GCB Kunstlexikon
NIEDERALFINGEN
IMPRESSIONEN AUS NIEDERALFINGEN

Galerie Cyprian Brenner und SüdWestGalerie Niederalfingen

Galerie Cyprian Brenner und SüdWestGalerie in Niederalfingen Ost-Nordansicht

Haupteingang der Galerie Cyprian Brenner und SüdWestGalerie in Niederalfngen
Niederalfingen ist der größte Teilort der Gemeinde Hüttlingen im Ostalbkreis in Baden-Württemberg. Der idyllische Ort liegt im Kochertal und ist vor allem für seine historische Burg, das Heimatmuseum im Vogteigebäude, das Naturerlebnisbad, das Hofcafe Dorfschmiede, die SüdWestGalerie und die Galerie Cyprian Brenner bekannt.
KUNSTWERKE NIEDERALFINGEN
In Niederalfingen und der unmittelbaren Umgebung gibt es bedeutende Kunstwerke, die von sakraler Kunst über historische Holzbildhauerei bis hin zu zeitgenössischer Spitzenkunst reichen.
DER SKULPTURENWEG NIEDERALFINGEN
Dies ist das bekannteste von Hobbybildhauern initiierte und größte freizugängliche gemeinschaftliche Projekt der Region. Zwischen 2001 und 2009 schufen regionale Hobbykünstler der Gruppe „Sculturies“ insgesamt 83 Skulpturen entlang einer 8,5 Kilometer langen Wegstrecke. Die überwiegend aus Holz geschnitzten Kunstwerke zeigen Märchengestalten wie Nils Holgerson oder Rapunzel, aber auch kulturhistorische Figuren wie eine Muffigel-Familie (das Hüttlinger Maskottchen) und den Ritter mit Schwert zur Erinnerung an die Burggründung.
SÜDWESTGALERIE – GALERIE CYPRIAN BRENNER
Ein bedeutender Hotspot für zeitgenössische Kunst in Baden-Württemberg mit den Firmensitzen in Niederalfingen.
Bedeutung: Die SüdWestGalerie und die Galerie Cyprian Brenner präsentieren in preisgekrönter, moderner Architektur wechselnde Ausstellungen hochkarätiger, oft international bekannter deutscher Künstler.
SAKRALE KUNSTWERKE
In der Marienkapelle stehen zwei historisch wertvolle Holzfiguren des heiligen Nepomuk und der heiligen Barbara.
Die obere Schlosskapelle beherbergt historische sakrale Spuren aus der Fugger-Zeit.
HEIMATMUSEUM IM VOGTEIGEBÄUDE
Im Inneren der alten Vogtei sind kunstvoll gefertigte Alltags- und Sakralgegenstände aus dem 19. Jahrhundert ausgestellt. Zu den bedeutendsten historischen Schaustücken zählt die original erhaltene, handwerklich meisterhafte Feuerspritze aus dem Jahr 1827.
WEITERE SEHENSWÜRDIGKEITEN
VIDEOS NIEDERALFINGEN
Galerie Cyprian Brenner | Niederalfingen Auweg 6 73460 Hüttlingen-Niederalfingen Öffnungszeiten: WÄHREND DEN AUSSTELLUNGEN: Freitag, Samstag und Sonntag: 12 – 18 Uhr BESUCHE SIND NACH VORHERIGER TELEFONISCHER VEREINBARUNG SEHR GERNE KURZFRISTIG MÖGLICH | TELEFON-NR. +49 (0)176/84173867 | YouTube
DEFINITION NIEDERALFINGEN
Der Name Niederalfingen leitet sich historischen Erkenntnissen zufolge von dem einst mächtigen, regionalen Adelsgeschlecht der Ahelfinger ab.
Der Name setzt sich aus zwei wesentlichen Bestandteilen zusammen:
Der gräfliche Bezug „Ahelfingen“: Das ritterliche Dienstmannengeschlecht der Herren von Ahelfingen hatte seinen Stammsitz auf der nahen Burg Hohenalfingen im heutigen Oberalfingen. Nach ihnen wurden mehrere Orte der Umgebung benannt wie auch Wasseralfingen oder Oberalfingen.
Die geografische Lage „Nieder-“: Der Zusatz diente zur geografischen Unterscheidung der verschiedenen Besitztümer im Kochertal. In einer Urkunde aus dem Jahr 1415 wurde der Ort offiziell noch als „NiderAhelfingen“ bezeichnet. Zu anderen Zeiten (z. B. 1475) sprach man auch vom „Weiler unter dem Schloß zu Unteralfingen“.
Obwohl die Namensverwandtschaft zu den Ahelfingern sprachwissenschaftlich und historisch als gesichert gilt, gibt es eine Besonderheit: Es existiert bis heute kein urkundlicher Nachweis, dass die Ahelfinger jemals selbst als Burgherren auf der Burg Niederalfingen regiert haben. Als erste gesicherte Inhaber der Burg gelten stattdessen die Herren von Seckendorff im frühen 14. Jahrhundert.
CHRONOLOGIE + HISTOIE NIEDERALFINGEN
Die Chronologie von Niederalfingen ist untrennbar mit der Geschichte seiner markanten Burg (der Marienburg) verbunden. Der Ort entwickelte sich als sogenannter Burgweiler im Schatten dieser Festung.
Das Mittelalter: Gründung und erste Herrscher
Um 1050: Vermutliche Erbauung der Burg unter den Staufern. Sie diente strategisch zur Sicherung der wichtigen Handels- und Verkehrswege im Kochertal.
Frühes 14. Jahrhundert: Erste urkundlich belegte Burgherren sind die Ritter von Seckendorff.
1368: Ulrich von Seckendorff verkauft die Burg samt dem Dorf Hüttlingen und zugehörigen Gütern an Graf Eberhard „den Greiner“ von Württemberg.
1368: Graf Eberhard verpfändet die Anlage für 4.000 Pfund Heller an Konrad von Hürnheim.
1415: Die Nachfahren derer von Hürnheim erhalten die Herrschaft Niederalfingen offiziell als festes Lehen. Der Ort wird in dieser Zeit als „NiderAhelfingen“ dokumentiert.
1475: Der Ort Niederalfingen wird erstmals explizit als „das Weiler unter dem Schloß zu Unteralfingen“ urkundlich erwähnt.
Die Frühe Neuzeit: Blütezeit unter den Fuggern
1539: Walter von Hürnheim errichtet das repräsentative Vogteigebäude, das heute das Heimatmuseum beherbergt.
1551: Die Augsburger Kaufmannsfamilie Fugger (unter Anton Fugger) kauft die gesamte Herrschaft Niederalfingen für eine enorme Summe und wird damit auch Ortsherr über Hüttlingen.
1575 – 1577: Graf Marx Fugger lässt die mittelalterliche Festung durch den Baumeister Veit Mauser zu einer schlossartigen Renaissance-Anlage aus- und umbauen.
Die Moderne: Vom Königreich zur Gegenwart
1806: Im Zuge der napoleonischen Neuordnung (Mediatisierung) verliert die Herrschaft der Fugger ihre Eigenständigkeit.
1835 – 1838: Die Fugger veräußern den Besitz zunächst an den Münchner Bankier Hirsch. Im Jahr 1838 kauft das Königreich Württemberg die Anlage auf.
1928: Der katholische Jugendverband Bund Neudeutschland (ND) pachtet die Burg vom Land Württemberg. Sie erhält in dieser Zeit den Namen „Marienburg“.
1966 – 2020: Die Burg wird intensiv als überregionale Jugend-, Bildungs- und Freizeitstätte genutzt. Zwischen 1993 und 2000 erfolgt eine umfassende Sanierung der Bausubstanz.
Heute: Die Burg befindet sich im Eigentum des Landes Baden-Württemberg. Sie dient weiterhin als Veranstaltungs- und Tagungsort und zieht Besucher in ihren historischen Biergarten im Innenhof.
ZITATE NIEDERALFINGEN
„Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“
„Hier wird Vergangenheit lebendig.“ | Heimatmuseum im Vogteigebäude Niederalfingen und Marienburg Niederalfingen
STICHWORTE
BIBLIOGRAPHIE
LINKS
WIKIPEDIA
NIEDERALFINGEN
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Galerie Cyprian Brenner und SüdWestGalerie Niederalfingen

Galerie Cyprian Brenner und SüdWestGalerie in Niederalfingen Ost-Nordansicht

Haupteingang der Galerie Cyprian Brenner und SüdWestGalerie in Niederalfngen
Niederalfingen ist der größte Teilort der Gemeinde Hüttlingen im Ostalbkreis in Baden-Württemberg. Der idyllische Ort liegt im Kochertal und ist vor allem für seine historische Burg, das Heimatmuseum im Vogteigebäude, das Naturerlebnisbad, das Hofcafe Dorfschmiede, die SüdWestGalerie und die Galerie Cyprian Brenner bekannt.
KUNSTWERKE NIEDERALFINGEN
In Niederalfingen und der unmittelbaren Umgebung gibt es bedeutende Kunstwerke, die von sakraler Kunst über historische Holzbildhauerei bis hin zu zeitgenössischer Spitzenkunst reichen.
DER SKULPTURENWEG NIEDERALFINGEN
Dies ist das bekannteste von Hobbybildhauern initiierte und größte freizugängliche gemeinschaftliche Projekt der Region. Zwischen 2001 und 2009 schufen regionale Hobbykünstler der Gruppe „Sculturies“ insgesamt 83 Skulpturen entlang einer 8,5 Kilometer langen Wegstrecke. Die überwiegend aus Holz geschnitzten Kunstwerke zeigen Märchengestalten wie Nils Holgerson oder Rapunzel, aber auch kulturhistorische Figuren wie eine Muffigel-Familie (das Hüttlinger Maskottchen) und den Ritter mit Schwert zur Erinnerung an die Burggründung.
SÜDWESTGALERIE – GALERIE CYPRIAN BRENNER
Ein bedeutender Hotspot für zeitgenössische Kunst in Baden-Württemberg mit den Firmensitzen in Niederalfingen.
Bedeutung: Die SüdWestGalerie und die Galerie Cyprian Brenner präsentieren in preisgekrönter, moderner Architektur wechselnde Ausstellungen hochkarätiger, oft international bekannter deutscher Künstler.
SAKRALE KUNSTWERKE
In der Marienkapelle stehen zwei historisch wertvolle Holzfiguren des heiligen Nepomuk und der heiligen Barbara.
Die obere Schlosskapelle beherbergt historische sakrale Spuren aus der Fugger-Zeit.
HEIMATMUSEUM IM VOGTEIGEBÄUDE
Im Inneren der alten Vogtei sind kunstvoll gefertigte Alltags- und Sakralgegenstände aus dem 19. Jahrhundert ausgestellt. Zu den bedeutendsten historischen Schaustücken zählt die original erhaltene, handwerklich meisterhafte Feuerspritze aus dem Jahr 1827.
WEITERE SEHENSWÜRDIGKEITEN
VIDEOS NIEDERALFINGEN
Galerie Cyprian Brenner | Niederalfingen Auweg 6 73460 Hüttlingen-Niederalfingen Öffnungszeiten: WÄHREND DEN AUSSTELLUNGEN: Freitag, Samstag und Sonntag: 12 – 18 Uhr BESUCHE SIND NACH VORHERIGER TELEFONISCHER VEREINBARUNG SEHR GERNE KURZFRISTIG MÖGLICH | TELEFON-NR. +49 (0)176/84173867 | YouTube
DEFINITION NIEDERALFINGEN
Der Name Niederalfingen leitet sich historischen Erkenntnissen zufolge von dem einst mächtigen, regionalen Adelsgeschlecht der Ahelfinger ab.
Der Name setzt sich aus zwei wesentlichen Bestandteilen zusammen:
Der gräfliche Bezug „Ahelfingen“: Das ritterliche Dienstmannengeschlecht der Herren von Ahelfingen hatte seinen Stammsitz auf der nahen Burg Hohenalfingen im heutigen Oberalfingen. Nach ihnen wurden mehrere Orte der Umgebung benannt wie auch Wasseralfingen oder Oberalfingen.
Die geografische Lage „Nieder-“: Der Zusatz diente zur geografischen Unterscheidung der verschiedenen Besitztümer im Kochertal. In einer Urkunde aus dem Jahr 1415 wurde der Ort offiziell noch als „NiderAhelfingen“ bezeichnet. Zu anderen Zeiten (z. B. 1475) sprach man auch vom „Weiler unter dem Schloß zu Unteralfingen“.
Obwohl die Namensverwandtschaft zu den Ahelfingern sprachwissenschaftlich und historisch als gesichert gilt, gibt es eine Besonderheit: Es existiert bis heute kein urkundlicher Nachweis, dass die Ahelfinger jemals selbst als Burgherren auf der Burg Niederalfingen regiert haben. Als erste gesicherte Inhaber der Burg gelten stattdessen die Herren von Seckendorff im frühen 14. Jahrhundert.
CHRONOLOGIE + HISTOIE NIEDERALFINGEN
Die Chronologie von Niederalfingen ist untrennbar mit der Geschichte seiner markanten Burg (der Marienburg) verbunden. Der Ort entwickelte sich als sogenannter Burgweiler im Schatten dieser Festung.
Das Mittelalter: Gründung und erste Herrscher
Um 1050: Vermutliche Erbauung der Burg unter den Staufern. Sie diente strategisch zur Sicherung der wichtigen Handels- und Verkehrswege im Kochertal.
Frühes 14. Jahrhundert: Erste urkundlich belegte Burgherren sind die Ritter von Seckendorff.
1368: Ulrich von Seckendorff verkauft die Burg samt dem Dorf Hüttlingen und zugehörigen Gütern an Graf Eberhard „den Greiner“ von Württemberg.
1368: Graf Eberhard verpfändet die Anlage für 4.000 Pfund Heller an Konrad von Hürnheim.
1415: Die Nachfahren derer von Hürnheim erhalten die Herrschaft Niederalfingen offiziell als festes Lehen. Der Ort wird in dieser Zeit als „NiderAhelfingen“ dokumentiert.
1475: Der Ort Niederalfingen wird erstmals explizit als „das Weiler unter dem Schloß zu Unteralfingen“ urkundlich erwähnt.
Die Frühe Neuzeit: Blütezeit unter den Fuggern
1539: Walter von Hürnheim errichtet das repräsentative Vogteigebäude, das heute das Heimatmuseum beherbergt.
1551: Die Augsburger Kaufmannsfamilie Fugger (unter Anton Fugger) kauft die gesamte Herrschaft Niederalfingen für eine enorme Summe und wird damit auch Ortsherr über Hüttlingen.
1575 – 1577: Graf Marx Fugger lässt die mittelalterliche Festung durch den Baumeister Veit Mauser zu einer schlossartigen Renaissance-Anlage aus- und umbauen.
Die Moderne: Vom Königreich zur Gegenwart
1806: Im Zuge der napoleonischen Neuordnung (Mediatisierung) verliert die Herrschaft der Fugger ihre Eigenständigkeit.
1835 – 1838: Die Fugger veräußern den Besitz zunächst an den Münchner Bankier Hirsch. Im Jahr 1838 kauft das Königreich Württemberg die Anlage auf.
1928: Der katholische Jugendverband Bund Neudeutschland (ND) pachtet die Burg vom Land Württemberg. Sie erhält in dieser Zeit den Namen „Marienburg“.
1966 – 2020: Die Burg wird intensiv als überregionale Jugend-, Bildungs- und Freizeitstätte genutzt. Zwischen 1993 und 2000 erfolgt eine umfassende Sanierung der Bausubstanz.
Heute: Die Burg befindet sich im Eigentum des Landes Baden-Württemberg. Sie dient weiterhin als Veranstaltungs- und Tagungsort und zieht Besucher in ihren historischen Biergarten im Innenhof.
ZITATE NIEDERALFINGEN
„Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“
„Hier wird Vergangenheit lebendig.“ | Heimatmuseum im Vogteigebäude Niederalfingen und Marienburg Niederalfingen
STICHWORTE
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Galerie Cyprian Brenner und SüdWestGalerie Niederalfingen

Galerie Cyprian Brenner und SüdWestGalerie in Niederalfingen Ost-Nordansicht

Haupteingang der Galerie Cyprian Brenner und SüdWestGalerie in Niederalfngen
Niederalfingen ist der größte Teilort der Gemeinde Hüttlingen im Ostalbkreis in Baden-Württemberg. Der idyllische Ort liegt im Kochertal und ist vor allem für seine historische Burg, das Heimatmuseum im Vogteigebäude, das Naturerlebnisbad, das Hofcafe Dorfschmiede, die SüdWestGalerie und die Galerie Cyprian Brenner bekannt.
KUNSTWERKE NIEDERALFINGEN
In Niederalfingen und der unmittelbaren Umgebung gibt es bedeutende Kunstwerke, die von sakraler Kunst über historische Holzbildhauerei bis hin zu zeitgenössischer Spitzenkunst reichen.
DER SKULPTURENWEG NIEDERALFINGEN
Dies ist das bekannteste von Hobbybildhauern initiierte und größte freizugängliche gemeinschaftliche Projekt der Region. Zwischen 2001 und 2009 schufen regionale Hobbykünstler der Gruppe „Sculturies“ insgesamt 83 Skulpturen entlang einer 8,5 Kilometer langen Wegstrecke. Die überwiegend aus Holz geschnitzten Kunstwerke zeigen Märchengestalten wie Nils Holgerson oder Rapunzel, aber auch kulturhistorische Figuren wie eine Muffigel-Familie (das Hüttlinger Maskottchen) und den Ritter mit Schwert zur Erinnerung an die Burggründung.
SÜDWESTGALERIE – GALERIE CYPRIAN BRENNER
Ein bedeutender Hotspot für zeitgenössische Kunst in Baden-Württemberg mit den Firmensitzen in Niederalfingen.
Bedeutung: Die SüdWestGalerie und die Galerie Cyprian Brenner präsentieren in preisgekrönter, moderner Architektur wechselnde Ausstellungen hochkarätiger, oft international bekannter deutscher Künstler.
SAKRALE KUNSTWERKE
In der Marienkapelle stehen zwei historisch wertvolle Holzfiguren des heiligen Nepomuk und der heiligen Barbara.
Die obere Schlosskapelle beherbergt historische sakrale Spuren aus der Fugger-Zeit.
HEIMATMUSEUM IM VOGTEIGEBÄUDE
Im Inneren der alten Vogtei sind kunstvoll gefertigte Alltags- und Sakralgegenstände aus dem 19. Jahrhundert ausgestellt. Zu den bedeutendsten historischen Schaustücken zählt die original erhaltene, handwerklich meisterhafte Feuerspritze aus dem Jahr 1827.
WEITERE SEHENSWÜRDIGKEITEN
VIDEOS NIEDERALFINGEN
Galerie Cyprian Brenner | Niederalfingen Auweg 6 73460 Hüttlingen-Niederalfingen Öffnungszeiten: WÄHREND DEN AUSSTELLUNGEN: Freitag, Samstag und Sonntag: 12 – 18 Uhr BESUCHE SIND NACH VORHERIGER TELEFONISCHER VEREINBARUNG SEHR GERNE KURZFRISTIG MÖGLICH | TELEFON-NR. +49 (0)176/84173867 | YouTube
DEFINITION NIEDERALFINGEN
Der Name Niederalfingen leitet sich historischen Erkenntnissen zufolge von dem einst mächtigen, regionalen Adelsgeschlecht der Ahelfinger ab.
Der Name setzt sich aus zwei wesentlichen Bestandteilen zusammen:
Der gräfliche Bezug „Ahelfingen“: Das ritterliche Dienstmannengeschlecht der Herren von Ahelfingen hatte seinen Stammsitz auf der nahen Burg Hohenalfingen im heutigen Oberalfingen. Nach ihnen wurden mehrere Orte der Umgebung benannt wie auch Wasseralfingen oder Oberalfingen.
Die geografische Lage „Nieder-“: Der Zusatz diente zur geografischen Unterscheidung der verschiedenen Besitztümer im Kochertal. In einer Urkunde aus dem Jahr 1415 wurde der Ort offiziell noch als „NiderAhelfingen“ bezeichnet. Zu anderen Zeiten (z. B. 1475) sprach man auch vom „Weiler unter dem Schloß zu Unteralfingen“.
Obwohl die Namensverwandtschaft zu den Ahelfingern sprachwissenschaftlich und historisch als gesichert gilt, gibt es eine Besonderheit: Es existiert bis heute kein urkundlicher Nachweis, dass die Ahelfinger jemals selbst als Burgherren auf der Burg Niederalfingen regiert haben. Als erste gesicherte Inhaber der Burg gelten stattdessen die Herren von Seckendorff im frühen 14. Jahrhundert.
CHRONOLOGIE + HISTOIE NIEDERALFINGEN
Die Chronologie von Niederalfingen ist untrennbar mit der Geschichte seiner markanten Burg (der Marienburg) verbunden. Der Ort entwickelte sich als sogenannter Burgweiler im Schatten dieser Festung.
Das Mittelalter: Gründung und erste Herrscher
Um 1050: Vermutliche Erbauung der Burg unter den Staufern. Sie diente strategisch zur Sicherung der wichtigen Handels- und Verkehrswege im Kochertal.
Frühes 14. Jahrhundert: Erste urkundlich belegte Burgherren sind die Ritter von Seckendorff.
1368: Ulrich von Seckendorff verkauft die Burg samt dem Dorf Hüttlingen und zugehörigen Gütern an Graf Eberhard „den Greiner“ von Württemberg.
1368: Graf Eberhard verpfändet die Anlage für 4.000 Pfund Heller an Konrad von Hürnheim.
1415: Die Nachfahren derer von Hürnheim erhalten die Herrschaft Niederalfingen offiziell als festes Lehen. Der Ort wird in dieser Zeit als „NiderAhelfingen“ dokumentiert.
1475: Der Ort Niederalfingen wird erstmals explizit als „das Weiler unter dem Schloß zu Unteralfingen“ urkundlich erwähnt.
Die Frühe Neuzeit: Blütezeit unter den Fuggern
1539: Walter von Hürnheim errichtet das repräsentative Vogteigebäude, das heute das Heimatmuseum beherbergt.
1551: Die Augsburger Kaufmannsfamilie Fugger (unter Anton Fugger) kauft die gesamte Herrschaft Niederalfingen für eine enorme Summe und wird damit auch Ortsherr über Hüttlingen.
1575 – 1577: Graf Marx Fugger lässt die mittelalterliche Festung durch den Baumeister Veit Mauser zu einer schlossartigen Renaissance-Anlage aus- und umbauen.
Die Moderne: Vom Königreich zur Gegenwart
1806: Im Zuge der napoleonischen Neuordnung (Mediatisierung) verliert die Herrschaft der Fugger ihre Eigenständigkeit.
1835 – 1838: Die Fugger veräußern den Besitz zunächst an den Münchner Bankier Hirsch. Im Jahr 1838 kauft das Königreich Württemberg die Anlage auf.
1928: Der katholische Jugendverband Bund Neudeutschland (ND) pachtet die Burg vom Land Württemberg. Sie erhält in dieser Zeit den Namen „Marienburg“.
1966 – 2020: Die Burg wird intensiv als überregionale Jugend-, Bildungs- und Freizeitstätte genutzt. Zwischen 1993 und 2000 erfolgt eine umfassende Sanierung der Bausubstanz.
Heute: Die Burg befindet sich im Eigentum des Landes Baden-Württemberg. Sie dient weiterhin als Veranstaltungs- und Tagungsort und zieht Besucher in ihren historischen Biergarten im Innenhof.
ZITATE NIEDERALFINGEN
„Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“
„Hier wird Vergangenheit lebendig.“ | Heimatmuseum im Vogteigebäude Niederalfingen und Marienburg Niederalfingen
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