEN FELIX SCHRAMM
Stiftung Kunstfonds (2025): Diese Auszeichnung ist mit einer Einzelausstellung im Kunstmuseum Bonn verbunden, die bis zum 22. März 2026 verlängert wurde.
Fischer-Preis (2013): Auszeichnung für seine besonderen künstlerischen Leistungen.
Stipendium der Villa Massimo (2008): Eines der renommiertesten Stipendien für deutsche Künstler in Rom (Deutsche Akademie Rom).
Piepenbrock Förderpreis für Skulptur (2006): Anerkennung für seine innovativen raumgreifenden Arbeiten.
DAAD-Stipendium (2002/2003): Einjähriger Studienaufenthalt in Tokio, Japan.
Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds (2001): Frühe Förderung durch die in Bonn ansässige Stiftung.
Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt Düsseldorf (2001): Lokale Auszeichnung an seinem Wirkungsort.
SAMMLUNGEN FELIX SCHRAMM
San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA)
Berkeley Art Museum & Pacific Film Archive (USA) Bundeskunstsammlung (Berlin)
Kunstmuseum Bonn
Museum Kunstpalast (Düsseldorf)
Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin (im Rahmen der Schenkung Paul Maenz & Gerd de Vries)
Kunstsammlung des Landes NRW (Kornelimünster, Aachen)
Hort Collection, Sammlung Jill und Peter Krauss, New York, USA
Sammlung Philara (Düsseldorf)
LVM Kunstsammlung (Münster)
Sammlung Peters-Messer (Viersen)
CCA Collection (Andratx, Spanien)
Collection Teixeira de Freitas.
AUSSTELLUNGEN FELIX SCHRAMM
Wichtige Einzelausstellungen (Auswahl)
Schramms Arbeiten wurden in weltweit führenden Institutionen für zeitgenössische Kunst gezeigt:
2024: Interferences, Fondazione Luca & Katia Tomassini (Italien).
2023: The Shadow Of The Future, Werkschau LVM Münster.
2018: Changes, Kienzle Art Foundation, Berlin.
2016: Duo, Fondazione Volume!, Rom.
2014: Solos, Kunsthaus Baselland, Basel.
2009: Savage Salvage, Palais de Tokyo, Paris.
2007: New Work: Felix Schramm, San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA).
2006: Soft Corrosion, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin.
Bedeutende Gruppenausstellungen
Er nahm an zahlreichen internationalen Ausstellungen teil, die sich mit moderner Skulptur und Architektur beschäftigen:
2010: Merz World: Yona Friedman and Tomas Saraceno, Cabaret Voltaire, Zürich.
2007: Umbau/Modifikation, Neue Kunsthalle St. Gallen.
2007: SkulpturSkulptur, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr.
WERKBESCHREIBUNG FELIX SCHRAMM
Schramm beschäftigt sich intensiv mit dem Verhältnis von Raum, Körper und Architektur. Seine Arbeiten zeichnen sich durch die Kombination von Konstruktion und Destruktion aus.
Materialien: Er nutzt industrielle Werkstoffe wie Rigipsplatten, Holz, Stahl und Farbe sowie Fundstücke und Staub.
Technik: In seinen „Spatial Intersections“ lässt er Wände und Skulpturen scheinbar miteinander kollidieren, wodurch Brüche und Durchdringungen entstehen, die die gewohnte Wahrnehmung des Raumes destabilisieren.
Multilayer: Eine Serie seiner Arbeiten besteht aus geschichtetem, gerissenem Fotomaterial, das eine neue „Kartografie des Raumes“ erschafft.
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Das Werk von Felix Schramm zeichnet sich durch eine radikale Auseinandersetzung mit Raum, Körper und Architektur aus. Seine künstlerische Strategie ist eine untrennbare Verbindung von Konstruktion und Dekonstruktion.
ZENTRALE MERKMALE
Dualität von Aufbau und Abbau: Schramm baut komplexe Strukturen auf, um sie anschließend durch Brüche, Risse oder Verformungen zu destabilisieren. Diese „Zerlegung“ ist für ihn essenziell, um neue Kompositionen und Raumbezüge zu schaffen.
Destabilisierung der Wahrnehmung: Seine Installationen brechen mit gewohnten Sichtachsen und Proportionen. Räume werden oft so durchdrungen, dass die Grenze zwischen dem Kunstobjekt und der umgebenden Architektur (Wände, Decken) verschwimmt.
Materialästhetik: Er verwendet eine Mischung aus industriellen Werkstoffen (Rigipsplatten, Stahl, Holz, Glas) und prozesshaften Elementen wie Staub, Abfall oder Fragmenten.
Bezug zur Natur: Trotz der architektonischen Anmutung vergleicht Schramm seine Arbeiten oft mit Erosionsprozessen in der Natur; Vorbilder wie Robert Smithson (Land Art) beeinflussen seine skulpturale Fragestellung.
WERKGRUPPEN
Sein Œuvre lässt sich in vier konzeptionelle Serien unterteilen:
Spatial Intersections: Monumentale Raumverschneidungen, bei denen Wandelemente scheinbar ineinander krachen oder aus dem Boden hervorbrechen.
Multilayer: Zweidimensionale Arbeiten, bei denen handzerrissene Fotografien von realisierten Rauminterventionen in Schichten neu übereinandergelegt werden. So entsteht eine neue „Kartografie des Raumes“ mit eigener Tiefenwirkung.
Accumulation: Skulpturen, die aus einer Verdichtung und Anhäufung von Materialfragmenten bestehen.
Dark Site: Arbeiten, die sich mit umschlossenen, oft dunklen oder unzugänglichen Raumvolumina beschäftigen.
Schramms Werk wird oft als „Architektur-Skulptur“ oder „Spatial Intervention“ definiert. Es ist eine Kunst, die nicht nur im Raum steht, sondern den Raum selbst als Material nutzt und dessen Ordnung durch kalkulierte Zerstörung neu ordnet.
ZITATE FELIX SCHRAMM
Aussagen von Felix Schramm verdeutlichen sein Verständnis von Skulptur als ein Medium, das untrennbar mit seiner Umgebung verwoben ist und durch bewusste Brüche neue Perspektiven schafft:
Zum Verhältnis von Skulptur und Raum: „Als ich Student war, begann ich mit Skulpturen zu arbeiten – und ich begann zu verstehen, dass eine Skulptur immer in Beziehung zum Raum um sie herum existiert.“
Über seine monumentalen Installationen (Spatial Intersections):„Ich entwickle die Form direkt im Raum. Dabei versuche ich mir immer vorzustellen, wie sich der Betrachter dem Raum nähern wird. Das Licht, die Form und die Proportionen der Umgebung beeinflussen meine Entscheidungen beim Bau der Skulptur.“
Zur Rolle physischer Grenzen: „Verschiedene Räume geben mir immer neue Optionen. Ohne Raum wäre es unmöglich, eine Intersection zu bauen. Aus diesem Grund fühle ich mich durch keinen physischen Raum eingeschränkt.“
Zum künstlerischen Prozess der Dekonstruktion:
Für Schramm ist die „Zersetzung“ (decomposition) kein rein destruktiver Akt, sondern ein „integraler Bestandteil der Schaffung einer neuen Komposition“. Seine Werke zielen darauf ab, „etablierte Ordnungen zu untergraben“, um „neue räumliche Beziehungen und zeitliche Verflechtungen“ zu erzeugen.
FELIX SCHRAMM
VIDEOS FELIX SCHRAMM
Künstlerinterview: Felix Schramm | KunstmuseumStuttgart | YouTube
BIOGRAFIE FELIX SCHRAMM
Felix Schramm (* 1970 in Hamburg) ist ein zeitgenössischer deutscher Bildhauer, der für seine monumentalen, raumgreifenden Installationen bekannt ist. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.
AUSBILDUNG FELIX SCHRAMM
Felix Schramm studierte an der Accademia di Belle Arti in Florenz und an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er 1997 Meisterschüler von Jannis Kounellis war.
AUSZEICHNUNGEN FELIX SCHRAMM
Stiftung Kunstfonds (2025): Diese Auszeichnung ist mit einer Einzelausstellung im Kunstmuseum Bonn verbunden, die bis zum 22. März 2026 verlängert wurde.
Fischer-Preis (2013): Auszeichnung für seine besonderen künstlerischen Leistungen.
Stipendium der Villa Massimo (2008): Eines der renommiertesten Stipendien für deutsche Künstler in Rom (Deutsche Akademie Rom).
Piepenbrock Förderpreis für Skulptur (2006): Anerkennung für seine innovativen raumgreifenden Arbeiten.
DAAD-Stipendium (2002/2003): Einjähriger Studienaufenthalt in Tokio, Japan.
Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds (2001): Frühe Förderung durch die in Bonn ansässige Stiftung.
Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt Düsseldorf (2001): Lokale Auszeichnung an seinem Wirkungsort.
SAMMLUNGEN FELIX SCHRAMM
San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA)
Berkeley Art Museum & Pacific Film Archive (USA) Bundeskunstsammlung (Berlin)
Kunstmuseum Bonn
Museum Kunstpalast (Düsseldorf)
Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin (im Rahmen der Schenkung Paul Maenz & Gerd de Vries)
Kunstsammlung des Landes NRW (Kornelimünster, Aachen)
Hort Collection, Sammlung Jill und Peter Krauss, New York, USA
Sammlung Philara (Düsseldorf)
LVM Kunstsammlung (Münster)
Sammlung Peters-Messer (Viersen)
CCA Collection (Andratx, Spanien)
Collection Teixeira de Freitas.
AUSSTELLUNGEN FELIX SCHRAMM
Wichtige Einzelausstellungen (Auswahl)
Schramms Arbeiten wurden in weltweit führenden Institutionen für zeitgenössische Kunst gezeigt:
2024: Interferences, Fondazione Luca & Katia Tomassini (Italien).
2023: The Shadow Of The Future, Werkschau LVM Münster.
2018: Changes, Kienzle Art Foundation, Berlin.
2016: Duo, Fondazione Volume!, Rom.
2014: Solos, Kunsthaus Baselland, Basel.
2009: Savage Salvage, Palais de Tokyo, Paris.
2007: New Work: Felix Schramm, San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA).
2006: Soft Corrosion, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin.
Bedeutende Gruppenausstellungen
Er nahm an zahlreichen internationalen Ausstellungen teil, die sich mit moderner Skulptur und Architektur beschäftigen:
2010: Merz World: Yona Friedman and Tomas Saraceno, Cabaret Voltaire, Zürich.
2007: Umbau/Modifikation, Neue Kunsthalle St. Gallen.
2007: SkulpturSkulptur, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr.
WERKBESCHREIBUNG FELIX SCHRAMM
Schramm beschäftigt sich intensiv mit dem Verhältnis von Raum, Körper und Architektur. Seine Arbeiten zeichnen sich durch die Kombination von Konstruktion und Destruktion aus.
Materialien: Er nutzt industrielle Werkstoffe wie Rigipsplatten, Holz, Stahl und Farbe sowie Fundstücke und Staub.
Technik: In seinen „Spatial Intersections“ lässt er Wände und Skulpturen scheinbar miteinander kollidieren, wodurch Brüche und Durchdringungen entstehen, die die gewohnte Wahrnehmung des Raumes destabilisieren.
Multilayer: Eine Serie seiner Arbeiten besteht aus geschichtetem, gerissenem Fotomaterial, das eine neue „Kartografie des Raumes“ erschafft.
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Das Werk von Felix Schramm zeichnet sich durch eine radikale Auseinandersetzung mit Raum, Körper und Architektur aus. Seine künstlerische Strategie ist eine untrennbare Verbindung von Konstruktion und Dekonstruktion.
ZENTRALE MERKMALE
Dualität von Aufbau und Abbau: Schramm baut komplexe Strukturen auf, um sie anschließend durch Brüche, Risse oder Verformungen zu destabilisieren. Diese „Zerlegung“ ist für ihn essenziell, um neue Kompositionen und Raumbezüge zu schaffen.
Destabilisierung der Wahrnehmung: Seine Installationen brechen mit gewohnten Sichtachsen und Proportionen. Räume werden oft so durchdrungen, dass die Grenze zwischen dem Kunstobjekt und der umgebenden Architektur (Wände, Decken) verschwimmt.
Materialästhetik: Er verwendet eine Mischung aus industriellen Werkstoffen (Rigipsplatten, Stahl, Holz, Glas) und prozesshaften Elementen wie Staub, Abfall oder Fragmenten.
Bezug zur Natur: Trotz der architektonischen Anmutung vergleicht Schramm seine Arbeiten oft mit Erosionsprozessen in der Natur; Vorbilder wie Robert Smithson (Land Art) beeinflussen seine skulpturale Fragestellung.
WERKGRUPPEN
Sein Œuvre lässt sich in vier konzeptionelle Serien unterteilen:
Spatial Intersections: Monumentale Raumverschneidungen, bei denen Wandelemente scheinbar ineinander krachen oder aus dem Boden hervorbrechen.
Multilayer: Zweidimensionale Arbeiten, bei denen handzerrissene Fotografien von realisierten Rauminterventionen in Schichten neu übereinandergelegt werden. So entsteht eine neue „Kartografie des Raumes“ mit eigener Tiefenwirkung.
Accumulation: Skulpturen, die aus einer Verdichtung und Anhäufung von Materialfragmenten bestehen.
Dark Site: Arbeiten, die sich mit umschlossenen, oft dunklen oder unzugänglichen Raumvolumina beschäftigen.
Schramms Werk wird oft als „Architektur-Skulptur“ oder „Spatial Intervention“ definiert. Es ist eine Kunst, die nicht nur im Raum steht, sondern den Raum selbst als Material nutzt und dessen Ordnung durch kalkulierte Zerstörung neu ordnet.
ZITATE FELIX SCHRAMM
Aussagen von Felix Schramm verdeutlichen sein Verständnis von Skulptur als ein Medium, das untrennbar mit seiner Umgebung verwoben ist und durch bewusste Brüche neue Perspektiven schafft:
Zum Verhältnis von Skulptur und Raum: „Als ich Student war, begann ich mit Skulpturen zu arbeiten – und ich begann zu verstehen, dass eine Skulptur immer in Beziehung zum Raum um sie herum existiert.“
Über seine monumentalen Installationen (Spatial Intersections):„Ich entwickle die Form direkt im Raum. Dabei versuche ich mir immer vorzustellen, wie sich der Betrachter dem Raum nähern wird. Das Licht, die Form und die Proportionen der Umgebung beeinflussen meine Entscheidungen beim Bau der Skulptur.“
Zur Rolle physischer Grenzen: „Verschiedene Räume geben mir immer neue Optionen. Ohne Raum wäre es unmöglich, eine Intersection zu bauen. Aus diesem Grund fühle ich mich durch keinen physischen Raum eingeschränkt.“
Zum künstlerischen Prozess der Dekonstruktion:
Für Schramm ist die „Zersetzung“ (decomposition) kein rein destruktiver Akt, sondern ein „integraler Bestandteil der Schaffung einer neuen Komposition“. Seine Werke zielen darauf ab, „etablierte Ordnungen zu untergraben“, um „neue räumliche Beziehungen und zeitliche Verflechtungen“ zu erzeugen.