GCB Kunstlexikon
TURM UND TÜRME IN DER KUNST
KUNSTWERKE TURM UND TÜRME IN DER KUNST

Turm und Türme in der Kunst | Klaus Hack | Turm | 2019-2020 | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Holzbildhauerei | Kirsche, weiß gefasst | 131 cm x 61,5 cm x 39 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Terence Carr | Black Heart | 2003 | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Holzbildhauerei | Holz, farbig gefasst | 165 cm x 48 cm x 52 cm | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie

Turm und Türme in der Kunst | Stephan Hasslinger | ZIP und Lady Gaga | Keramik und Glasuren | 240 cm x 62 cm x 48 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Herbert Mehler | appianamento | 2013 | Zeitgenössische Kunst | Stahlskulpturen | Corten-Stahl | 250 cm x 107 cm x 106 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Sonja Edle von Hoeßle | DARDUMO | 2022 | Zeitgenössische Kunst | Stahlskulpturen | Cortenstahl, 272 cm x 160 cm x 84 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Armin Göhringer | o.T. | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Eisen, Eiche | Höhe: 400 cm | Preis auf Anfrage | agö042kü | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Terence Carr | Stop the World I want to Get Off | 2016 | Turm und Türme | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Holzbildhauerei | Holz farbig gefasst | 220 cm x 60 cm x 50 cm | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie
BEDEUTUNG TURM UND TÜRME IN DER KUNST
In der Kunstgeschichte ist der Turm ein zentrales Motiv, das von religiöser Ehrfurcht bis hin zu modernem Fortschrittsglauben oder Isolation reicht.
ZENTRALE MOTIVE UND WERKE ZUM THEMAS TURM UND TÜRME IN DER KUNST
Der Turm zu Babel: Das ikonischste Werk ist Pieter Bruegels d. Ä. „Turmbau zu Babel“ (ca. 1563), das menschliche Überheblichkeit und die darauf folgende Sprachverwirrung symbolisiert.
Der Eiffelturm: In der Moderne wurde er zum Symbol für Technik und Dynamik. Berühmt ist die Serie von Robert Delaunay, die den Turm in orphisch-kubistischen Formen auflöst.
Expressionismus: Künstler wie Paul Adolf Seehaus nutzten Türme (z. B. „Die roten Türme“) als farbgewaltige, emotionale Landschaftselemente.
SYMBOLIK IM WANDEL DER ZEIT
Mittelalter & Religion: Kirchtürme dienten als „Wegweiser zu Gott“ und Ausdruck spirituellen Aufstiegs. Die Zweiturmfassade signalisierte oft eine Kathedrale mit besonderem Machtanspruch.
Wehrhaftigkeit & Macht: In der profanen Kunst und Heraldik stehen Türme für Schutz, Standhaftigkeit und städtische Freiheit.
Psychologie & Esoterik: In der Tarot-Symbolik steht „Der Turm“ für plötzliche Erschütterung, Krise und den Sturz alter Strukturen.
ZEITGENÖSSISCHE PERSPEKTIVEN
In der zeitgenössischen Kunst von Klaus Hack (*1966) nimmt das Motiv des Turms eine zentrale, fast archaische Rolle ein. Der Bildhauer ist bekannt für seine monumentalen Arbeiten, die er meist mit der Kettensäge aus ganzen Holzstämmen (wie Pappel, Eiche oder Kirsche) herausarbeitet. Klaus Hacks Türme sind oft keine geschlossenen Baukörper, sondern durchbrochene, vertikale Strukturen, die zwischen Architektur und organischer Figur oszillieren.
Armin Göhringer (* 1954 in Nordrach) ist einer der bedeutendsten deutschen Holzbildhauer der Gegenwart. In seinem Werk manifestiert sich das Motiv des Turms vor allem in Form von monumentalen, oft gitterartig durchbrochenen Stelen. Armin Göhringers Skulpturen entstehen meist aus massiven Baumstämmen (vorzugsweise Pappel, Eiche oder Mammutbaum), die er mit der Kettensäge bis an die Grenzen der statischen Belastbarkeit bearbeitet.
In der zeitgenössischen Bildhauerei von Herbert Mehler (*1949) ist das Motiv des Turms untrennbar mit seinen monumentalen Skulpturen aus Cortenstahl verbunden. Seine Werke, die oft Höhen von mehreren Metern erreichen, transformieren die architektonische Idee des Turms in organisch-geometrische Urformen.
In der zeitgenössischen Stahlbildhauerei von Sonja Edle von Hoeßle (*1960) wird das Thema „Turm“ nicht als geschlossenes Bauwerk, sondern als lineare, raumbildende Struktur interpretiert. Im Gegensatz zum klassischen, wehrhaften Turm sind ihre Stelen vollkommen transparent. Sie symbolisieren geistige Beweglichkeit und den dynamischen Aufstieg durch Kurven und Windungen.
In der Kunst von Stephan Hasslinger (*1960) wird das Motiv des Turms vor allem durch das Medium der farbig glasierten Keramik neu interpretiert. Er nutzt die vertikale Form des Turms, um Fragen von Macht, Ordnung und Ornamentik zu untersuchen.
In der zeitgenössischen Kunst ist Terence Carr (* 1952 in Kenia) ein bedeutender Bildhauer und Maler, in dessen Werk der Turm als kompositorisches und narratives Element eine zentrale Rolle spielt.
Terence Carr nutzt das Motiv des Turms oft in Form von Stelen oder vertikal geschichteten Skulpturen, bei denen menschliche Figuren, Tiere und Symbole übereinandergestapelt werden.
Aktuelle Projekte verschmelzen Architektur und bildende Kunst zu begehbaren Skulpturen:
Der vom Architekten Frank Gehry entworfene, schillernde Kunst-Turm in Luma Arles (Frankreich) gilt als modernes Gesamtkunstwerk.
In Mulegns (Schweiz) entsteht mit dem „Weißen Turm“ ein digital entworfenes, 3D-gedrucktes Kunstwerk aus Beton, das neue technologische Möglichkeiten in der Kunst auslotet. Er wurde in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich entworfen und stellt das kulturelle Erbe von Mulegns durch Architektur neu dar. Er erhebt sich als Leuchtturm im Dorf und dient als immersiver Aufführungsort.
KÜNSTLER TURM UND TÜRME IN DER KUNST
Friedemann Grieshaber
Gerd Kanz
Andreas Kernbach
Jürgen Knubben
Reiner Seliger
Lothar Seruset
Martin Spengler
Hans Steinbrenner
ZITATE TURM UND TÜRME IN DER KUNST
In der Kunstgeschichte und Literatur wird der Turm oft als Metapher für menschliches Streben, Isolation oder göttliche Nähe verwendet. Hier sind bedeutende Zitate, die das Motiv des Turms beleuchten:
Zum Turmbau zu Babel (Menschliches Streben & Hybris)
„Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen.“ – Genesis 11,4 (Bibel). Dies ist das Ursprungszitat für das wohl bekannteste Turm-Motiv der Kunstgeschichte.
„Der Turmbau zu Babel ist die Geschichte der Unmöglichkeit, die Unendlichkeit mit endlichen Mitteln zu stürmen.“ – Sinngemäß nach verschiedenen kunsthistorischen Analysen zu Pieter Bruegel d. Ä.
Zur Moderne und zum Eiffelturm
„Der Turm ist die Erscheinung des neuen Geistes, die Vertikale des modernen Lebens.“ – Robert Delaunay (Maler), der den Eiffelturm in über 30 Werken als Symbol der Dynamik darstellte.
„Wir wollen den Turm nicht mehr als Denkmal, sondern als lebendige Antenne für die Schönheit der Welt verstehen.“ – Blaise Cendrars, über die Faszination der Avantgarde für Stahlkonstruktionen.
Über Isolation und Rückzug (Der Elfenbeinturm)
„Er zog sich in seinen Elfenbeinturm zurück, nicht aus Stolz, sondern um der Welt aus der Höhe beim Wachsen zuzusehen.“ – Angelehnt an Charles-Augustin Sainte-Beuve, der den Begriff „Tour d’ivoire“ prägte.
Zur Symbolik von Kraft und Standhaftigkeit
„Sei wie ein Turm, dessen Gipfel nicht wankt, wenn auch die Stürme toben.“ – Dante Alighieri, ein Zitat, das oft im Zusammenhang mit mittelalterlicher Architektur und Wehrhaftigkeit zitiert wird.
„Türme sind steinerne Gebete.“ – Volksmund / Architekturzitat, das die spirituelle Funktion gotischer Kathedraltürme zusammenfasst.
BIBLIOGRAPHIE TURM UND TÜRME IN DER KUNST
Dr. Barbara Renftle: „GETÜRMT. Zum Motiv des Turms in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts“.
Magda Revesz-Alexander: Der Turm. Als Symbol und Erlebnis (Reprint der Ausgabe von 1953). Ein grundlegendes Werk, das die psychologische und symbolische Bedeutung des Turms von Babel bis zur Moderne untersucht.
Michael Braune: Türme und Turmhäuser. Untersuchungen zu den Anfängen des monumentalen Wohn- und Wehrbaus (1983). Fokus auf die Architekturgeschichte und die gesellschaftliche Funktion von Türmen.
Juliette Kraak: Die Architektur der Wassertürme in der Kunstgeschichte und die Turmbauten von Michel de Klerk (2018). Analyse spezialisierter Turmformen und ihrer ästhetischen Rezeption.
TURM UND TÜRME IN DER KUNST
KUNSTWERKE TURM UND TÜRME IN DER KUNST

Turm und Türme in der Kunst | Klaus Hack | Turm | 2019-2020 | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Holzbildhauerei | Kirsche, weiß gefasst | 131 cm x 61,5 cm x 39 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Terence Carr | Black Heart | 2003 | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Holzbildhauerei | Holz, farbig gefasst | 165 cm x 48 cm x 52 cm | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie

Turm und Türme in der Kunst | Stephan Hasslinger | ZIP und Lady Gaga | Keramik und Glasuren | 240 cm x 62 cm x 48 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Herbert Mehler | appianamento | 2013 | Zeitgenössische Kunst | Stahlskulpturen | Corten-Stahl | 250 cm x 107 cm x 106 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Sonja Edle von Hoeßle | DARDUMO | 2022 | Zeitgenössische Kunst | Stahlskulpturen | Cortenstahl, 272 cm x 160 cm x 84 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Armin Göhringer | o.T. | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Eisen, Eiche | Höhe: 400 cm | Preis auf Anfrage | agö042kü | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Terence Carr | Stop the World I want to Get Off | 2016 | Turm und Türme | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Holzbildhauerei | Holz farbig gefasst | 220 cm x 60 cm x 50 cm | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie
BEDEUTUNG TURM UND TÜRME IN DER KUNST
In der Kunstgeschichte ist der Turm ein zentrales Motiv, das von religiöser Ehrfurcht bis hin zu modernem Fortschrittsglauben oder Isolation reicht.
ZENTRALE MOTIVE UND WERKE ZUM THEMAS TURM UND TÜRME IN DER KUNST
Der Turm zu Babel: Das ikonischste Werk ist Pieter Bruegels d. Ä. „Turmbau zu Babel“ (ca. 1563), das menschliche Überheblichkeit und die darauf folgende Sprachverwirrung symbolisiert.
Der Eiffelturm: In der Moderne wurde er zum Symbol für Technik und Dynamik. Berühmt ist die Serie von Robert Delaunay, die den Turm in orphisch-kubistischen Formen auflöst.
Expressionismus: Künstler wie Paul Adolf Seehaus nutzten Türme (z. B. „Die roten Türme“) als farbgewaltige, emotionale Landschaftselemente.
SYMBOLIK IM WANDEL DER ZEIT
Mittelalter & Religion: Kirchtürme dienten als „Wegweiser zu Gott“ und Ausdruck spirituellen Aufstiegs. Die Zweiturmfassade signalisierte oft eine Kathedrale mit besonderem Machtanspruch.
Wehrhaftigkeit & Macht: In der profanen Kunst und Heraldik stehen Türme für Schutz, Standhaftigkeit und städtische Freiheit.
Psychologie & Esoterik: In der Tarot-Symbolik steht „Der Turm“ für plötzliche Erschütterung, Krise und den Sturz alter Strukturen.
ZEITGENÖSSISCHE PERSPEKTIVEN
In der zeitgenössischen Kunst von Klaus Hack (*1966) nimmt das Motiv des Turms eine zentrale, fast archaische Rolle ein. Der Bildhauer ist bekannt für seine monumentalen Arbeiten, die er meist mit der Kettensäge aus ganzen Holzstämmen (wie Pappel, Eiche oder Kirsche) herausarbeitet. Klaus Hacks Türme sind oft keine geschlossenen Baukörper, sondern durchbrochene, vertikale Strukturen, die zwischen Architektur und organischer Figur oszillieren.
Armin Göhringer (* 1954 in Nordrach) ist einer der bedeutendsten deutschen Holzbildhauer der Gegenwart. In seinem Werk manifestiert sich das Motiv des Turms vor allem in Form von monumentalen, oft gitterartig durchbrochenen Stelen. Armin Göhringers Skulpturen entstehen meist aus massiven Baumstämmen (vorzugsweise Pappel, Eiche oder Mammutbaum), die er mit der Kettensäge bis an die Grenzen der statischen Belastbarkeit bearbeitet.
In der zeitgenössischen Bildhauerei von Herbert Mehler (*1949) ist das Motiv des Turms untrennbar mit seinen monumentalen Skulpturen aus Cortenstahl verbunden. Seine Werke, die oft Höhen von mehreren Metern erreichen, transformieren die architektonische Idee des Turms in organisch-geometrische Urformen.
In der zeitgenössischen Stahlbildhauerei von Sonja Edle von Hoeßle (*1960) wird das Thema „Turm“ nicht als geschlossenes Bauwerk, sondern als lineare, raumbildende Struktur interpretiert. Im Gegensatz zum klassischen, wehrhaften Turm sind ihre Stelen vollkommen transparent. Sie symbolisieren geistige Beweglichkeit und den dynamischen Aufstieg durch Kurven und Windungen.
In der Kunst von Stephan Hasslinger (*1960) wird das Motiv des Turms vor allem durch das Medium der farbig glasierten Keramik neu interpretiert. Er nutzt die vertikale Form des Turms, um Fragen von Macht, Ordnung und Ornamentik zu untersuchen.
In der zeitgenössischen Kunst ist Terence Carr (* 1952 in Kenia) ein bedeutender Bildhauer und Maler, in dessen Werk der Turm als kompositorisches und narratives Element eine zentrale Rolle spielt.
Terence Carr nutzt das Motiv des Turms oft in Form von Stelen oder vertikal geschichteten Skulpturen, bei denen menschliche Figuren, Tiere und Symbole übereinandergestapelt werden.
Aktuelle Projekte verschmelzen Architektur und bildende Kunst zu begehbaren Skulpturen:
Der vom Architekten Frank Gehry entworfene, schillernde Kunst-Turm in Luma Arles (Frankreich) gilt als modernes Gesamtkunstwerk.
In Mulegns (Schweiz) entsteht mit dem „Weißen Turm“ ein digital entworfenes, 3D-gedrucktes Kunstwerk aus Beton, das neue technologische Möglichkeiten in der Kunst auslotet. Er wurde in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich entworfen und stellt das kulturelle Erbe von Mulegns durch Architektur neu dar. Er erhebt sich als Leuchtturm im Dorf und dient als immersiver Aufführungsort.
KÜNSTLER TURM UND TÜRME IN DER KUNST
Friedemann Grieshaber
Gerd Kanz
Andreas Kernbach
Jürgen Knubben
Reiner Seliger
Lothar Seruset
Martin Spengler
Hans Steinbrenner
ZITATE TURM UND TÜRME IN DER KUNST
In der Kunstgeschichte und Literatur wird der Turm oft als Metapher für menschliches Streben, Isolation oder göttliche Nähe verwendet. Hier sind bedeutende Zitate, die das Motiv des Turms beleuchten:
Zum Turmbau zu Babel (Menschliches Streben & Hybris)
„Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen.“ – Genesis 11,4 (Bibel). Dies ist das Ursprungszitat für das wohl bekannteste Turm-Motiv der Kunstgeschichte.
„Der Turmbau zu Babel ist die Geschichte der Unmöglichkeit, die Unendlichkeit mit endlichen Mitteln zu stürmen.“ – Sinngemäß nach verschiedenen kunsthistorischen Analysen zu Pieter Bruegel d. Ä.
Zur Moderne und zum Eiffelturm
„Der Turm ist die Erscheinung des neuen Geistes, die Vertikale des modernen Lebens.“ – Robert Delaunay (Maler), der den Eiffelturm in über 30 Werken als Symbol der Dynamik darstellte.
„Wir wollen den Turm nicht mehr als Denkmal, sondern als lebendige Antenne für die Schönheit der Welt verstehen.“ – Blaise Cendrars, über die Faszination der Avantgarde für Stahlkonstruktionen.
Über Isolation und Rückzug (Der Elfenbeinturm)
„Er zog sich in seinen Elfenbeinturm zurück, nicht aus Stolz, sondern um der Welt aus der Höhe beim Wachsen zuzusehen.“ – Angelehnt an Charles-Augustin Sainte-Beuve, der den Begriff „Tour d’ivoire“ prägte.
Zur Symbolik von Kraft und Standhaftigkeit
„Sei wie ein Turm, dessen Gipfel nicht wankt, wenn auch die Stürme toben.“ – Dante Alighieri, ein Zitat, das oft im Zusammenhang mit mittelalterlicher Architektur und Wehrhaftigkeit zitiert wird.
„Türme sind steinerne Gebete.“ – Volksmund / Architekturzitat, das die spirituelle Funktion gotischer Kathedraltürme zusammenfasst.
BIBLIOGRAPHIE TURM UND TÜRME IN DER KUNST
Dr. Barbara Renftle: „GETÜRMT. Zum Motiv des Turms in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts“.
Magda Revesz-Alexander: Der Turm. Als Symbol und Erlebnis (Reprint der Ausgabe von 1953). Ein grundlegendes Werk, das die psychologische und symbolische Bedeutung des Turms von Babel bis zur Moderne untersucht.
Michael Braune: Türme und Turmhäuser. Untersuchungen zu den Anfängen des monumentalen Wohn- und Wehrbaus (1983). Fokus auf die Architekturgeschichte und die gesellschaftliche Funktion von Türmen.
Juliette Kraak: Die Architektur der Wassertürme in der Kunstgeschichte und die Turmbauten von Michel de Klerk (2018). Analyse spezialisierter Turmformen und ihrer ästhetischen Rezeption.
TURM UND TÜRME IN DER KUNST
KUNSTWERKE TURM UND TÜRME IN DER KUNST

Turm und Türme in der Kunst | Klaus Hack | Turm | 2019-2020 | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Holzbildhauerei | Kirsche, weiß gefasst | 131 cm x 61,5 cm x 39 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Terence Carr | Black Heart | 2003 | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Holzbildhauerei | Holz, farbig gefasst | 165 cm x 48 cm x 52 cm | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie

Turm und Türme in der Kunst | Stephan Hasslinger | ZIP und Lady Gaga | Keramik und Glasuren | 240 cm x 62 cm x 48 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Herbert Mehler | appianamento | 2013 | Zeitgenössische Kunst | Stahlskulpturen | Corten-Stahl | 250 cm x 107 cm x 106 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Sonja Edle von Hoeßle | DARDUMO | 2022 | Zeitgenössische Kunst | Stahlskulpturen | Cortenstahl, 272 cm x 160 cm x 84 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Armin Göhringer | o.T. | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Eisen, Eiche | Höhe: 400 cm | Preis auf Anfrage | agö042kü | Galerie Cyprian Brenner

Turm und Türme in der Kunst | Terence Carr | Stop the World I want to Get Off | 2016 | Turm und Türme | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Holzbildhauerei | Holz farbig gefasst | 220 cm x 60 cm x 50 cm | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie
BEDEUTUNG TURM UND TÜRME IN DER KUNST
In der Kunstgeschichte ist der Turm ein zentrales Motiv, das von religiöser Ehrfurcht bis hin zu modernem Fortschrittsglauben oder Isolation reicht.
ZENTRALE MOTIVE UND WERKE ZUM THEMAS TURM UND TÜRME IN DER KUNST
Der Turm zu Babel: Das ikonischste Werk ist Pieter Bruegels d. Ä. „Turmbau zu Babel“ (ca. 1563), das menschliche Überheblichkeit und die darauf folgende Sprachverwirrung symbolisiert.
Der Eiffelturm: In der Moderne wurde er zum Symbol für Technik und Dynamik. Berühmt ist die Serie von Robert Delaunay, die den Turm in orphisch-kubistischen Formen auflöst.
Expressionismus: Künstler wie Paul Adolf Seehaus nutzten Türme (z. B. „Die roten Türme“) als farbgewaltige, emotionale Landschaftselemente.
SYMBOLIK IM WANDEL DER ZEIT
Mittelalter & Religion: Kirchtürme dienten als „Wegweiser zu Gott“ und Ausdruck spirituellen Aufstiegs. Die Zweiturmfassade signalisierte oft eine Kathedrale mit besonderem Machtanspruch.
Wehrhaftigkeit & Macht: In der profanen Kunst und Heraldik stehen Türme für Schutz, Standhaftigkeit und städtische Freiheit.
Psychologie & Esoterik: In der Tarot-Symbolik steht „Der Turm“ für plötzliche Erschütterung, Krise und den Sturz alter Strukturen.
ZEITGENÖSSISCHE PERSPEKTIVEN
In der zeitgenössischen Kunst von Klaus Hack (*1966) nimmt das Motiv des Turms eine zentrale, fast archaische Rolle ein. Der Bildhauer ist bekannt für seine monumentalen Arbeiten, die er meist mit der Kettensäge aus ganzen Holzstämmen (wie Pappel, Eiche oder Kirsche) herausarbeitet. Klaus Hacks Türme sind oft keine geschlossenen Baukörper, sondern durchbrochene, vertikale Strukturen, die zwischen Architektur und organischer Figur oszillieren.
Armin Göhringer (* 1954 in Nordrach) ist einer der bedeutendsten deutschen Holzbildhauer der Gegenwart. In seinem Werk manifestiert sich das Motiv des Turms vor allem in Form von monumentalen, oft gitterartig durchbrochenen Stelen. Armin Göhringers Skulpturen entstehen meist aus massiven Baumstämmen (vorzugsweise Pappel, Eiche oder Mammutbaum), die er mit der Kettensäge bis an die Grenzen der statischen Belastbarkeit bearbeitet.
In der zeitgenössischen Bildhauerei von Herbert Mehler (*1949) ist das Motiv des Turms untrennbar mit seinen monumentalen Skulpturen aus Cortenstahl verbunden. Seine Werke, die oft Höhen von mehreren Metern erreichen, transformieren die architektonische Idee des Turms in organisch-geometrische Urformen.
In der zeitgenössischen Stahlbildhauerei von Sonja Edle von Hoeßle (*1960) wird das Thema „Turm“ nicht als geschlossenes Bauwerk, sondern als lineare, raumbildende Struktur interpretiert. Im Gegensatz zum klassischen, wehrhaften Turm sind ihre Stelen vollkommen transparent. Sie symbolisieren geistige Beweglichkeit und den dynamischen Aufstieg durch Kurven und Windungen.
In der Kunst von Stephan Hasslinger (*1960) wird das Motiv des Turms vor allem durch das Medium der farbig glasierten Keramik neu interpretiert. Er nutzt die vertikale Form des Turms, um Fragen von Macht, Ordnung und Ornamentik zu untersuchen.
In der zeitgenössischen Kunst ist Terence Carr (* 1952 in Kenia) ein bedeutender Bildhauer und Maler, in dessen Werk der Turm als kompositorisches und narratives Element eine zentrale Rolle spielt.
Terence Carr nutzt das Motiv des Turms oft in Form von Stelen oder vertikal geschichteten Skulpturen, bei denen menschliche Figuren, Tiere und Symbole übereinandergestapelt werden.
Aktuelle Projekte verschmelzen Architektur und bildende Kunst zu begehbaren Skulpturen:
Der vom Architekten Frank Gehry entworfene, schillernde Kunst-Turm in Luma Arles (Frankreich) gilt als modernes Gesamtkunstwerk.
In Mulegns (Schweiz) entsteht mit dem „Weißen Turm“ ein digital entworfenes, 3D-gedrucktes Kunstwerk aus Beton, das neue technologische Möglichkeiten in der Kunst auslotet. Er wurde in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich entworfen und stellt das kulturelle Erbe von Mulegns durch Architektur neu dar. Er erhebt sich als Leuchtturm im Dorf und dient als immersiver Aufführungsort.
KÜNSTLER TURM UND TÜRME IN DER KUNST
Friedemann Grieshaber
Gerd Kanz
Andreas Kernbach
Jürgen Knubben
Reiner Seliger
Lothar Seruset
Martin Spengler
Hans Steinbrenner
ZITATE TURM UND TÜRME IN DER KUNST
In der Kunstgeschichte und Literatur wird der Turm oft als Metapher für menschliches Streben, Isolation oder göttliche Nähe verwendet. Hier sind bedeutende Zitate, die das Motiv des Turms beleuchten:
Zum Turmbau zu Babel (Menschliches Streben & Hybris)
„Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen.“ – Genesis 11,4 (Bibel). Dies ist das Ursprungszitat für das wohl bekannteste Turm-Motiv der Kunstgeschichte.
„Der Turmbau zu Babel ist die Geschichte der Unmöglichkeit, die Unendlichkeit mit endlichen Mitteln zu stürmen.“ – Sinngemäß nach verschiedenen kunsthistorischen Analysen zu Pieter Bruegel d. Ä.
Zur Moderne und zum Eiffelturm
„Der Turm ist die Erscheinung des neuen Geistes, die Vertikale des modernen Lebens.“ – Robert Delaunay (Maler), der den Eiffelturm in über 30 Werken als Symbol der Dynamik darstellte.
„Wir wollen den Turm nicht mehr als Denkmal, sondern als lebendige Antenne für die Schönheit der Welt verstehen.“ – Blaise Cendrars, über die Faszination der Avantgarde für Stahlkonstruktionen.
Über Isolation und Rückzug (Der Elfenbeinturm)
„Er zog sich in seinen Elfenbeinturm zurück, nicht aus Stolz, sondern um der Welt aus der Höhe beim Wachsen zuzusehen.“ – Angelehnt an Charles-Augustin Sainte-Beuve, der den Begriff „Tour d’ivoire“ prägte.
Zur Symbolik von Kraft und Standhaftigkeit
„Sei wie ein Turm, dessen Gipfel nicht wankt, wenn auch die Stürme toben.“ – Dante Alighieri, ein Zitat, das oft im Zusammenhang mit mittelalterlicher Architektur und Wehrhaftigkeit zitiert wird.
„Türme sind steinerne Gebete.“ – Volksmund / Architekturzitat, das die spirituelle Funktion gotischer Kathedraltürme zusammenfasst.
BIBLIOGRAPHIE TURM UND TÜRME IN DER KUNST
Dr. Barbara Renftle: „GETÜRMT. Zum Motiv des Turms in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts“.
Magda Revesz-Alexander: Der Turm. Als Symbol und Erlebnis (Reprint der Ausgabe von 1953). Ein grundlegendes Werk, das die psychologische und symbolische Bedeutung des Turms von Babel bis zur Moderne untersucht.
Michael Braune: Türme und Turmhäuser. Untersuchungen zu den Anfängen des monumentalen Wohn- und Wehrbaus (1983). Fokus auf die Architekturgeschichte und die gesellschaftliche Funktion von Türmen.
Juliette Kraak: Die Architektur der Wassertürme in der Kunstgeschichte und die Turmbauten von Michel de Klerk (2018). Analyse spezialisierter Turmformen und ihrer ästhetischen Rezeption.