GCB Kunstlexikon
VATIKANSTADT
KUNSTWERKE VATIKANSTADT
VIDEO VATIKANSTADT
Vatikanstadt. Ein Hauch von Ewigkeit | Doku HD Reupload | ARTE | Restaurierungen, archäologische Ausgrabungen, geöffnete Archive: Wissenschaftler*innen und Historiker*innen entziffern das architektonische Erbgut des Vatikans und zeigen die Rolle der Kunst bei der Entstehung des Zentrums des katholischen Glaubens. Neben den historischen Zeugnissen, die in Archiven und handschriftlichen Sammlungen aufbewahrt werden, ist der Vatikan auch ein architektonisches Meisterwerk, das weltberühmte Schätze der Malerei und Bildhauerei beherbergt. Wie wurde aus einem kleinen Hügel ein Zentrum der Kunst, der weltlichen und kirchlichen Macht? Und welchen Beitrag leisteten Malerei, Bildhauerei und Architektur zur Machtentfaltung des Papsttums? Heute öffnet die Wissenschaft Türen des Vatikans, die das päpstliche Geheimnis zuvor verschlossen hielt. Archäologen erforschen Katakomben und Nekropolen, um die Ursprünge der Ewigen Stadt freizulegen. Historiker ergründen die Geschichte des Petersdoms von der Grundsteinlegung über den Abriss bis zum Neubau der Basilika und ihrer Erweiterung zum monumentalen Prachtbau. Restauratoren lüften die Geheimnisse der Renaissance-Fresken, Paläographen entziffern Handschriften aus den Archiven und stoßen auf Zeugnisse der Baumeister dieses architektonischen und spirituellen Abenteuers. In einer Mischung aus Animation und Dokumentation zeigt der Film, wie große Künstler nach den Vorgaben visionärer Päpste zwei Jahrtausende lang zur Machtentfaltung der Kurie beitrugen. Dokumentarfilm von Marc Jampolsky und Marie Thiry (F 2020, 91 Min) | YouTube
DEFINITION VATIKANSTADT
Die Vatikanstadt ist der kleinste Staat der Welt, sowohl nach Fläche (0,44 km²) als auch nach Einwohnerzahl. Sie liegt als Enklave vollständig innerhalb der italienischen Hauptstadt Rom und ist der souveräne Sitz des Papstes und damit das Zentrum der römisch-katholischen Kirche.
FAKTEN VATIKANSTADT
Status: Unabhängiger, souveräner Stadtstaat und theokratische Wahlmonarchie
Staatsoberhaupt: Der Papst
Währung: Euro (trotz keiner EU-Mitgliedschaft, aufgrund besonderer Vereinbarungen mit Italien/EU)
Wirtschaft: Die Wirtschaft stützt sich hauptsächlich auf den Tourismus, den Verkauf von Briefmarken, Münzen und Souvenirs sowie auf Eintrittsgelder für die Vatikanischen Museen.
Sprache: Die offiziellen Dokumente werden nicht mehr zwingend auf Latein verfasst, die Schweizergarde nutzt Deutsch als offizielle Sprache.
SEHENSWÜRDIGKEITEN VATIKANSTADT
Petersdom: Eine der bedeutendsten Basiliken der Welt und ein Meisterwerk der Renaissance-Architektur
Petersplatz: Der monumentale Vorplatz des Petersdoms, entworfen von Gian Lorenzo Bernini
Sixtinische Kapelle: Berühmt für ihre atemberaubenden Fresken, insbesondere die Deckenmalerei von Michelangelo, und der Ort des Konklaves zur Papstwahl.
Vatikanische Museen: Beherbergen eine der umfangreichsten Kunstsammlungen der Welt.
Vatikanische Gärten: Ein ausgedehnter und ruhiger Bereich der Vatikanstadt.
CHRONOLOGIE VATIKANSTADT
Die Geschichte der Vatikanstadt ist eng mit der Geschichte Roms und der katholischen Kirche verbunden. Die Entwicklung von einem antiken Hügel zu einem souveränen Zwergstaat lässt sich anhand dieser Chronologie nachvollziehen:
1. Jahrhundert n. Chr.: Der Ager Vaticanus (Vatikanisches Feld) ist ein sumpfiges Gebiet am Westufer des Tiber. Kaiser Caligula lässt hier einen Zirkus errichten, den Circus Vaticanus.
64 n. Chr.: Während der Christenverfolgung unter Kaiser Nero wird der Apostel Petrus im Zirkus gekreuzigt und am nahe gelegenen Vatikanischen Hügel begraben. Die Grabstätte entwickelt sich zu einem wichtigen Wallfahrtsort.
324 n. Chr.: Kaiser Konstantin der Große legalisiert das Christentum und beginnt mit dem Bau der ersten Petersbasilika über dem vermuteten Grab des Petrus.
8. Jahrhundert: Durch die Pippinische Schenkung (754 n. Chr.) an den Papst wird der Grundstein für die weltliche Macht der Päpste und die Entstehung des Kirchenstaates in Mittelitalien gelegt.
1309–1377: Die Päpste residieren nicht in Rom, sondern im französischen Avignon (Avignonesisches Papsttum). Nach ihrer Rückkehr wird der Vatikan zum ständigen Papstsitz.
15. Jahrhundert (Renaissance): Unter verschiedenen Päpsten werden der Apostolische Palast, die Sixtinische Kapelle (ab 1477) und der Wiederaufbau der Petersbasilika (ab 1506) begonnen.
1870: Im Zuge der italienischen Einigungskriege annektiert das Königreich Italien die Stadt Rom und den verbleibenden Kirchenstaat. Der Papst verliert seine weltliche Macht; Papst Pius IX. und seine Nachfolger betrachten sich als „Gefangene im Vatikan“ und lehnen es ab, den neuen italienischen Staat anzuerkennen.
11. Februar 1929: Die Lateranverträge werden zwischen dem Heiligen Stuhl (vertreten durch Kardinalstaatssekretär Pietro Gasparri) und dem Königreich Italien (vertreten durch Benito Mussolini) unterzeichnet. Diese Verträge regeln die „Römische Frage“ und führen zur Gründung des souveränen und unabhängigen Staates Vatikanstadt in seiner heutigen Form.
1939–1945: Während des Zweiten Weltkriegs bleibt die Vatikanstadt unter Pius XII. neutral.
1962–1965: Papst Johannes XXIII. beruft das Zweite Vatikanische Konzil ein, das weitreichende Reformen in der Kirche initiiert.
1981: Papst Johannes Paul II. überlebt ein Attentat auf dem Petersplatz.
BEDEUTENDE KÜNSTLER UND DEREN HAUPTWERKE IN DER VATIKANSTADT
Die Künstler, die die Vatikanstadt zu dem gemacht haben, was sie heute ist, sind Ikonen der Renaissance und des Barock.
Hier sind die bedeutendsten Künstler, deren Werke untrennbar mit dem Vatikan verbunden sind:
Michelangelo Buonarroti (1475–1564)
Michelangelo ist vielleicht der prägendste Künstler des Vatikans.
Sixtinische Kapelle (Decke): Er schuf das monumentale Deckenfresko mit Szenen aus der Genesis, einschließlich der weltberühmten Erschaffung Adams (vollendet 1512).
Sixtinische Kapelle (Altarwand): Später kehrte er zurück, um das Jüngste Gericht (vollendet 1541) an der Altarwand zu malen.
Petersdom: Nach dem Tod Bramantes übernahm er die Leitung des Baus der neuen Basilika und entwarf unter anderem die beeindruckende Kuppel, die bis heute das Stadtbild Roms prägt.
Pietà: Seine frühe Skulptur der Pietà in einer Seitenkapelle des Petersdoms ist eines der bewegendsten und technisch brillantesten Werke der Kunstgeschichte.
Raffael = Raffaello Sanzio da Urbino (1483–1520)
Raffael wurde von Papst Julius II. gleichzeitig mit Michelangelo in den Vatikan berufen.
Stanzen des Raffael (Papstgemächer): Er malte die Fresken in den privaten Gemächern des Papstes. Die berühmteste ist die Stanza della Segnatura, die Meisterwerke wie die Schule von Athen und die Disputa del Sacramento enthält.
Sixtinische Madonna (Galerie): Obwohl das Original heute in Dresden hängt, wurde es für den Vatikan in Auftrag gegeben. Die Sixtinische Madonna mit den beiden berühmten Putten ist eines der meistzitierten Kunstwerke der Welt.
Gian Lorenzo Bernini (1598–1680)
Bernini war der führende Bildhauer und Architekt des römischen Barock und gestaltete das Äußere und Innere des Petersdoms maßgeblich.
Petersplatz: Er entwarf den monumentalen Petersplatz mit seinen Kolonnaden, die den Platz wie „zwei Arme der Kirche“ umfassen.
Baldachin (Petrusgrab): Der riesige Bronzebaldachin über dem Hochaltar und dem Petrusgrab im Petersdom stammt von ihm.
Cathedra Petri (Petrusstuhl): Die aufwändige skulpturale Komposition in der Apsis des Petersdoms.
4. Donato Bramante (1444–1514)
Bramante war ein Architekt der Hochrenaissance und der erste, der mit dem Neubau des Petersdoms beauftragt wurde. Sein ursprünglicher Entwurf sah einen zentralisierten Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes vor, der später von anderen Architekten, darunter Michelangelo, modifiziert wurde.
ZITATE – VON PÄPSTEN DER VATKANSTADT
Von Päpsten und dem Vatikan
„Der Herr wird des Vergebens nie müde. Wir sind es, die des Bittens um Vergebung müde werden.“ – Papst Franziskus
„Ein wenig Barmherzigkeit macht die Welt weniger kalt und gerechter.“ – Papst Franziskus
„Alle, alle, alle sind in der Kirche willkommen, keiner soll ausgeschlossen sein.“ – Papst Franziskus
Das päpstliche Motto von Papst Franziskus lautet: „Miserando atque eligendo“ (Lateinisch für: „durch Barmherzigkeit, indem er ihn erwählt“ oder „niedrig, aber auserwählt“).
„Gleichgültigkeit ist ein Krebsgeschwür der Demokratie.“ – Papst Franziskus
VATIKANSTADT
KUNSTWERKE VATIKANSTADT
VIDEO VATIKANSTADT
Vatikanstadt. Ein Hauch von Ewigkeit | Doku HD Reupload | ARTE | Restaurierungen, archäologische Ausgrabungen, geöffnete Archive: Wissenschaftler*innen und Historiker*innen entziffern das architektonische Erbgut des Vatikans und zeigen die Rolle der Kunst bei der Entstehung des Zentrums des katholischen Glaubens. Neben den historischen Zeugnissen, die in Archiven und handschriftlichen Sammlungen aufbewahrt werden, ist der Vatikan auch ein architektonisches Meisterwerk, das weltberühmte Schätze der Malerei und Bildhauerei beherbergt. Wie wurde aus einem kleinen Hügel ein Zentrum der Kunst, der weltlichen und kirchlichen Macht? Und welchen Beitrag leisteten Malerei, Bildhauerei und Architektur zur Machtentfaltung des Papsttums? Heute öffnet die Wissenschaft Türen des Vatikans, die das päpstliche Geheimnis zuvor verschlossen hielt. Archäologen erforschen Katakomben und Nekropolen, um die Ursprünge der Ewigen Stadt freizulegen. Historiker ergründen die Geschichte des Petersdoms von der Grundsteinlegung über den Abriss bis zum Neubau der Basilika und ihrer Erweiterung zum monumentalen Prachtbau. Restauratoren lüften die Geheimnisse der Renaissance-Fresken, Paläographen entziffern Handschriften aus den Archiven und stoßen auf Zeugnisse der Baumeister dieses architektonischen und spirituellen Abenteuers. In einer Mischung aus Animation und Dokumentation zeigt der Film, wie große Künstler nach den Vorgaben visionärer Päpste zwei Jahrtausende lang zur Machtentfaltung der Kurie beitrugen. Dokumentarfilm von Marc Jampolsky und Marie Thiry (F 2020, 91 Min) | YouTube
DEFINITION VATIKANSTADT
Die Vatikanstadt ist der kleinste Staat der Welt, sowohl nach Fläche (0,44 km²) als auch nach Einwohnerzahl. Sie liegt als Enklave vollständig innerhalb der italienischen Hauptstadt Rom und ist der souveräne Sitz des Papstes und damit das Zentrum der römisch-katholischen Kirche.
FAKTEN VATIKANSTADT
Status: Unabhängiger, souveräner Stadtstaat und theokratische Wahlmonarchie
Staatsoberhaupt: Der Papst
Währung: Euro (trotz keiner EU-Mitgliedschaft, aufgrund besonderer Vereinbarungen mit Italien/EU)
Wirtschaft: Die Wirtschaft stützt sich hauptsächlich auf den Tourismus, den Verkauf von Briefmarken, Münzen und Souvenirs sowie auf Eintrittsgelder für die Vatikanischen Museen.
Sprache: Die offiziellen Dokumente werden nicht mehr zwingend auf Latein verfasst, die Schweizergarde nutzt Deutsch als offizielle Sprache.
SEHENSWÜRDIGKEITEN VATIKANSTADT
Petersdom: Eine der bedeutendsten Basiliken der Welt und ein Meisterwerk der Renaissance-Architektur
Petersplatz: Der monumentale Vorplatz des Petersdoms, entworfen von Gian Lorenzo Bernini
Sixtinische Kapelle: Berühmt für ihre atemberaubenden Fresken, insbesondere die Deckenmalerei von Michelangelo, und der Ort des Konklaves zur Papstwahl.
Vatikanische Museen: Beherbergen eine der umfangreichsten Kunstsammlungen der Welt.
Vatikanische Gärten: Ein ausgedehnter und ruhiger Bereich der Vatikanstadt.
CHRONOLOGIE VATIKANSTADT
Die Geschichte der Vatikanstadt ist eng mit der Geschichte Roms und der katholischen Kirche verbunden. Die Entwicklung von einem antiken Hügel zu einem souveränen Zwergstaat lässt sich anhand dieser Chronologie nachvollziehen:
1. Jahrhundert n. Chr.: Der Ager Vaticanus (Vatikanisches Feld) ist ein sumpfiges Gebiet am Westufer des Tiber. Kaiser Caligula lässt hier einen Zirkus errichten, den Circus Vaticanus.
64 n. Chr.: Während der Christenverfolgung unter Kaiser Nero wird der Apostel Petrus im Zirkus gekreuzigt und am nahe gelegenen Vatikanischen Hügel begraben. Die Grabstätte entwickelt sich zu einem wichtigen Wallfahrtsort.
324 n. Chr.: Kaiser Konstantin der Große legalisiert das Christentum und beginnt mit dem Bau der ersten Petersbasilika über dem vermuteten Grab des Petrus.
8. Jahrhundert: Durch die Pippinische Schenkung (754 n. Chr.) an den Papst wird der Grundstein für die weltliche Macht der Päpste und die Entstehung des Kirchenstaates in Mittelitalien gelegt.
1309–1377: Die Päpste residieren nicht in Rom, sondern im französischen Avignon (Avignonesisches Papsttum). Nach ihrer Rückkehr wird der Vatikan zum ständigen Papstsitz.
15. Jahrhundert (Renaissance): Unter verschiedenen Päpsten werden der Apostolische Palast, die Sixtinische Kapelle (ab 1477) und der Wiederaufbau der Petersbasilika (ab 1506) begonnen.
1870: Im Zuge der italienischen Einigungskriege annektiert das Königreich Italien die Stadt Rom und den verbleibenden Kirchenstaat. Der Papst verliert seine weltliche Macht; Papst Pius IX. und seine Nachfolger betrachten sich als „Gefangene im Vatikan“ und lehnen es ab, den neuen italienischen Staat anzuerkennen.
11. Februar 1929: Die Lateranverträge werden zwischen dem Heiligen Stuhl (vertreten durch Kardinalstaatssekretär Pietro Gasparri) und dem Königreich Italien (vertreten durch Benito Mussolini) unterzeichnet. Diese Verträge regeln die „Römische Frage“ und führen zur Gründung des souveränen und unabhängigen Staates Vatikanstadt in seiner heutigen Form.
1939–1945: Während des Zweiten Weltkriegs bleibt die Vatikanstadt unter Pius XII. neutral.
1962–1965: Papst Johannes XXIII. beruft das Zweite Vatikanische Konzil ein, das weitreichende Reformen in der Kirche initiiert.
1981: Papst Johannes Paul II. überlebt ein Attentat auf dem Petersplatz.
BEDEUTENDE KÜNSTLER UND DEREN HAUPTWERKE IN DER VATIKANSTADT
Die Künstler, die die Vatikanstadt zu dem gemacht haben, was sie heute ist, sind Ikonen der Renaissance und des Barock.
Hier sind die bedeutendsten Künstler, deren Werke untrennbar mit dem Vatikan verbunden sind:
Michelangelo Buonarroti (1475–1564)
Michelangelo ist vielleicht der prägendste Künstler des Vatikans.
Sixtinische Kapelle (Decke): Er schuf das monumentale Deckenfresko mit Szenen aus der Genesis, einschließlich der weltberühmten Erschaffung Adams (vollendet 1512).
Sixtinische Kapelle (Altarwand): Später kehrte er zurück, um das Jüngste Gericht (vollendet 1541) an der Altarwand zu malen.
Petersdom: Nach dem Tod Bramantes übernahm er die Leitung des Baus der neuen Basilika und entwarf unter anderem die beeindruckende Kuppel, die bis heute das Stadtbild Roms prägt.
Pietà: Seine frühe Skulptur der Pietà in einer Seitenkapelle des Petersdoms ist eines der bewegendsten und technisch brillantesten Werke der Kunstgeschichte.
Raffael = Raffaello Sanzio da Urbino (1483–1520)
Raffael wurde von Papst Julius II. gleichzeitig mit Michelangelo in den Vatikan berufen.
Stanzen des Raffael (Papstgemächer): Er malte die Fresken in den privaten Gemächern des Papstes. Die berühmteste ist die Stanza della Segnatura, die Meisterwerke wie die Schule von Athen und die Disputa del Sacramento enthält.
Sixtinische Madonna (Galerie): Obwohl das Original heute in Dresden hängt, wurde es für den Vatikan in Auftrag gegeben. Die Sixtinische Madonna mit den beiden berühmten Putten ist eines der meistzitierten Kunstwerke der Welt.
Gian Lorenzo Bernini (1598–1680)
Bernini war der führende Bildhauer und Architekt des römischen Barock und gestaltete das Äußere und Innere des Petersdoms maßgeblich.
Petersplatz: Er entwarf den monumentalen Petersplatz mit seinen Kolonnaden, die den Platz wie „zwei Arme der Kirche“ umfassen.
Baldachin (Petrusgrab): Der riesige Bronzebaldachin über dem Hochaltar und dem Petrusgrab im Petersdom stammt von ihm.
Cathedra Petri (Petrusstuhl): Die aufwändige skulpturale Komposition in der Apsis des Petersdoms.
4. Donato Bramante (1444–1514)
Bramante war ein Architekt der Hochrenaissance und der erste, der mit dem Neubau des Petersdoms beauftragt wurde. Sein ursprünglicher Entwurf sah einen zentralisierten Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes vor, der später von anderen Architekten, darunter Michelangelo, modifiziert wurde.
ZITATE – VON PÄPSTEN DER VATKANSTADT
Von Päpsten und dem Vatikan
„Der Herr wird des Vergebens nie müde. Wir sind es, die des Bittens um Vergebung müde werden.“ – Papst Franziskus
„Ein wenig Barmherzigkeit macht die Welt weniger kalt und gerechter.“ – Papst Franziskus
„Alle, alle, alle sind in der Kirche willkommen, keiner soll ausgeschlossen sein.“ – Papst Franziskus
Das päpstliche Motto von Papst Franziskus lautet: „Miserando atque eligendo“ (Lateinisch für: „durch Barmherzigkeit, indem er ihn erwählt“ oder „niedrig, aber auserwählt“).
„Gleichgültigkeit ist ein Krebsgeschwür der Demokratie.“ – Papst Franziskus
VATIKANSTADT
KUNSTWERKE VATIKANSTADT
VIDEO VATIKANSTADT
Vatikanstadt. Ein Hauch von Ewigkeit | Doku HD Reupload | ARTE | Restaurierungen, archäologische Ausgrabungen, geöffnete Archive: Wissenschaftler*innen und Historiker*innen entziffern das architektonische Erbgut des Vatikans und zeigen die Rolle der Kunst bei der Entstehung des Zentrums des katholischen Glaubens. Neben den historischen Zeugnissen, die in Archiven und handschriftlichen Sammlungen aufbewahrt werden, ist der Vatikan auch ein architektonisches Meisterwerk, das weltberühmte Schätze der Malerei und Bildhauerei beherbergt. Wie wurde aus einem kleinen Hügel ein Zentrum der Kunst, der weltlichen und kirchlichen Macht? Und welchen Beitrag leisteten Malerei, Bildhauerei und Architektur zur Machtentfaltung des Papsttums? Heute öffnet die Wissenschaft Türen des Vatikans, die das päpstliche Geheimnis zuvor verschlossen hielt. Archäologen erforschen Katakomben und Nekropolen, um die Ursprünge der Ewigen Stadt freizulegen. Historiker ergründen die Geschichte des Petersdoms von der Grundsteinlegung über den Abriss bis zum Neubau der Basilika und ihrer Erweiterung zum monumentalen Prachtbau. Restauratoren lüften die Geheimnisse der Renaissance-Fresken, Paläographen entziffern Handschriften aus den Archiven und stoßen auf Zeugnisse der Baumeister dieses architektonischen und spirituellen Abenteuers. In einer Mischung aus Animation und Dokumentation zeigt der Film, wie große Künstler nach den Vorgaben visionärer Päpste zwei Jahrtausende lang zur Machtentfaltung der Kurie beitrugen. Dokumentarfilm von Marc Jampolsky und Marie Thiry (F 2020, 91 Min) | YouTube
DEFINITION VATIKANSTADT
Die Vatikanstadt ist der kleinste Staat der Welt, sowohl nach Fläche (0,44 km²) als auch nach Einwohnerzahl. Sie liegt als Enklave vollständig innerhalb der italienischen Hauptstadt Rom und ist der souveräne Sitz des Papstes und damit das Zentrum der römisch-katholischen Kirche.
FAKTEN VATIKANSTADT
Status: Unabhängiger, souveräner Stadtstaat und theokratische Wahlmonarchie
Staatsoberhaupt: Der Papst
Währung: Euro (trotz keiner EU-Mitgliedschaft, aufgrund besonderer Vereinbarungen mit Italien/EU)
Wirtschaft: Die Wirtschaft stützt sich hauptsächlich auf den Tourismus, den Verkauf von Briefmarken, Münzen und Souvenirs sowie auf Eintrittsgelder für die Vatikanischen Museen.
Sprache: Die offiziellen Dokumente werden nicht mehr zwingend auf Latein verfasst, die Schweizergarde nutzt Deutsch als offizielle Sprache.
SEHENSWÜRDIGKEITEN VATIKANSTADT
Petersdom: Eine der bedeutendsten Basiliken der Welt und ein Meisterwerk der Renaissance-Architektur
Petersplatz: Der monumentale Vorplatz des Petersdoms, entworfen von Gian Lorenzo Bernini
Sixtinische Kapelle: Berühmt für ihre atemberaubenden Fresken, insbesondere die Deckenmalerei von Michelangelo, und der Ort des Konklaves zur Papstwahl.
Vatikanische Museen: Beherbergen eine der umfangreichsten Kunstsammlungen der Welt.
Vatikanische Gärten: Ein ausgedehnter und ruhiger Bereich der Vatikanstadt.
CHRONOLOGIE VATIKANSTADT
Die Geschichte der Vatikanstadt ist eng mit der Geschichte Roms und der katholischen Kirche verbunden. Die Entwicklung von einem antiken Hügel zu einem souveränen Zwergstaat lässt sich anhand dieser Chronologie nachvollziehen:
1. Jahrhundert n. Chr.: Der Ager Vaticanus (Vatikanisches Feld) ist ein sumpfiges Gebiet am Westufer des Tiber. Kaiser Caligula lässt hier einen Zirkus errichten, den Circus Vaticanus.
64 n. Chr.: Während der Christenverfolgung unter Kaiser Nero wird der Apostel Petrus im Zirkus gekreuzigt und am nahe gelegenen Vatikanischen Hügel begraben. Die Grabstätte entwickelt sich zu einem wichtigen Wallfahrtsort.
324 n. Chr.: Kaiser Konstantin der Große legalisiert das Christentum und beginnt mit dem Bau der ersten Petersbasilika über dem vermuteten Grab des Petrus.
8. Jahrhundert: Durch die Pippinische Schenkung (754 n. Chr.) an den Papst wird der Grundstein für die weltliche Macht der Päpste und die Entstehung des Kirchenstaates in Mittelitalien gelegt.
1309–1377: Die Päpste residieren nicht in Rom, sondern im französischen Avignon (Avignonesisches Papsttum). Nach ihrer Rückkehr wird der Vatikan zum ständigen Papstsitz.
15. Jahrhundert (Renaissance): Unter verschiedenen Päpsten werden der Apostolische Palast, die Sixtinische Kapelle (ab 1477) und der Wiederaufbau der Petersbasilika (ab 1506) begonnen.
1870: Im Zuge der italienischen Einigungskriege annektiert das Königreich Italien die Stadt Rom und den verbleibenden Kirchenstaat. Der Papst verliert seine weltliche Macht; Papst Pius IX. und seine Nachfolger betrachten sich als „Gefangene im Vatikan“ und lehnen es ab, den neuen italienischen Staat anzuerkennen.
11. Februar 1929: Die Lateranverträge werden zwischen dem Heiligen Stuhl (vertreten durch Kardinalstaatssekretär Pietro Gasparri) und dem Königreich Italien (vertreten durch Benito Mussolini) unterzeichnet. Diese Verträge regeln die „Römische Frage“ und führen zur Gründung des souveränen und unabhängigen Staates Vatikanstadt in seiner heutigen Form.
1939–1945: Während des Zweiten Weltkriegs bleibt die Vatikanstadt unter Pius XII. neutral.
1962–1965: Papst Johannes XXIII. beruft das Zweite Vatikanische Konzil ein, das weitreichende Reformen in der Kirche initiiert.
1981: Papst Johannes Paul II. überlebt ein Attentat auf dem Petersplatz.
BEDEUTENDE KÜNSTLER UND DEREN HAUPTWERKE IN DER VATIKANSTADT
Die Künstler, die die Vatikanstadt zu dem gemacht haben, was sie heute ist, sind Ikonen der Renaissance und des Barock.
Hier sind die bedeutendsten Künstler, deren Werke untrennbar mit dem Vatikan verbunden sind:
Michelangelo Buonarroti (1475–1564)
Michelangelo ist vielleicht der prägendste Künstler des Vatikans.
Sixtinische Kapelle (Decke): Er schuf das monumentale Deckenfresko mit Szenen aus der Genesis, einschließlich der weltberühmten Erschaffung Adams (vollendet 1512).
Sixtinische Kapelle (Altarwand): Später kehrte er zurück, um das Jüngste Gericht (vollendet 1541) an der Altarwand zu malen.
Petersdom: Nach dem Tod Bramantes übernahm er die Leitung des Baus der neuen Basilika und entwarf unter anderem die beeindruckende Kuppel, die bis heute das Stadtbild Roms prägt.
Pietà: Seine frühe Skulptur der Pietà in einer Seitenkapelle des Petersdoms ist eines der bewegendsten und technisch brillantesten Werke der Kunstgeschichte.
Raffael = Raffaello Sanzio da Urbino (1483–1520)
Raffael wurde von Papst Julius II. gleichzeitig mit Michelangelo in den Vatikan berufen.
Stanzen des Raffael (Papstgemächer): Er malte die Fresken in den privaten Gemächern des Papstes. Die berühmteste ist die Stanza della Segnatura, die Meisterwerke wie die Schule von Athen und die Disputa del Sacramento enthält.
Sixtinische Madonna (Galerie): Obwohl das Original heute in Dresden hängt, wurde es für den Vatikan in Auftrag gegeben. Die Sixtinische Madonna mit den beiden berühmten Putten ist eines der meistzitierten Kunstwerke der Welt.
Gian Lorenzo Bernini (1598–1680)
Bernini war der führende Bildhauer und Architekt des römischen Barock und gestaltete das Äußere und Innere des Petersdoms maßgeblich.
Petersplatz: Er entwarf den monumentalen Petersplatz mit seinen Kolonnaden, die den Platz wie „zwei Arme der Kirche“ umfassen.
Baldachin (Petrusgrab): Der riesige Bronzebaldachin über dem Hochaltar und dem Petrusgrab im Petersdom stammt von ihm.
Cathedra Petri (Petrusstuhl): Die aufwändige skulpturale Komposition in der Apsis des Petersdoms.
4. Donato Bramante (1444–1514)
Bramante war ein Architekt der Hochrenaissance und der erste, der mit dem Neubau des Petersdoms beauftragt wurde. Sein ursprünglicher Entwurf sah einen zentralisierten Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes vor, der später von anderen Architekten, darunter Michelangelo, modifiziert wurde.
ZITATE – VON PÄPSTEN DER VATKANSTADT
Von Päpsten und dem Vatikan
„Der Herr wird des Vergebens nie müde. Wir sind es, die des Bittens um Vergebung müde werden.“ – Papst Franziskus
„Ein wenig Barmherzigkeit macht die Welt weniger kalt und gerechter.“ – Papst Franziskus
„Alle, alle, alle sind in der Kirche willkommen, keiner soll ausgeschlossen sein.“ – Papst Franziskus
Das päpstliche Motto von Papst Franziskus lautet: „Miserando atque eligendo“ (Lateinisch für: „durch Barmherzigkeit, indem er ihn erwählt“ oder „niedrig, aber auserwählt“).
„Gleichgültigkeit ist ein Krebsgeschwür der Demokratie.“ – Papst Franziskus