GCB Kunstlexikon
ANGELIKA SUMMA
VIDEO ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa – die Metallbildhauerin | Gert Michel | YouTube
BIOGRAFIE ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa (geboren 1952 in Bayreuth) ist eine deutsche Metallbildhauerin, die für ihre komplexen Drahtskulpturen und die Anwendung textiler Techniken auf industrielle Metalle bekannt ist.
AUSBILDUNG ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa hat keinen klassischen akademischen Werdegang an einer Kunstakademie absolviert, sondern sich als Autodidaktin zur Metallbildhauerin entwickelt. Ihr formaler Bildungsweg ist geisteswissenschaftlich geprägt:
Abitur: 1972–1976 über den zweiten Bildungsweg am Abendgymnasium.
Studium: 1981–1991 Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Germanistik an der Universität Würzburg.
Abschluss: Magister Artium (M.A.).
Künstlerische Spezialisierung: Die technischen Fertigkeiten in der Metallverarbeitung sowie die Anwendung textiler Techniken auf Draht und Stahl eignete sie sich eigenständig an.
LEHRTÄTIGKEIT ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa war primär zwischen 2008 und 2011 in der akademischen Lehre tätig.
Institution: Universität Würzburg (Julius-Maximilians-Universität), Institut für Pädagogik, Fachbereich Kunstpädagogik.
Fachbereich: Sie hielt eine Dozentur für den Bereich Skulptur und Metall.
MITGLIEDSCHAFTEN ANGELIKA SUMMA
BBK Unterfranken: Sie ist langjähriges Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Unterfranken mit Sitz in Würzburg.
Sculpture Network: Summa ist Teil von sculpture-network.org, einer europäischen Plattform für dreidimensionale Kunst, über die sie regelmäßig an Veranstaltungen und Ausstellungen teilnimmt.
Ateliergemeinschaft: Sie gehört der Künstlergruppe des Ateliers Malerfürstentum Neu-Wredanien in Würzburg an.
AUSZEICHNUNGEN UND PREISE ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa wurde für ihr bildhauerisches Werk mit zahlreichen renommierten Preisen und Stipendien ausgezeichnet:
Wichtige Kunst- und Kulturpreise
Deutscher Verzinkerpreis (2017): 2. Preis in der Kategorie Metallgestaltung für ihr Werk „Structangle II“.
Kunstpreis der Stadt Ansbach (2015): 2. Preis.
Kulturpreis der Stadt Würzburg (2014): Hauptpreis für ihr künstlerisches Lebenswerk und ihre innovative Arbeit mit Metall.
PEMA-Kunstpreis (2014): Verliehen durch den Kunstverein Bayreuth.
Kulturförderpreis der Stadt Würzburg (1995): Frühe Auszeichnung für ihre vielversprechende künstlerische Entwicklung.
Stipendien und Förderungen
Paul Ernst Wilke-Atelierstipendium (2010): Arbeitsaufenthalt in Bremerhaven.
Kulturstiftung MACAY (2006): Förderung für ein Skulpturenprojekt in Mérida, Mexiko.
Atelierförderprogramm des Freistaates Bayern (1998/1999): Unterstützung ihrer freischaffenden Tätigkeit.
SAMMLUNGEN ANGELIKA SUMMA
Die Werke von Angelika Summa sind sowohl in institutionellen Sammlungen als auch dauerhaft im öffentlichen Raum präsent.
Öffentliche und institutionelle Sammlungen
Ihre Arbeiten sind in verschiedenen städtischen und privaten Sammlungen vertreten, darunter:
Museum im Kulturspeicher Würzburg: Als bedeutende lokale Künstlerin ist sie in der Städtischen Sammlung vertreten.
Stadtmuseum Rothenburg ob der Tauber: Beherbergt ebenfalls Werke der Künstlerin.
Private und Firmensammlungen: Ihre Skulpturen finden sich in Sammlungen wie denen der Badischen Stahlwerke in Kehl.
Arbeiten im öffentlichen Raum
Zahlreiche großformatige Skulpturen sind permanent an öffentlichen Orten installiert:
Würzburg: Verschiedene Objekte im Stadtgebiet, unter anderem im Umfeld ihrer Wirkungsstätte.
Oberschwappach: Die Skulptur „Hommage à Claude Monet“ im Skulpturenpark Schloss Oberschwappach (seit 2019).
Iserlohn: Das Werk „Runde Sache“ an der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf (seit 2018).
Aalen: Die Installation „Parklandschaft“ (seit 2018).
Kehl: Das Werk „Alien-Selbstbewusstsein ist ein Virus aus dem All“ bei den Badischen Stahlwerken.
Ihre Skulpturen zeichnen sich oft durch ihre monumentale Größe und Wetterbeständigkeit aus, da sie häufig aus verzinktem oder pulverbeschichtetem Stahl gefertigt sind.
AUSSTELLUNGEN ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa blickt auf eine jahrzehntelange internationale Ausstellungstätigkeit zurück. Ihre Werke wurden bereits in Ländern wie Schweden, Italien, Mexiko, China und Australien gezeigt.
Museum im Kulturspeicher Würzburg
Kunstmuseum Erlangen
Kunsthalle Gießen
Kunstverein Bayreuth
Kunstmesse Art Karlsruhe
WERKBESCHREIBUNG ANGELIKA SUMMA
Das künstlerische Werk von Angelika Summa zeichnet sich durch die Transformation harter, industrieller Materialien in organisch wirkende Formen aus.
Materialität und Technik
Summa verwendet primär industriell vorgefertigte Metalle wie Draht (in allen Stärken), Stahlbänder, Rohre, Kupfer und Eisen. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist die Anwendung textiler Verfahren auf diese widerspenstigen Materialien:
Methoden: Wickeln, Verknoten, Knüpfen, Häkeln und Flechten, ergänzt durch klassische Metallbearbeitung wie Löten und Schweißen.
Kontrast: Durch die offene, transparente Netzstruktur hebt sie die optische Schwere des Metalls auf und schafft eine Spannung zwischen der technoiden Materialglätte und den handwerklich-textilen Strukturen.
Formensprache
Die Skulpturen entwickeln sich oft aus geometrischen Grundformen wie Kreisen oder Kugeln:
Organisches Wachstum: Die Werke wirken oft wie natürlich gewuchert, pulsierend oder im Zerfall begriffen.
Systeme: Sie arbeitet mit geschlossenen und offenen Systemen, wobei die Objekte mal anschmiegsam-labil, mal aggressiv-unnahbar wirken können.
Dimensionen: Ihr Spektrum reicht von filigranen Kleinobjekten bis hin zu tonnenschweren, raumgreifenden Außenskulpturen.
Themen und Konzepte
Körperskulpturen: Eine Besonderheit sind ihre Werke, die als „tragbare Kunst“ (Körperskulpturen) konzipiert sind und oft in Performances präsentiert werden.
Ironie: Viele Arbeiten tragen ironische Titel, die in einem spannungsvollen Widerspruch zur physischen Präsenz des Objekts stehen.
Inhaltliche Tiefe: Ihre Werke thematisieren oft menschliche Befindlichkeiten wie Unvollkommenheit und Verletzlichkeit und laden den Betrachter zur Auseinandersetzung mit Ordnung und Chaos ein.
Im Kontext von Angelika Summa lässt sich das Werk als „Textile Metallbildhauerei“ zusammenfassen. Angelika Summa definiert ihre Skulpturen nicht durch das klassische Gießen oder Meißeln, sondern durch den Strukturaufbau. Sie behandelt Metall wie einen fadenförmigen Werkstoff. Das Resultat ist eine „Haut“ oder ein „Körper“ aus Metall, der durch das Ineinandergreifen unzähliger Einzelpunkte (Knoten, Schlingen) entsteht.
Der Stil von Angelika Summa lässt sich als „Synthese aus industrieller Materialität und textiler Formgebung“ beschreiben. Er ist geprägt durch den bewussten Bruch mit klassischen bildhauerischen Erwartungen.
ZENTRALE STILMERKMALE DER WERKE VON ANGELIKA SUMMA
Methodische Zweckentfremdung: Ihr charakteristischer Stil beruht darauf, starre industrielle Metalle (Draht, Stahlbänder, Rohre) mit weichen, textilen Handwerkstechniken wie Knüpfen, Häkeln, Wickeln und Flechten zu bearbeiten.
Spannung zwischen Schwere und Leichtigkeit: Trotz der Verwendung tonnenschwerer Materialien wirken ihre Skulpturen durch offene Netzstrukturen oft transparent, filigran und fast schwerelos.
Organische Abstraktion: Ihre Werke nehmen oft ihren Anfang in geometrischen Grundformen (bevorzugt Kugel oder Kreis), entwickeln sich aber zu „eigenwilligen Wucherungen“ oder Gespinsten, die an natürliche Prozesse wie Wachstum oder Zerfall erinnern.
ZITATE ANGELIKA SUMMA
Direkte Zitate von Angelika Summa sind in öffentlichen Publikationen selten, da sie ihre künstlerische Haltung vorwiegend durch ihre Werke und deren oft ironische Titel kommuniziert. Dennoch lassen sich aus ihren Projektbeschreibungen und Künstlergesprächen zentrale Aussagen über ihre Arbeit ableiten:
Zum künstlerischen Prozess und Material
In Beschreibungen ihres Schaffens betont sie oft die Entwicklung von Ordnung aus dem Chaos:
Über das Volumen: Sie beschreibt ihre Arbeit als das „Entwickeln eines plastischen Volumens“, das zwar in einer geometrischen Form beginnt, aber in einem „geschlossenen, vielleicht chaotisch wirkenden Ganzen“ mündet, bei dem Anfang und Ende ununterscheidbar werden.
Zum Materialwiderstand: Sie nutzt die „Widerspenstigkeit wie Biegsamkeit“ des Drahtes, wobei das Material den Prozess zwar begleitet, ihn aber nicht allein bestimmen darf.
Zu gesellschaftlichen Themen
Einige ihrer Werktitel und die dazugehörigen Erläuterungen fungieren als inhaltliche Statements:
„Think tank – the message is inside“: Zu dieser Skulptur (2009) merkte sie an, dass der Begriff Denkfabriken bezeichnet, die zusammenkommen, um über gesellschaftliche Probleme nachzudenken und Lösungen zu erarbeiten – eine Thematik, die sich in den komplexen Verflechtungen ihrer Drähte widerspiegelt.
Zur Kunst im öffentlichen Raum: In Interviews kritisierte sie (beispielsweise 2021), dass es in Städten wie Würzburg „viel zu wenig Skulpturen“ gebe und Kunst am Bau seit Jahrzehnten vernachlässigt werde.
Über die Wirkung ihrer Werke
In ihrer eigenen Darstellung auf ihrer Webseite beschreibt sie ihre Objekte als charakterstarke Wesen:
Sie charakterisiert ihre Gebilde als „mal labil und anschmiegsam, mal unnahbar, aggressiv und nicht selten ironisch“.
TEXTE | BIBLIOGRAPHIE ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa: „paroli“ – Drahtskulpturen 1993–1995: Katalog zur Ausstellung im Museum Kulturspeicher Würzburg
ANGELIKA SUMMA
VIDEO ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa – die Metallbildhauerin | Gert Michel | YouTube
BIOGRAFIE ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa (geboren 1952 in Bayreuth) ist eine deutsche Metallbildhauerin, die für ihre komplexen Drahtskulpturen und die Anwendung textiler Techniken auf industrielle Metalle bekannt ist.
AUSBILDUNG ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa hat keinen klassischen akademischen Werdegang an einer Kunstakademie absolviert, sondern sich als Autodidaktin zur Metallbildhauerin entwickelt. Ihr formaler Bildungsweg ist geisteswissenschaftlich geprägt:
Abitur: 1972–1976 über den zweiten Bildungsweg am Abendgymnasium.
Studium: 1981–1991 Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Germanistik an der Universität Würzburg.
Abschluss: Magister Artium (M.A.).
Künstlerische Spezialisierung: Die technischen Fertigkeiten in der Metallverarbeitung sowie die Anwendung textiler Techniken auf Draht und Stahl eignete sie sich eigenständig an.
LEHRTÄTIGKEIT ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa war primär zwischen 2008 und 2011 in der akademischen Lehre tätig.
Institution: Universität Würzburg (Julius-Maximilians-Universität), Institut für Pädagogik, Fachbereich Kunstpädagogik.
Fachbereich: Sie hielt eine Dozentur für den Bereich Skulptur und Metall.
MITGLIEDSCHAFTEN ANGELIKA SUMMA
BBK Unterfranken: Sie ist langjähriges Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Unterfranken mit Sitz in Würzburg.
Sculpture Network: Summa ist Teil von sculpture-network.org, einer europäischen Plattform für dreidimensionale Kunst, über die sie regelmäßig an Veranstaltungen und Ausstellungen teilnimmt.
Ateliergemeinschaft: Sie gehört der Künstlergruppe des Ateliers Malerfürstentum Neu-Wredanien in Würzburg an.
AUSZEICHNUNGEN UND PREISE ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa wurde für ihr bildhauerisches Werk mit zahlreichen renommierten Preisen und Stipendien ausgezeichnet:
Wichtige Kunst- und Kulturpreise
Deutscher Verzinkerpreis (2017): 2. Preis in der Kategorie Metallgestaltung für ihr Werk „Structangle II“.
Kunstpreis der Stadt Ansbach (2015): 2. Preis.
Kulturpreis der Stadt Würzburg (2014): Hauptpreis für ihr künstlerisches Lebenswerk und ihre innovative Arbeit mit Metall.
PEMA-Kunstpreis (2014): Verliehen durch den Kunstverein Bayreuth.
Kulturförderpreis der Stadt Würzburg (1995): Frühe Auszeichnung für ihre vielversprechende künstlerische Entwicklung.
Stipendien und Förderungen
Paul Ernst Wilke-Atelierstipendium (2010): Arbeitsaufenthalt in Bremerhaven.
Kulturstiftung MACAY (2006): Förderung für ein Skulpturenprojekt in Mérida, Mexiko.
Atelierförderprogramm des Freistaates Bayern (1998/1999): Unterstützung ihrer freischaffenden Tätigkeit.
SAMMLUNGEN ANGELIKA SUMMA
Die Werke von Angelika Summa sind sowohl in institutionellen Sammlungen als auch dauerhaft im öffentlichen Raum präsent.
Öffentliche und institutionelle Sammlungen
Ihre Arbeiten sind in verschiedenen städtischen und privaten Sammlungen vertreten, darunter:
Museum im Kulturspeicher Würzburg: Als bedeutende lokale Künstlerin ist sie in der Städtischen Sammlung vertreten.
Stadtmuseum Rothenburg ob der Tauber: Beherbergt ebenfalls Werke der Künstlerin.
Private und Firmensammlungen: Ihre Skulpturen finden sich in Sammlungen wie denen der Badischen Stahlwerke in Kehl.
Arbeiten im öffentlichen Raum
Zahlreiche großformatige Skulpturen sind permanent an öffentlichen Orten installiert:
Würzburg: Verschiedene Objekte im Stadtgebiet, unter anderem im Umfeld ihrer Wirkungsstätte.
Oberschwappach: Die Skulptur „Hommage à Claude Monet“ im Skulpturenpark Schloss Oberschwappach (seit 2019).
Iserlohn: Das Werk „Runde Sache“ an der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf (seit 2018).
Aalen: Die Installation „Parklandschaft“ (seit 2018).
Kehl: Das Werk „Alien-Selbstbewusstsein ist ein Virus aus dem All“ bei den Badischen Stahlwerken.
Ihre Skulpturen zeichnen sich oft durch ihre monumentale Größe und Wetterbeständigkeit aus, da sie häufig aus verzinktem oder pulverbeschichtetem Stahl gefertigt sind.
AUSSTELLUNGEN ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa blickt auf eine jahrzehntelange internationale Ausstellungstätigkeit zurück. Ihre Werke wurden bereits in Ländern wie Schweden, Italien, Mexiko, China und Australien gezeigt.
Museum im Kulturspeicher Würzburg
Kunstmuseum Erlangen
Kunsthalle Gießen
Kunstverein Bayreuth
Kunstmesse Art Karlsruhe
WERKBESCHREIBUNG ANGELIKA SUMMA
Das künstlerische Werk von Angelika Summa zeichnet sich durch die Transformation harter, industrieller Materialien in organisch wirkende Formen aus.
Materialität und Technik
Summa verwendet primär industriell vorgefertigte Metalle wie Draht (in allen Stärken), Stahlbänder, Rohre, Kupfer und Eisen. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist die Anwendung textiler Verfahren auf diese widerspenstigen Materialien:
Methoden: Wickeln, Verknoten, Knüpfen, Häkeln und Flechten, ergänzt durch klassische Metallbearbeitung wie Löten und Schweißen.
Kontrast: Durch die offene, transparente Netzstruktur hebt sie die optische Schwere des Metalls auf und schafft eine Spannung zwischen der technoiden Materialglätte und den handwerklich-textilen Strukturen.
Formensprache
Die Skulpturen entwickeln sich oft aus geometrischen Grundformen wie Kreisen oder Kugeln:
Organisches Wachstum: Die Werke wirken oft wie natürlich gewuchert, pulsierend oder im Zerfall begriffen.
Systeme: Sie arbeitet mit geschlossenen und offenen Systemen, wobei die Objekte mal anschmiegsam-labil, mal aggressiv-unnahbar wirken können.
Dimensionen: Ihr Spektrum reicht von filigranen Kleinobjekten bis hin zu tonnenschweren, raumgreifenden Außenskulpturen.
Themen und Konzepte
Körperskulpturen: Eine Besonderheit sind ihre Werke, die als „tragbare Kunst“ (Körperskulpturen) konzipiert sind und oft in Performances präsentiert werden.
Ironie: Viele Arbeiten tragen ironische Titel, die in einem spannungsvollen Widerspruch zur physischen Präsenz des Objekts stehen.
Inhaltliche Tiefe: Ihre Werke thematisieren oft menschliche Befindlichkeiten wie Unvollkommenheit und Verletzlichkeit und laden den Betrachter zur Auseinandersetzung mit Ordnung und Chaos ein.
Im Kontext von Angelika Summa lässt sich das Werk als „Textile Metallbildhauerei“ zusammenfassen. Angelika Summa definiert ihre Skulpturen nicht durch das klassische Gießen oder Meißeln, sondern durch den Strukturaufbau. Sie behandelt Metall wie einen fadenförmigen Werkstoff. Das Resultat ist eine „Haut“ oder ein „Körper“ aus Metall, der durch das Ineinandergreifen unzähliger Einzelpunkte (Knoten, Schlingen) entsteht.
Der Stil von Angelika Summa lässt sich als „Synthese aus industrieller Materialität und textiler Formgebung“ beschreiben. Er ist geprägt durch den bewussten Bruch mit klassischen bildhauerischen Erwartungen.
ZENTRALE STILMERKMALE DER WERKE VON ANGELIKA SUMMA
Methodische Zweckentfremdung: Ihr charakteristischer Stil beruht darauf, starre industrielle Metalle (Draht, Stahlbänder, Rohre) mit weichen, textilen Handwerkstechniken wie Knüpfen, Häkeln, Wickeln und Flechten zu bearbeiten.
Spannung zwischen Schwere und Leichtigkeit: Trotz der Verwendung tonnenschwerer Materialien wirken ihre Skulpturen durch offene Netzstrukturen oft transparent, filigran und fast schwerelos.
Organische Abstraktion: Ihre Werke nehmen oft ihren Anfang in geometrischen Grundformen (bevorzugt Kugel oder Kreis), entwickeln sich aber zu „eigenwilligen Wucherungen“ oder Gespinsten, die an natürliche Prozesse wie Wachstum oder Zerfall erinnern.
ZITATE ANGELIKA SUMMA
Direkte Zitate von Angelika Summa sind in öffentlichen Publikationen selten, da sie ihre künstlerische Haltung vorwiegend durch ihre Werke und deren oft ironische Titel kommuniziert. Dennoch lassen sich aus ihren Projektbeschreibungen und Künstlergesprächen zentrale Aussagen über ihre Arbeit ableiten:
Zum künstlerischen Prozess und Material
In Beschreibungen ihres Schaffens betont sie oft die Entwicklung von Ordnung aus dem Chaos:
Über das Volumen: Sie beschreibt ihre Arbeit als das „Entwickeln eines plastischen Volumens“, das zwar in einer geometrischen Form beginnt, aber in einem „geschlossenen, vielleicht chaotisch wirkenden Ganzen“ mündet, bei dem Anfang und Ende ununterscheidbar werden.
Zum Materialwiderstand: Sie nutzt die „Widerspenstigkeit wie Biegsamkeit“ des Drahtes, wobei das Material den Prozess zwar begleitet, ihn aber nicht allein bestimmen darf.
Zu gesellschaftlichen Themen
Einige ihrer Werktitel und die dazugehörigen Erläuterungen fungieren als inhaltliche Statements:
„Think tank – the message is inside“: Zu dieser Skulptur (2009) merkte sie an, dass der Begriff Denkfabriken bezeichnet, die zusammenkommen, um über gesellschaftliche Probleme nachzudenken und Lösungen zu erarbeiten – eine Thematik, die sich in den komplexen Verflechtungen ihrer Drähte widerspiegelt.
Zur Kunst im öffentlichen Raum: In Interviews kritisierte sie (beispielsweise 2021), dass es in Städten wie Würzburg „viel zu wenig Skulpturen“ gebe und Kunst am Bau seit Jahrzehnten vernachlässigt werde.
Über die Wirkung ihrer Werke
In ihrer eigenen Darstellung auf ihrer Webseite beschreibt sie ihre Objekte als charakterstarke Wesen:
Sie charakterisiert ihre Gebilde als „mal labil und anschmiegsam, mal unnahbar, aggressiv und nicht selten ironisch“.
TEXTE | BIBLIOGRAPHIE ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa: „paroli“ – Drahtskulpturen 1993–1995: Katalog zur Ausstellung im Museum Kulturspeicher Würzburg
ANGELIKA SUMMA
VIDEO ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa – die Metallbildhauerin | Gert Michel | YouTube
BIOGRAFIE ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa (geboren 1952 in Bayreuth) ist eine deutsche Metallbildhauerin, die für ihre komplexen Drahtskulpturen und die Anwendung textiler Techniken auf industrielle Metalle bekannt ist.
AUSBILDUNG ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa hat keinen klassischen akademischen Werdegang an einer Kunstakademie absolviert, sondern sich als Autodidaktin zur Metallbildhauerin entwickelt. Ihr formaler Bildungsweg ist geisteswissenschaftlich geprägt:
Abitur: 1972–1976 über den zweiten Bildungsweg am Abendgymnasium.
Studium: 1981–1991 Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Germanistik an der Universität Würzburg.
Abschluss: Magister Artium (M.A.).
Künstlerische Spezialisierung: Die technischen Fertigkeiten in der Metallverarbeitung sowie die Anwendung textiler Techniken auf Draht und Stahl eignete sie sich eigenständig an.
LEHRTÄTIGKEIT ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa war primär zwischen 2008 und 2011 in der akademischen Lehre tätig.
Institution: Universität Würzburg (Julius-Maximilians-Universität), Institut für Pädagogik, Fachbereich Kunstpädagogik.
Fachbereich: Sie hielt eine Dozentur für den Bereich Skulptur und Metall.
MITGLIEDSCHAFTEN ANGELIKA SUMMA
BBK Unterfranken: Sie ist langjähriges Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Unterfranken mit Sitz in Würzburg.
Sculpture Network: Summa ist Teil von sculpture-network.org, einer europäischen Plattform für dreidimensionale Kunst, über die sie regelmäßig an Veranstaltungen und Ausstellungen teilnimmt.
Ateliergemeinschaft: Sie gehört der Künstlergruppe des Ateliers Malerfürstentum Neu-Wredanien in Würzburg an.
AUSZEICHNUNGEN UND PREISE ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa wurde für ihr bildhauerisches Werk mit zahlreichen renommierten Preisen und Stipendien ausgezeichnet:
Wichtige Kunst- und Kulturpreise
Deutscher Verzinkerpreis (2017): 2. Preis in der Kategorie Metallgestaltung für ihr Werk „Structangle II“.
Kunstpreis der Stadt Ansbach (2015): 2. Preis.
Kulturpreis der Stadt Würzburg (2014): Hauptpreis für ihr künstlerisches Lebenswerk und ihre innovative Arbeit mit Metall.
PEMA-Kunstpreis (2014): Verliehen durch den Kunstverein Bayreuth.
Kulturförderpreis der Stadt Würzburg (1995): Frühe Auszeichnung für ihre vielversprechende künstlerische Entwicklung.
Stipendien und Förderungen
Paul Ernst Wilke-Atelierstipendium (2010): Arbeitsaufenthalt in Bremerhaven.
Kulturstiftung MACAY (2006): Förderung für ein Skulpturenprojekt in Mérida, Mexiko.
Atelierförderprogramm des Freistaates Bayern (1998/1999): Unterstützung ihrer freischaffenden Tätigkeit.
SAMMLUNGEN ANGELIKA SUMMA
Die Werke von Angelika Summa sind sowohl in institutionellen Sammlungen als auch dauerhaft im öffentlichen Raum präsent.
Öffentliche und institutionelle Sammlungen
Ihre Arbeiten sind in verschiedenen städtischen und privaten Sammlungen vertreten, darunter:
Museum im Kulturspeicher Würzburg: Als bedeutende lokale Künstlerin ist sie in der Städtischen Sammlung vertreten.
Stadtmuseum Rothenburg ob der Tauber: Beherbergt ebenfalls Werke der Künstlerin.
Private und Firmensammlungen: Ihre Skulpturen finden sich in Sammlungen wie denen der Badischen Stahlwerke in Kehl.
Arbeiten im öffentlichen Raum
Zahlreiche großformatige Skulpturen sind permanent an öffentlichen Orten installiert:
Würzburg: Verschiedene Objekte im Stadtgebiet, unter anderem im Umfeld ihrer Wirkungsstätte.
Oberschwappach: Die Skulptur „Hommage à Claude Monet“ im Skulpturenpark Schloss Oberschwappach (seit 2019).
Iserlohn: Das Werk „Runde Sache“ an der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf (seit 2018).
Aalen: Die Installation „Parklandschaft“ (seit 2018).
Kehl: Das Werk „Alien-Selbstbewusstsein ist ein Virus aus dem All“ bei den Badischen Stahlwerken.
Ihre Skulpturen zeichnen sich oft durch ihre monumentale Größe und Wetterbeständigkeit aus, da sie häufig aus verzinktem oder pulverbeschichtetem Stahl gefertigt sind.
AUSSTELLUNGEN ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa blickt auf eine jahrzehntelange internationale Ausstellungstätigkeit zurück. Ihre Werke wurden bereits in Ländern wie Schweden, Italien, Mexiko, China und Australien gezeigt.
Museum im Kulturspeicher Würzburg
Kunstmuseum Erlangen
Kunsthalle Gießen
Kunstverein Bayreuth
Kunstmesse Art Karlsruhe
WERKBESCHREIBUNG ANGELIKA SUMMA
Das künstlerische Werk von Angelika Summa zeichnet sich durch die Transformation harter, industrieller Materialien in organisch wirkende Formen aus.
Materialität und Technik
Summa verwendet primär industriell vorgefertigte Metalle wie Draht (in allen Stärken), Stahlbänder, Rohre, Kupfer und Eisen. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist die Anwendung textiler Verfahren auf diese widerspenstigen Materialien:
Methoden: Wickeln, Verknoten, Knüpfen, Häkeln und Flechten, ergänzt durch klassische Metallbearbeitung wie Löten und Schweißen.
Kontrast: Durch die offene, transparente Netzstruktur hebt sie die optische Schwere des Metalls auf und schafft eine Spannung zwischen der technoiden Materialglätte und den handwerklich-textilen Strukturen.
Formensprache
Die Skulpturen entwickeln sich oft aus geometrischen Grundformen wie Kreisen oder Kugeln:
Organisches Wachstum: Die Werke wirken oft wie natürlich gewuchert, pulsierend oder im Zerfall begriffen.
Systeme: Sie arbeitet mit geschlossenen und offenen Systemen, wobei die Objekte mal anschmiegsam-labil, mal aggressiv-unnahbar wirken können.
Dimensionen: Ihr Spektrum reicht von filigranen Kleinobjekten bis hin zu tonnenschweren, raumgreifenden Außenskulpturen.
Themen und Konzepte
Körperskulpturen: Eine Besonderheit sind ihre Werke, die als „tragbare Kunst“ (Körperskulpturen) konzipiert sind und oft in Performances präsentiert werden.
Ironie: Viele Arbeiten tragen ironische Titel, die in einem spannungsvollen Widerspruch zur physischen Präsenz des Objekts stehen.
Inhaltliche Tiefe: Ihre Werke thematisieren oft menschliche Befindlichkeiten wie Unvollkommenheit und Verletzlichkeit und laden den Betrachter zur Auseinandersetzung mit Ordnung und Chaos ein.
Im Kontext von Angelika Summa lässt sich das Werk als „Textile Metallbildhauerei“ zusammenfassen. Angelika Summa definiert ihre Skulpturen nicht durch das klassische Gießen oder Meißeln, sondern durch den Strukturaufbau. Sie behandelt Metall wie einen fadenförmigen Werkstoff. Das Resultat ist eine „Haut“ oder ein „Körper“ aus Metall, der durch das Ineinandergreifen unzähliger Einzelpunkte (Knoten, Schlingen) entsteht.
Der Stil von Angelika Summa lässt sich als „Synthese aus industrieller Materialität und textiler Formgebung“ beschreiben. Er ist geprägt durch den bewussten Bruch mit klassischen bildhauerischen Erwartungen.
ZENTRALE STILMERKMALE DER WERKE VON ANGELIKA SUMMA
Methodische Zweckentfremdung: Ihr charakteristischer Stil beruht darauf, starre industrielle Metalle (Draht, Stahlbänder, Rohre) mit weichen, textilen Handwerkstechniken wie Knüpfen, Häkeln, Wickeln und Flechten zu bearbeiten.
Spannung zwischen Schwere und Leichtigkeit: Trotz der Verwendung tonnenschwerer Materialien wirken ihre Skulpturen durch offene Netzstrukturen oft transparent, filigran und fast schwerelos.
Organische Abstraktion: Ihre Werke nehmen oft ihren Anfang in geometrischen Grundformen (bevorzugt Kugel oder Kreis), entwickeln sich aber zu „eigenwilligen Wucherungen“ oder Gespinsten, die an natürliche Prozesse wie Wachstum oder Zerfall erinnern.
ZITATE ANGELIKA SUMMA
Direkte Zitate von Angelika Summa sind in öffentlichen Publikationen selten, da sie ihre künstlerische Haltung vorwiegend durch ihre Werke und deren oft ironische Titel kommuniziert. Dennoch lassen sich aus ihren Projektbeschreibungen und Künstlergesprächen zentrale Aussagen über ihre Arbeit ableiten:
Zum künstlerischen Prozess und Material
In Beschreibungen ihres Schaffens betont sie oft die Entwicklung von Ordnung aus dem Chaos:
Über das Volumen: Sie beschreibt ihre Arbeit als das „Entwickeln eines plastischen Volumens“, das zwar in einer geometrischen Form beginnt, aber in einem „geschlossenen, vielleicht chaotisch wirkenden Ganzen“ mündet, bei dem Anfang und Ende ununterscheidbar werden.
Zum Materialwiderstand: Sie nutzt die „Widerspenstigkeit wie Biegsamkeit“ des Drahtes, wobei das Material den Prozess zwar begleitet, ihn aber nicht allein bestimmen darf.
Zu gesellschaftlichen Themen
Einige ihrer Werktitel und die dazugehörigen Erläuterungen fungieren als inhaltliche Statements:
„Think tank – the message is inside“: Zu dieser Skulptur (2009) merkte sie an, dass der Begriff Denkfabriken bezeichnet, die zusammenkommen, um über gesellschaftliche Probleme nachzudenken und Lösungen zu erarbeiten – eine Thematik, die sich in den komplexen Verflechtungen ihrer Drähte widerspiegelt.
Zur Kunst im öffentlichen Raum: In Interviews kritisierte sie (beispielsweise 2021), dass es in Städten wie Würzburg „viel zu wenig Skulpturen“ gebe und Kunst am Bau seit Jahrzehnten vernachlässigt werde.
Über die Wirkung ihrer Werke
In ihrer eigenen Darstellung auf ihrer Webseite beschreibt sie ihre Objekte als charakterstarke Wesen:
Sie charakterisiert ihre Gebilde als „mal labil und anschmiegsam, mal unnahbar, aggressiv und nicht selten ironisch“.
TEXTE | BIBLIOGRAPHIE ANGELIKA SUMMA
Angelika Summa: „paroli“ – Drahtskulpturen 1993–1995: Katalog zur Ausstellung im Museum Kulturspeicher Würzburg