GCB Kunstlexikon
HOLZSKULPTUREN
KUNSTWERKE HOLZSKULPTUREN

Holzskulpturen, Klaus Hack, Tänzerin, 2023, 2024, Pappel, weiss gefasst, 74,5 cm x 32 cm x 31,5 cm, Preis auf Anfrage, Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen, Laura Eckert, NN44, 2023, Kirsche, Efeu, Pigment, Schellack, 42 cm x 25 cm x 26 cm, Preis auf Anfrage, Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen, Armin Göhringer, o.T. (24), 2013, Holz geschwärzt, 87 x 120 cm x 28 cm, Preis auf Anfrage, SüdWestGalerie

Holzskulpturen | Klaus Hack | Turm | 2019-2020 | Kirsche, weiß gefasst | 131 cm x 61,5 cm x 39 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Jan Thomas | K.K. | 2012-2013 | Pappelholz, Palette | Höhe: 210 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen, Daniel Wagenblast, Schoko Frau, 2014, Holz bemalt, 25 cm x 27 cm, Preis auf Anfrage, SüdWestGalerie

Holzskulpturen | Klaus Hack | Babel Turm | 2018-2019 | Eiche, weiß gefasst | 198 cm x 66 cm x 57 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Nachtfahrt | 2016 | 149 cm x 88 cm x 9 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Daniel Wagenblast | Reiter | 2011-2013 | Holz bemalt | 90 cm x 95 cm x 35 cm | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Andreas Welzenbach | Selbstmordattentäter | 2007 | Holz, farbig gefasst | 110 cm x 80 cm x 72 cm | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie

Holzskulpturen | Klaus Hack | Spiel | Holz, weiß gefasst | 148 cm x 98,5 cm x 9 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Jan Thomas | Pandämonium II | 2010-2011 | Pappelholz, Palette | Höhe: 203 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Sitzende Figur | 2013 | Holz, weiß gefasst | 123,5 cm x 56 cm x 34 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Figur mit Zöpfen | 2012-2013 | Pappel, weiß gefasst | 84,5 cm x 29 cm x 26 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Daniel Wagenblast | Schoko Frau | 2014 | 25 cm x 27 cm | Holz, bemalt | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Ohrenmaschinistin | 2013-2014 | Pappel, weiß gefasst | 100,5 cm x 34,5 cm x 28 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Armin Göhringer | o.T. | Holz, geschwärzt, Eisen | 2017 | 150 cm x 130 cm x 45 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Turm | 2019-2020 | Weißbuche weiß gefasst | 155,5 cm x 33 cm x 29 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen, Klaus Hack, Elf Türme, 2020, 2021, Linde weiss gefasst, 118,3 cm x 65 cm x 60,5 cm, Preis auf Anfrage, Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Andreas Welzenbach | Die Kriegsversehrten | 2007 | Linde, farbig gefasst | je ca. 33 x 38 x 17 cm | neun-teilig | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie
VIDEO | FILM HOLZSKULPTUREN
Stephan Balkenhol, der außergewöhnliche Bildhauer | Doku 2006 | wocomoCULTURE | Der Bildhauer Stephan Balkenhol ist ein Weltstar der deutschen Kunstszene. Dabei ist der Künstler so bodenständig geblieben wie seine Figuren selbst. Seine Holzmenschen erzielen Höchstpreise bei Auktionen von Christie’s, Sothebie’s und Co.. Dem Trend zur Abstraktion zum Trotz entdeckte Balkenhol das Figürliche für sich neu. Der Mensch an sich, der hektischen Alltagswelt entrissen, nachdenkend, mit leerem Blick. Die Sensation liegt im Gewöhnlichen. Gegen das Pathos der Denkmäler und Monumente. Der Film wirft einen Blick in die Welt des Stephan Balkenhol und beobachtet ihn bei der Arbeit – das Portrait eines außergewöhnlichen Künstlers. | Originaltitel: Menschen tierisch! – Der Bildhauer Stephan Balkenhol Ein Film von Sylvie Banuls und Peter Heller | © 2006 | Lizenz Filmkraft Peter Heller | YouTube
DEFINITION HOLZSKULPTUREN
Holzskulpturen reichen von traditioneller Handwerkskunst bis hin zu zeitgenössischer Kunst und werden in verschiedenen Stilen und Holzarten ausgeführt. Als Vollplastiken werden freistehende Skulpturen allseitig aus Holzblöcken herausgearbeitet, so dass diese dann von allen Seiten betrachtet werden können. Stilistisch reicht das Spektrum von traditionell realistisch-figürlichen bis hin zu abstrakten oder konkret-konstruktiven Werken.
Aus Stammholz (bis Anfang des 19. Jahrhunderts) oder aus einem geleimtem Holzblock wird mit grobem Schnitzeisen und dem Knüppel die Grundform herausgehauen. Die Einzelheiten werden mit feineren Schnitzeisen ausgeführt und mit Messern, Raspeln und Glaspapier geglättet. Angesetzt wird in der Regel nur das über die Blockgrenzen Hinausreichende, fast immer aber die Hände. Bei den aus dem Stamm geschnittenen Figuren muss das Kernholz beseitigt sein, um Risse zu vermeiden.
CHRONOLOGIE HOLZSKULPTUREN
Bildschnitzer und Schreiner gehörten im Mittelalter verschiedenen Zünften an. Holz ist neben Ton und Bein vermutlich der Werkstoff für die frühesten plastischen Arbeiten. Als Material wurden in der Regel einheimische Hölzer verwendet, z.B. in den Niederlanden, Norddeutschland und Skandinavien vorwiegend Eichenholz, in Süddeutschland, wo dieses dem figürlichen Schmuck von Schreinerarbeiten (Chorgestühl, Türflügel) diente, war es im allgemeinen Lindenholz, in den Alpenländern auch Arvenholz. Obstbaum- und besonders das harte Buchsbaumholz wurden vornehmlich für Kleinplastiken und Bozzetti verwendet. Bevorzugte Holzarten in Japan waren Kampfer, besonders in der frühen Großplastik, später japanische Zypresse, aber auch Kirsche und Nusseibe.
EUROPA UND MITTELMEERRAUM
Ägyptische Holzskulpturen sind zahlreich erhalten, für die klassische Antike (chryselephantine Bildwerke) sind sie literarisch bezeugt. Von großer Bedeutung für die christliche Ikonographie sind die Reliefs der Holztüren frühchristlicher Kirchen. Ihre Blüte erreichte die Holzbildhauerei, nach religiös begründetem Verzicht auf Bildwerke in der Frühzeit, jedoch erst im Mittelalter. Monumentale Kruzifixe (Gerokruzifix, um 970; Köln, Dom) und Madonnenfiguren wurden gestaltet (Holztüren von St. Maria im Kapitol, Köln, Mitte 11. Jh.; Essener Madonna, um 980, und Imad-Madonna in Paderborn, um 1055, beide ursprünglich mit Goldblech überzogen). Im 14. Jahrhundert entstanden im Rahmen der Andachtsbilder die Christus-Johannes-Gruppen, gleichzeitig in Spanien eindrucksvolle Madonnenfiguren und Kruzifixe. Im Hoch- und Spätmittelalter gestaltete man Schnitzaltäre, die Flügel gemalt oder in Relief, das Mittelstück meistens geschnitzt. Den Höhepunkt der Darstellung erreichte die Holzbildhauerei in der Spätgotik mit Tilman Riemenschneider, Veit Stoss, Michael Pacher, Christoph Berg und in Flandern mit Jan Borman. Seit dem Ausgang des Mittelalters verzichteten die Künstler als Folge eines gewandelten Kunstverständnisses verschiedentlich auf die farbige Fassung (Tilman Riemenschneider). Aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind die Werke von Georg Petel (Frühbarock), Balthasar Permoser (Sächsischer Barock), Ignaz Günther (Rokoko) und Joseph Anton Feuchtmayer (Rokoko) hervorzuheben. Als Bildhauer der Moderne sind Ernst Balach, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Hartung und Otto Baum Wegbereiter für die zeitgenössische Bildhauerei
AUSSEREUROPAISCHE KULTUREN
In Indien ist die Holzbildhauerei wie der Holzbau eine alte, jedoch kaum überlieferte Gattung dekorativer und ritueller Kunst: Die skulptierten Zäune und Tore der buddhistischen Stupas von Bharhut und Sanchi können einen Einblick in die traditionelle indische Holzbildhauerei vermitteln. Zahlreich überliefert sind geschnitzte Buchdeckel buddhistischer Manuskripte (Nepal, Tibet), Paneele und Figuren hölzerner Prozessionswagen (Nepal, Südindien) und kunsthandwerkliche Objekte der letzten Jahrhunderte. In Japan war auf Grund seines Waldreichtums Holz ein beliebtes Material der Bildhauer und Kunsthandwerker. Buddhistische Gottheiten wurden seit dem 8. Jahrhundert aus einem massiven Holzblock mit drapiertem Gewand herausgearbeitet (Ichi-boku-Technik); seit dem 11. Jh. entstanden aus mehreren Teilen zusammengesetzte Holzplastiken (Yosegi-Technik). Weiterhin wurden in Holz shintoistische Götterfiguren in einfacher japanischer Gewandung und Porträtplastiken von Priestern, aber auch weltliche Personen gearbeitet. Masken entstanden meist in Yosegi-Technik, auch Netsuke wurden aus Holz geschnitzt. Als Bauschmuck wurden Reliefs über Schiebetüren (Ramma) an Portalen mit Blumen- und Tierdarstellungen angebracht (Nijo-Palast in Kioto, Nikko-Mausoleum). – Die japanischen Holzbildwerke sind in der Regel farbig gefasst oder vergoldet. In Indonesien spielt die Holzbildhauerei in polychromen Schnitzarbeiten an den Häusern der Toraja und der Batak eine bedeutende Rolle, ebenso in Skulpturen auf Bali und Masken auf Java und Bali. In Ozeanien hat die Holzbildhauerei überragende Bedeutung. Die Einzelplastik herrscht vor. Sie wurde fast immer aus einem Kernholz gearbeitet, die äußere Begrenzung durch die enge Stammform wo nötig durch à-jour-Arbeit oder die Verwendung tropischer Bäume mit Brettwurzeln überwunden. Zusammengesetzte Figuren oder ganze Ensembles finden sich hier äußerst selten. Besonders kunstvoll sind z. B. die Malanggane von Neuirland, Korware von NW-Neuguinea, Mbis-Pfähle der Asmat. Neben Götter- und Ahnenfiguren wurden vielfältige Masken, Verzierungen an Gebrauchsgegenständen (Nackenstützen, Booten, Schemeln u.a.) sowie Gebäuden (z. B. reliefartige Bildwerke als Architekturteile bei den Maori) geschaffen. In Afrika ist die Holzbildhauerei die bei weitem wichtigste Form des Kunstschaffens und wird von fast allen künstlerisch tätigen Volksgruppen ausgeübt, besonders bei den Bodenbauern von Sierra Leone im Nordwesten bis Madagaskar im Südosten. Holzbildhauer sind aus kulturellen Gründen häufig die Schmiede, da sie in vielen Gesellschaften wegen ihres Umgangs mit dem Feuer eine Sonderstellung einnehmen. Generell ist die Holzbildhauerei anonymes Schaffen für den Stamm, für eine bündische Organisation oder auch für Privatpersonen. Nur in Ausnahmefällen (Yoruba) sind Künstler (Künstlerschulen, Künstlerfamilien) namentlich bekannt geworden. Erst in jüngerer Zeit konnten die Namen einiger Holzbildhauer aufgezeichnet werden. Eine große Anzahl von Holzsorten wird für die Holzbildhauerei verwendet und häufig unter rituellen Handlungen ausgesucht: von sehr weichem (oft für Masken) bis zum „Eisenholz“, das dem Termitenfraß länger standhält und deshalb meist zum Herstellen von Figuren dient.
In Amerika sind aus präkolumbianischer Zeit im mesoamerikanischen Raum nur wenige Holzarbeiten erhalten. Dazu gehören z.B. die geschnitzten hölzernen Türstürze der Maya mit Hieroglypheninschriften (in Tikal) und aztekische Zungentrommeln. Aus dem andinen Bereich, v.a. aus der Inkazeit, stammen geschnitzte Holzbecher (Keru), Holzskulpturen aus der späten Moche-Kultur sowie in Gräbern der Küstenkulturen (z. B. in Ica) gefundene, kunstvoll geschnitzte Ruder und Kielschwerter. In Nordamerika sind hervorragende Beispiele der Holzbildhauerei die Arbeiten der Nordwestküsten-Indianer, im Südwesten die Kachina-Puppen der Hopi und die monumentalen Götterfiguren der Zuni, im Osten die Masken der Irokesen sowie die Masken der Eskimo im südlichen Alaska.
BEDEUTENDE WEGBEREITER FÜR ZEITGENÖSSISCHE HOLZSKULPTUREN
Wichtige Wegbereiter für die zeitgenössische Holzskulptur sind Künstler, die das Material über traditionelle Handwerkstechniken hinaus in die Sphäre der modernen und konzeptuellen Kunst überführt haben. Zu den bedeutendsten gehören Louise Nevelson, Ernst Barlach, Rudolf Wachter und Stephan Balkenhol.
Louise Nevelson (1899-1988): Nevelson gilt als eine der Schlüsselfiguren, die Holz in der modernen Kunst etablierten. Sie ist bekannt für ihre monumentalen, monochrom bemalten Wandreliefs und Installationen aus gesammelten Holzfragmenten und Fundstücken, die sie zu komplexen, abstrakten Kompositionen arrangierte.
Ernst Barlach (1870-1938): Obwohl er vor der „zeitgenössischen“ Ära im engeren Sinne wirkte, war Barlach ein wichtiger Wegbereiter für die expressive und emotionale Kraft der Holzskulptur. Seine figürlichen Werke sind von herausragender Bedeutung und beeinflussten spätere Generationen.
Henry Moore (1898-1986): Obwohl er oft mit Stein und Bronze assoziiert wird, hat auch Moore bedeutende Holzskulpturen geschaffen. Er betonte die organischen Formen und die natürliche Schönheit des Materials, was die Wertschätzung für Holz als eigenständiges künstlerisches Medium förderte.
Diese Künstler haben durch ihre innovativen Ansätze und ihren Bruch mit Konventionen das Fundament für die Vielfalt der heutigen zeitgenössischen Holzbildhauerei gelegt.
BEDEUTENDE ZEITGENÖSSISCHE HOLZBILDHAUER
Rudolf Wachter (1923-2011): Als deutscher Bildhauer war Wachter in den 1970er Jahren ein Pionier der ungegenständlichen, freien Holzskulptur. Er schöpfte primär aus eigener künstlerischer Erfahrung, ohne direkten Rückgriff auf die traditionelle Kunstgeschichte, und ließ das Holz in seinen Werken „mitarbeiten“.
Stephan Balkenhol (geb. 1957): Balkenhol zählt zu den bekanntesten deutschen zeitgenössischen Bildhauern. Er ist berühmt für seine einfachen, oft farbig gefassten menschlichen Figuren, die er direkt aus dem Holzblock schnitzt und die eine Brücke zwischen traditioneller Figuration und zeitgenössischer Kunst schlagen.
Armin Göhringer (geb. 1954) balanciert im Dialog von Masse und Leere massive, archaisch wirkenden Holzblöcken mit filigranen, fast schwebenden Innenstrukturen aus Stäben und Gittern aus und transformiert dabei das Schwere ins Leichte und macht den umgebenden Raum zum integralen Bestandteil der Skulptur.
Daniel Wagenblast (geb. 1963) In einer Zeit, in der viele zeitgenössische Künstler abstrakte oder konzeptuelle Wege beschreiten, behauptet Daniel Wagenblast die figurative Skulptur. Seine archetypischen Holzskulpturen sind weder realistisch noch idealisiert, sondern karikaturhaft überhöht und roh in der Ausführung.
Klaus Hack (geb. 1966) hat eine eigenständige, unverwechselbare Formensprache entwickelt. Seine archaisch anmutenden, weiß lasierten Figuren und Schreine sind ein wichtiger Beitrag zur modernen deutschen Bildhauerei.
Jan Thomas (geb. 1970) Die Holzskulpturen zeichnen sich durch eine Kombination aus figurativen und abstrakten Elementen aus. Jan Thomas verbindet wilde, organisch-abstrakte Formen mit konkreten Darstellungen, oft Tier- oder menschenähnlichen Figuren, die eine Mischung aus Ernsthaftigkeit, Würde und Bedrohung ausstrahlen.
STICHWORTE HOLZSKULPTUREN
Kettensägenkunst, Oberflächenbehandlung, Vollplastik, Archaik, Gotik, Renaissance, Expressionismus, figürlich, Figuration, monumental, gut zu schnitzendes Lindenholz, Hartholz, Maserung, Wuchsrichtung, Masse und Leere, Leichtigkeit und Schwere, organische Formen, Emotion, Ausdruck, Ästhetik
ZITATE ZUM THEMA HOLZSKULPTUREN
„Gearbeitet wird an reduzierten, einfachen Lösungen, dabei entstehen riskante und noch stabile Gebilde. Es ist ein Ausloten der Grenzen und ein Aufruf zur Balance und Achtsamkeit.“ | Armin Göhringer
„Ich begreife das Holz als lebendige Substanz.“ | Stephan Balkenhol
„In jedem Stück Holz steckt eine Skulptur; man muss nur das Überflüssige wegschnitzen.“ | frei nach Michelangelo, der Ähnliches über den Marmor sagte, was jedoch oft auf Holz übertragen wird
„Das Holz hat seinen eigenen Willen, seinen eigenen Wuchs, seine eigene Geschichte. Der Bildhauer muss lernen, mit ihm zu arbeiten, nicht gegen es.“
„Die Figur umgibt ein Zauber, und dieser Zauber rührt nicht zuletzt von der subtilen Ausführung aller Details und jenem leicht getönten Film, der die Lindenholzfigur in Gänze überzieht und ihr einen bernsteinfarbenen, überirdischen Schimmer verleiht.“ | aus einer kunsthistorischen Betrachtung zu den „ungefassten Altarwerken“ Tilman Riemenschneiders, die die Wirkung des puren Holzes beschreibt
HOLZSKULPTUREN
KUNSTWERKE HOLZSKULPTUREN

Holzskulpturen, Klaus Hack, Tänzerin, 2023, 2024, Pappel, weiss gefasst, 74,5 cm x 32 cm x 31,5 cm, Preis auf Anfrage, Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen, Laura Eckert, NN44, 2023, Kirsche, Efeu, Pigment, Schellack, 42 cm x 25 cm x 26 cm, Preis auf Anfrage, Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen, Armin Göhringer, o.T. (24), 2013, Holz geschwärzt, 87 x 120 cm x 28 cm, Preis auf Anfrage, SüdWestGalerie

Holzskulpturen | Klaus Hack | Turm | 2019-2020 | Kirsche, weiß gefasst | 131 cm x 61,5 cm x 39 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Jan Thomas | K.K. | 2012-2013 | Pappelholz, Palette | Höhe: 210 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen, Daniel Wagenblast, Schoko Frau, 2014, Holz bemalt, 25 cm x 27 cm, Preis auf Anfrage, SüdWestGalerie

Holzskulpturen | Klaus Hack | Babel Turm | 2018-2019 | Eiche, weiß gefasst | 198 cm x 66 cm x 57 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Nachtfahrt | 2016 | 149 cm x 88 cm x 9 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Daniel Wagenblast | Reiter | 2011-2013 | Holz bemalt | 90 cm x 95 cm x 35 cm | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Andreas Welzenbach | Selbstmordattentäter | 2007 | Holz, farbig gefasst | 110 cm x 80 cm x 72 cm | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie

Holzskulpturen | Klaus Hack | Spiel | Holz, weiß gefasst | 148 cm x 98,5 cm x 9 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Jan Thomas | Pandämonium II | 2010-2011 | Pappelholz, Palette | Höhe: 203 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Sitzende Figur | 2013 | Holz, weiß gefasst | 123,5 cm x 56 cm x 34 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Figur mit Zöpfen | 2012-2013 | Pappel, weiß gefasst | 84,5 cm x 29 cm x 26 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Daniel Wagenblast | Schoko Frau | 2014 | 25 cm x 27 cm | Holz, bemalt | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Ohrenmaschinistin | 2013-2014 | Pappel, weiß gefasst | 100,5 cm x 34,5 cm x 28 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Armin Göhringer | o.T. | Holz, geschwärzt, Eisen | 2017 | 150 cm x 130 cm x 45 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Turm | 2019-2020 | Weißbuche weiß gefasst | 155,5 cm x 33 cm x 29 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen, Klaus Hack, Elf Türme, 2020, 2021, Linde weiss gefasst, 118,3 cm x 65 cm x 60,5 cm, Preis auf Anfrage, Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Andreas Welzenbach | Die Kriegsversehrten | 2007 | Linde, farbig gefasst | je ca. 33 x 38 x 17 cm | neun-teilig | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie
VIDEO | FILM HOLZSKULPTUREN
Stephan Balkenhol, der außergewöhnliche Bildhauer | Doku 2006 | wocomoCULTURE | Der Bildhauer Stephan Balkenhol ist ein Weltstar der deutschen Kunstszene. Dabei ist der Künstler so bodenständig geblieben wie seine Figuren selbst. Seine Holzmenschen erzielen Höchstpreise bei Auktionen von Christie’s, Sothebie’s und Co.. Dem Trend zur Abstraktion zum Trotz entdeckte Balkenhol das Figürliche für sich neu. Der Mensch an sich, der hektischen Alltagswelt entrissen, nachdenkend, mit leerem Blick. Die Sensation liegt im Gewöhnlichen. Gegen das Pathos der Denkmäler und Monumente. Der Film wirft einen Blick in die Welt des Stephan Balkenhol und beobachtet ihn bei der Arbeit – das Portrait eines außergewöhnlichen Künstlers. | Originaltitel: Menschen tierisch! – Der Bildhauer Stephan Balkenhol Ein Film von Sylvie Banuls und Peter Heller | © 2006 | Lizenz Filmkraft Peter Heller | YouTube
DEFINITION HOLZSKULPTUREN
Holzskulpturen reichen von traditioneller Handwerkskunst bis hin zu zeitgenössischer Kunst und werden in verschiedenen Stilen und Holzarten ausgeführt. Als Vollplastiken werden freistehende Skulpturen allseitig aus Holzblöcken herausgearbeitet, so dass diese dann von allen Seiten betrachtet werden können. Stilistisch reicht das Spektrum von traditionell realistisch-figürlichen bis hin zu abstrakten oder konkret-konstruktiven Werken.
Aus Stammholz (bis Anfang des 19. Jahrhunderts) oder aus einem geleimtem Holzblock wird mit grobem Schnitzeisen und dem Knüppel die Grundform herausgehauen. Die Einzelheiten werden mit feineren Schnitzeisen ausgeführt und mit Messern, Raspeln und Glaspapier geglättet. Angesetzt wird in der Regel nur das über die Blockgrenzen Hinausreichende, fast immer aber die Hände. Bei den aus dem Stamm geschnittenen Figuren muss das Kernholz beseitigt sein, um Risse zu vermeiden.
CHRONOLOGIE HOLZSKULPTUREN
Bildschnitzer und Schreiner gehörten im Mittelalter verschiedenen Zünften an. Holz ist neben Ton und Bein vermutlich der Werkstoff für die frühesten plastischen Arbeiten. Als Material wurden in der Regel einheimische Hölzer verwendet, z.B. in den Niederlanden, Norddeutschland und Skandinavien vorwiegend Eichenholz, in Süddeutschland, wo dieses dem figürlichen Schmuck von Schreinerarbeiten (Chorgestühl, Türflügel) diente, war es im allgemeinen Lindenholz, in den Alpenländern auch Arvenholz. Obstbaum- und besonders das harte Buchsbaumholz wurden vornehmlich für Kleinplastiken und Bozzetti verwendet. Bevorzugte Holzarten in Japan waren Kampfer, besonders in der frühen Großplastik, später japanische Zypresse, aber auch Kirsche und Nusseibe.
EUROPA UND MITTELMEERRAUM
Ägyptische Holzskulpturen sind zahlreich erhalten, für die klassische Antike (chryselephantine Bildwerke) sind sie literarisch bezeugt. Von großer Bedeutung für die christliche Ikonographie sind die Reliefs der Holztüren frühchristlicher Kirchen. Ihre Blüte erreichte die Holzbildhauerei, nach religiös begründetem Verzicht auf Bildwerke in der Frühzeit, jedoch erst im Mittelalter. Monumentale Kruzifixe (Gerokruzifix, um 970; Köln, Dom) und Madonnenfiguren wurden gestaltet (Holztüren von St. Maria im Kapitol, Köln, Mitte 11. Jh.; Essener Madonna, um 980, und Imad-Madonna in Paderborn, um 1055, beide ursprünglich mit Goldblech überzogen). Im 14. Jahrhundert entstanden im Rahmen der Andachtsbilder die Christus-Johannes-Gruppen, gleichzeitig in Spanien eindrucksvolle Madonnenfiguren und Kruzifixe. Im Hoch- und Spätmittelalter gestaltete man Schnitzaltäre, die Flügel gemalt oder in Relief, das Mittelstück meistens geschnitzt. Den Höhepunkt der Darstellung erreichte die Holzbildhauerei in der Spätgotik mit Tilman Riemenschneider, Veit Stoss, Michael Pacher, Christoph Berg und in Flandern mit Jan Borman. Seit dem Ausgang des Mittelalters verzichteten die Künstler als Folge eines gewandelten Kunstverständnisses verschiedentlich auf die farbige Fassung (Tilman Riemenschneider). Aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind die Werke von Georg Petel (Frühbarock), Balthasar Permoser (Sächsischer Barock), Ignaz Günther (Rokoko) und Joseph Anton Feuchtmayer (Rokoko) hervorzuheben. Als Bildhauer der Moderne sind Ernst Balach, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Hartung und Otto Baum Wegbereiter für die zeitgenössische Bildhauerei
AUSSEREUROPAISCHE KULTUREN
In Indien ist die Holzbildhauerei wie der Holzbau eine alte, jedoch kaum überlieferte Gattung dekorativer und ritueller Kunst: Die skulptierten Zäune und Tore der buddhistischen Stupas von Bharhut und Sanchi können einen Einblick in die traditionelle indische Holzbildhauerei vermitteln. Zahlreich überliefert sind geschnitzte Buchdeckel buddhistischer Manuskripte (Nepal, Tibet), Paneele und Figuren hölzerner Prozessionswagen (Nepal, Südindien) und kunsthandwerkliche Objekte der letzten Jahrhunderte. In Japan war auf Grund seines Waldreichtums Holz ein beliebtes Material der Bildhauer und Kunsthandwerker. Buddhistische Gottheiten wurden seit dem 8. Jahrhundert aus einem massiven Holzblock mit drapiertem Gewand herausgearbeitet (Ichi-boku-Technik); seit dem 11. Jh. entstanden aus mehreren Teilen zusammengesetzte Holzplastiken (Yosegi-Technik). Weiterhin wurden in Holz shintoistische Götterfiguren in einfacher japanischer Gewandung und Porträtplastiken von Priestern, aber auch weltliche Personen gearbeitet. Masken entstanden meist in Yosegi-Technik, auch Netsuke wurden aus Holz geschnitzt. Als Bauschmuck wurden Reliefs über Schiebetüren (Ramma) an Portalen mit Blumen- und Tierdarstellungen angebracht (Nijo-Palast in Kioto, Nikko-Mausoleum). – Die japanischen Holzbildwerke sind in der Regel farbig gefasst oder vergoldet. In Indonesien spielt die Holzbildhauerei in polychromen Schnitzarbeiten an den Häusern der Toraja und der Batak eine bedeutende Rolle, ebenso in Skulpturen auf Bali und Masken auf Java und Bali. In Ozeanien hat die Holzbildhauerei überragende Bedeutung. Die Einzelplastik herrscht vor. Sie wurde fast immer aus einem Kernholz gearbeitet, die äußere Begrenzung durch die enge Stammform wo nötig durch à-jour-Arbeit oder die Verwendung tropischer Bäume mit Brettwurzeln überwunden. Zusammengesetzte Figuren oder ganze Ensembles finden sich hier äußerst selten. Besonders kunstvoll sind z. B. die Malanggane von Neuirland, Korware von NW-Neuguinea, Mbis-Pfähle der Asmat. Neben Götter- und Ahnenfiguren wurden vielfältige Masken, Verzierungen an Gebrauchsgegenständen (Nackenstützen, Booten, Schemeln u.a.) sowie Gebäuden (z. B. reliefartige Bildwerke als Architekturteile bei den Maori) geschaffen. In Afrika ist die Holzbildhauerei die bei weitem wichtigste Form des Kunstschaffens und wird von fast allen künstlerisch tätigen Volksgruppen ausgeübt, besonders bei den Bodenbauern von Sierra Leone im Nordwesten bis Madagaskar im Südosten. Holzbildhauer sind aus kulturellen Gründen häufig die Schmiede, da sie in vielen Gesellschaften wegen ihres Umgangs mit dem Feuer eine Sonderstellung einnehmen. Generell ist die Holzbildhauerei anonymes Schaffen für den Stamm, für eine bündische Organisation oder auch für Privatpersonen. Nur in Ausnahmefällen (Yoruba) sind Künstler (Künstlerschulen, Künstlerfamilien) namentlich bekannt geworden. Erst in jüngerer Zeit konnten die Namen einiger Holzbildhauer aufgezeichnet werden. Eine große Anzahl von Holzsorten wird für die Holzbildhauerei verwendet und häufig unter rituellen Handlungen ausgesucht: von sehr weichem (oft für Masken) bis zum „Eisenholz“, das dem Termitenfraß länger standhält und deshalb meist zum Herstellen von Figuren dient.
In Amerika sind aus präkolumbianischer Zeit im mesoamerikanischen Raum nur wenige Holzarbeiten erhalten. Dazu gehören z.B. die geschnitzten hölzernen Türstürze der Maya mit Hieroglypheninschriften (in Tikal) und aztekische Zungentrommeln. Aus dem andinen Bereich, v.a. aus der Inkazeit, stammen geschnitzte Holzbecher (Keru), Holzskulpturen aus der späten Moche-Kultur sowie in Gräbern der Küstenkulturen (z. B. in Ica) gefundene, kunstvoll geschnitzte Ruder und Kielschwerter. In Nordamerika sind hervorragende Beispiele der Holzbildhauerei die Arbeiten der Nordwestküsten-Indianer, im Südwesten die Kachina-Puppen der Hopi und die monumentalen Götterfiguren der Zuni, im Osten die Masken der Irokesen sowie die Masken der Eskimo im südlichen Alaska.
BEDEUTENDE WEGBEREITER FÜR ZEITGENÖSSISCHE HOLZSKULPTUREN
Wichtige Wegbereiter für die zeitgenössische Holzskulptur sind Künstler, die das Material über traditionelle Handwerkstechniken hinaus in die Sphäre der modernen und konzeptuellen Kunst überführt haben. Zu den bedeutendsten gehören Louise Nevelson, Ernst Barlach, Rudolf Wachter und Stephan Balkenhol.
Louise Nevelson (1899-1988): Nevelson gilt als eine der Schlüsselfiguren, die Holz in der modernen Kunst etablierten. Sie ist bekannt für ihre monumentalen, monochrom bemalten Wandreliefs und Installationen aus gesammelten Holzfragmenten und Fundstücken, die sie zu komplexen, abstrakten Kompositionen arrangierte.
Ernst Barlach (1870-1938): Obwohl er vor der „zeitgenössischen“ Ära im engeren Sinne wirkte, war Barlach ein wichtiger Wegbereiter für die expressive und emotionale Kraft der Holzskulptur. Seine figürlichen Werke sind von herausragender Bedeutung und beeinflussten spätere Generationen.
Henry Moore (1898-1986): Obwohl er oft mit Stein und Bronze assoziiert wird, hat auch Moore bedeutende Holzskulpturen geschaffen. Er betonte die organischen Formen und die natürliche Schönheit des Materials, was die Wertschätzung für Holz als eigenständiges künstlerisches Medium förderte.
Diese Künstler haben durch ihre innovativen Ansätze und ihren Bruch mit Konventionen das Fundament für die Vielfalt der heutigen zeitgenössischen Holzbildhauerei gelegt.
BEDEUTENDE ZEITGENÖSSISCHE HOLZBILDHAUER
Rudolf Wachter (1923-2011): Als deutscher Bildhauer war Wachter in den 1970er Jahren ein Pionier der ungegenständlichen, freien Holzskulptur. Er schöpfte primär aus eigener künstlerischer Erfahrung, ohne direkten Rückgriff auf die traditionelle Kunstgeschichte, und ließ das Holz in seinen Werken „mitarbeiten“.
Stephan Balkenhol (geb. 1957): Balkenhol zählt zu den bekanntesten deutschen zeitgenössischen Bildhauern. Er ist berühmt für seine einfachen, oft farbig gefassten menschlichen Figuren, die er direkt aus dem Holzblock schnitzt und die eine Brücke zwischen traditioneller Figuration und zeitgenössischer Kunst schlagen.
Armin Göhringer (geb. 1954) balanciert im Dialog von Masse und Leere massive, archaisch wirkenden Holzblöcken mit filigranen, fast schwebenden Innenstrukturen aus Stäben und Gittern aus und transformiert dabei das Schwere ins Leichte und macht den umgebenden Raum zum integralen Bestandteil der Skulptur.
Daniel Wagenblast (geb. 1963) In einer Zeit, in der viele zeitgenössische Künstler abstrakte oder konzeptuelle Wege beschreiten, behauptet Daniel Wagenblast die figurative Skulptur. Seine archetypischen Holzskulpturen sind weder realistisch noch idealisiert, sondern karikaturhaft überhöht und roh in der Ausführung.
Klaus Hack (geb. 1966) hat eine eigenständige, unverwechselbare Formensprache entwickelt. Seine archaisch anmutenden, weiß lasierten Figuren und Schreine sind ein wichtiger Beitrag zur modernen deutschen Bildhauerei.
Jan Thomas (geb. 1970) Die Holzskulpturen zeichnen sich durch eine Kombination aus figurativen und abstrakten Elementen aus. Jan Thomas verbindet wilde, organisch-abstrakte Formen mit konkreten Darstellungen, oft Tier- oder menschenähnlichen Figuren, die eine Mischung aus Ernsthaftigkeit, Würde und Bedrohung ausstrahlen.
STICHWORTE HOLZSKULPTUREN
Kettensägenkunst, Oberflächenbehandlung, Vollplastik, Archaik, Gotik, Renaissance, Expressionismus, figürlich, Figuration, monumental, gut zu schnitzendes Lindenholz, Hartholz, Maserung, Wuchsrichtung, Masse und Leere, Leichtigkeit und Schwere, organische Formen, Emotion, Ausdruck, Ästhetik
ZITATE ZUM THEMA HOLZSKULPTUREN
„Gearbeitet wird an reduzierten, einfachen Lösungen, dabei entstehen riskante und noch stabile Gebilde. Es ist ein Ausloten der Grenzen und ein Aufruf zur Balance und Achtsamkeit.“ | Armin Göhringer
„Ich begreife das Holz als lebendige Substanz.“ | Stephan Balkenhol
„In jedem Stück Holz steckt eine Skulptur; man muss nur das Überflüssige wegschnitzen.“ | frei nach Michelangelo, der Ähnliches über den Marmor sagte, was jedoch oft auf Holz übertragen wird
„Das Holz hat seinen eigenen Willen, seinen eigenen Wuchs, seine eigene Geschichte. Der Bildhauer muss lernen, mit ihm zu arbeiten, nicht gegen es.“
„Die Figur umgibt ein Zauber, und dieser Zauber rührt nicht zuletzt von der subtilen Ausführung aller Details und jenem leicht getönten Film, der die Lindenholzfigur in Gänze überzieht und ihr einen bernsteinfarbenen, überirdischen Schimmer verleiht.“ | aus einer kunsthistorischen Betrachtung zu den „ungefassten Altarwerken“ Tilman Riemenschneiders, die die Wirkung des puren Holzes beschreibt
HOLZSKULPTUREN
KUNSTWERKE HOLZSKULPTUREN

Holzskulpturen, Klaus Hack, Tänzerin, 2023, 2024, Pappel, weiss gefasst, 74,5 cm x 32 cm x 31,5 cm, Preis auf Anfrage, Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen, Laura Eckert, NN44, 2023, Kirsche, Efeu, Pigment, Schellack, 42 cm x 25 cm x 26 cm, Preis auf Anfrage, Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen, Armin Göhringer, o.T. (24), 2013, Holz geschwärzt, 87 x 120 cm x 28 cm, Preis auf Anfrage, SüdWestGalerie

Holzskulpturen | Klaus Hack | Turm | 2019-2020 | Kirsche, weiß gefasst | 131 cm x 61,5 cm x 39 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Jan Thomas | K.K. | 2012-2013 | Pappelholz, Palette | Höhe: 210 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen, Daniel Wagenblast, Schoko Frau, 2014, Holz bemalt, 25 cm x 27 cm, Preis auf Anfrage, SüdWestGalerie

Holzskulpturen | Klaus Hack | Babel Turm | 2018-2019 | Eiche, weiß gefasst | 198 cm x 66 cm x 57 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Nachtfahrt | 2016 | 149 cm x 88 cm x 9 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Daniel Wagenblast | Reiter | 2011-2013 | Holz bemalt | 90 cm x 95 cm x 35 cm | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Andreas Welzenbach | Selbstmordattentäter | 2007 | Holz, farbig gefasst | 110 cm x 80 cm x 72 cm | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie

Holzskulpturen | Klaus Hack | Spiel | Holz, weiß gefasst | 148 cm x 98,5 cm x 9 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Jan Thomas | Pandämonium II | 2010-2011 | Pappelholz, Palette | Höhe: 203 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Sitzende Figur | 2013 | Holz, weiß gefasst | 123,5 cm x 56 cm x 34 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Figur mit Zöpfen | 2012-2013 | Pappel, weiß gefasst | 84,5 cm x 29 cm x 26 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Daniel Wagenblast | Schoko Frau | 2014 | 25 cm x 27 cm | Holz, bemalt | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Ohrenmaschinistin | 2013-2014 | Pappel, weiß gefasst | 100,5 cm x 34,5 cm x 28 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Armin Göhringer | o.T. | Holz, geschwärzt, Eisen | 2017 | 150 cm x 130 cm x 45 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Klaus Hack | Turm | 2019-2020 | Weißbuche weiß gefasst | 155,5 cm x 33 cm x 29 cm | Preis auf Anfrage | Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen, Klaus Hack, Elf Türme, 2020, 2021, Linde weiss gefasst, 118,3 cm x 65 cm x 60,5 cm, Preis auf Anfrage, Galerie Cyprian Brenner

Holzskulpturen | Andreas Welzenbach | Die Kriegsversehrten | 2007 | Linde, farbig gefasst | je ca. 33 x 38 x 17 cm | neun-teilig | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie
VIDEO | FILM HOLZSKULPTUREN
Stephan Balkenhol, der außergewöhnliche Bildhauer | Doku 2006 | wocomoCULTURE | Der Bildhauer Stephan Balkenhol ist ein Weltstar der deutschen Kunstszene. Dabei ist der Künstler so bodenständig geblieben wie seine Figuren selbst. Seine Holzmenschen erzielen Höchstpreise bei Auktionen von Christie’s, Sothebie’s und Co.. Dem Trend zur Abstraktion zum Trotz entdeckte Balkenhol das Figürliche für sich neu. Der Mensch an sich, der hektischen Alltagswelt entrissen, nachdenkend, mit leerem Blick. Die Sensation liegt im Gewöhnlichen. Gegen das Pathos der Denkmäler und Monumente. Der Film wirft einen Blick in die Welt des Stephan Balkenhol und beobachtet ihn bei der Arbeit – das Portrait eines außergewöhnlichen Künstlers. | Originaltitel: Menschen tierisch! – Der Bildhauer Stephan Balkenhol Ein Film von Sylvie Banuls und Peter Heller | © 2006 | Lizenz Filmkraft Peter Heller | YouTube
DEFINITION HOLZSKULPTUREN
Holzskulpturen reichen von traditioneller Handwerkskunst bis hin zu zeitgenössischer Kunst und werden in verschiedenen Stilen und Holzarten ausgeführt. Als Vollplastiken werden freistehende Skulpturen allseitig aus Holzblöcken herausgearbeitet, so dass diese dann von allen Seiten betrachtet werden können. Stilistisch reicht das Spektrum von traditionell realistisch-figürlichen bis hin zu abstrakten oder konkret-konstruktiven Werken.
Aus Stammholz (bis Anfang des 19. Jahrhunderts) oder aus einem geleimtem Holzblock wird mit grobem Schnitzeisen und dem Knüppel die Grundform herausgehauen. Die Einzelheiten werden mit feineren Schnitzeisen ausgeführt und mit Messern, Raspeln und Glaspapier geglättet. Angesetzt wird in der Regel nur das über die Blockgrenzen Hinausreichende, fast immer aber die Hände. Bei den aus dem Stamm geschnittenen Figuren muss das Kernholz beseitigt sein, um Risse zu vermeiden.
CHRONOLOGIE HOLZSKULPTUREN
Bildschnitzer und Schreiner gehörten im Mittelalter verschiedenen Zünften an. Holz ist neben Ton und Bein vermutlich der Werkstoff für die frühesten plastischen Arbeiten. Als Material wurden in der Regel einheimische Hölzer verwendet, z.B. in den Niederlanden, Norddeutschland und Skandinavien vorwiegend Eichenholz, in Süddeutschland, wo dieses dem figürlichen Schmuck von Schreinerarbeiten (Chorgestühl, Türflügel) diente, war es im allgemeinen Lindenholz, in den Alpenländern auch Arvenholz. Obstbaum- und besonders das harte Buchsbaumholz wurden vornehmlich für Kleinplastiken und Bozzetti verwendet. Bevorzugte Holzarten in Japan waren Kampfer, besonders in der frühen Großplastik, später japanische Zypresse, aber auch Kirsche und Nusseibe.
EUROPA UND MITTELMEERRAUM
Ägyptische Holzskulpturen sind zahlreich erhalten, für die klassische Antike (chryselephantine Bildwerke) sind sie literarisch bezeugt. Von großer Bedeutung für die christliche Ikonographie sind die Reliefs der Holztüren frühchristlicher Kirchen. Ihre Blüte erreichte die Holzbildhauerei, nach religiös begründetem Verzicht auf Bildwerke in der Frühzeit, jedoch erst im Mittelalter. Monumentale Kruzifixe (Gerokruzifix, um 970; Köln, Dom) und Madonnenfiguren wurden gestaltet (Holztüren von St. Maria im Kapitol, Köln, Mitte 11. Jh.; Essener Madonna, um 980, und Imad-Madonna in Paderborn, um 1055, beide ursprünglich mit Goldblech überzogen). Im 14. Jahrhundert entstanden im Rahmen der Andachtsbilder die Christus-Johannes-Gruppen, gleichzeitig in Spanien eindrucksvolle Madonnenfiguren und Kruzifixe. Im Hoch- und Spätmittelalter gestaltete man Schnitzaltäre, die Flügel gemalt oder in Relief, das Mittelstück meistens geschnitzt. Den Höhepunkt der Darstellung erreichte die Holzbildhauerei in der Spätgotik mit Tilman Riemenschneider, Veit Stoss, Michael Pacher, Christoph Berg und in Flandern mit Jan Borman. Seit dem Ausgang des Mittelalters verzichteten die Künstler als Folge eines gewandelten Kunstverständnisses verschiedentlich auf die farbige Fassung (Tilman Riemenschneider). Aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind die Werke von Georg Petel (Frühbarock), Balthasar Permoser (Sächsischer Barock), Ignaz Günther (Rokoko) und Joseph Anton Feuchtmayer (Rokoko) hervorzuheben. Als Bildhauer der Moderne sind Ernst Balach, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Hartung und Otto Baum Wegbereiter für die zeitgenössische Bildhauerei
AUSSEREUROPAISCHE KULTUREN
In Indien ist die Holzbildhauerei wie der Holzbau eine alte, jedoch kaum überlieferte Gattung dekorativer und ritueller Kunst: Die skulptierten Zäune und Tore der buddhistischen Stupas von Bharhut und Sanchi können einen Einblick in die traditionelle indische Holzbildhauerei vermitteln. Zahlreich überliefert sind geschnitzte Buchdeckel buddhistischer Manuskripte (Nepal, Tibet), Paneele und Figuren hölzerner Prozessionswagen (Nepal, Südindien) und kunsthandwerkliche Objekte der letzten Jahrhunderte. In Japan war auf Grund seines Waldreichtums Holz ein beliebtes Material der Bildhauer und Kunsthandwerker. Buddhistische Gottheiten wurden seit dem 8. Jahrhundert aus einem massiven Holzblock mit drapiertem Gewand herausgearbeitet (Ichi-boku-Technik); seit dem 11. Jh. entstanden aus mehreren Teilen zusammengesetzte Holzplastiken (Yosegi-Technik). Weiterhin wurden in Holz shintoistische Götterfiguren in einfacher japanischer Gewandung und Porträtplastiken von Priestern, aber auch weltliche Personen gearbeitet. Masken entstanden meist in Yosegi-Technik, auch Netsuke wurden aus Holz geschnitzt. Als Bauschmuck wurden Reliefs über Schiebetüren (Ramma) an Portalen mit Blumen- und Tierdarstellungen angebracht (Nijo-Palast in Kioto, Nikko-Mausoleum). – Die japanischen Holzbildwerke sind in der Regel farbig gefasst oder vergoldet. In Indonesien spielt die Holzbildhauerei in polychromen Schnitzarbeiten an den Häusern der Toraja und der Batak eine bedeutende Rolle, ebenso in Skulpturen auf Bali und Masken auf Java und Bali. In Ozeanien hat die Holzbildhauerei überragende Bedeutung. Die Einzelplastik herrscht vor. Sie wurde fast immer aus einem Kernholz gearbeitet, die äußere Begrenzung durch die enge Stammform wo nötig durch à-jour-Arbeit oder die Verwendung tropischer Bäume mit Brettwurzeln überwunden. Zusammengesetzte Figuren oder ganze Ensembles finden sich hier äußerst selten. Besonders kunstvoll sind z. B. die Malanggane von Neuirland, Korware von NW-Neuguinea, Mbis-Pfähle der Asmat. Neben Götter- und Ahnenfiguren wurden vielfältige Masken, Verzierungen an Gebrauchsgegenständen (Nackenstützen, Booten, Schemeln u.a.) sowie Gebäuden (z. B. reliefartige Bildwerke als Architekturteile bei den Maori) geschaffen. In Afrika ist die Holzbildhauerei die bei weitem wichtigste Form des Kunstschaffens und wird von fast allen künstlerisch tätigen Volksgruppen ausgeübt, besonders bei den Bodenbauern von Sierra Leone im Nordwesten bis Madagaskar im Südosten. Holzbildhauer sind aus kulturellen Gründen häufig die Schmiede, da sie in vielen Gesellschaften wegen ihres Umgangs mit dem Feuer eine Sonderstellung einnehmen. Generell ist die Holzbildhauerei anonymes Schaffen für den Stamm, für eine bündische Organisation oder auch für Privatpersonen. Nur in Ausnahmefällen (Yoruba) sind Künstler (Künstlerschulen, Künstlerfamilien) namentlich bekannt geworden. Erst in jüngerer Zeit konnten die Namen einiger Holzbildhauer aufgezeichnet werden. Eine große Anzahl von Holzsorten wird für die Holzbildhauerei verwendet und häufig unter rituellen Handlungen ausgesucht: von sehr weichem (oft für Masken) bis zum „Eisenholz“, das dem Termitenfraß länger standhält und deshalb meist zum Herstellen von Figuren dient.
In Amerika sind aus präkolumbianischer Zeit im mesoamerikanischen Raum nur wenige Holzarbeiten erhalten. Dazu gehören z.B. die geschnitzten hölzernen Türstürze der Maya mit Hieroglypheninschriften (in Tikal) und aztekische Zungentrommeln. Aus dem andinen Bereich, v.a. aus der Inkazeit, stammen geschnitzte Holzbecher (Keru), Holzskulpturen aus der späten Moche-Kultur sowie in Gräbern der Küstenkulturen (z. B. in Ica) gefundene, kunstvoll geschnitzte Ruder und Kielschwerter. In Nordamerika sind hervorragende Beispiele der Holzbildhauerei die Arbeiten der Nordwestküsten-Indianer, im Südwesten die Kachina-Puppen der Hopi und die monumentalen Götterfiguren der Zuni, im Osten die Masken der Irokesen sowie die Masken der Eskimo im südlichen Alaska.
BEDEUTENDE WEGBEREITER FÜR ZEITGENÖSSISCHE HOLZSKULPTUREN
Wichtige Wegbereiter für die zeitgenössische Holzskulptur sind Künstler, die das Material über traditionelle Handwerkstechniken hinaus in die Sphäre der modernen und konzeptuellen Kunst überführt haben. Zu den bedeutendsten gehören Louise Nevelson, Ernst Barlach, Rudolf Wachter und Stephan Balkenhol.
Louise Nevelson (1899-1988): Nevelson gilt als eine der Schlüsselfiguren, die Holz in der modernen Kunst etablierten. Sie ist bekannt für ihre monumentalen, monochrom bemalten Wandreliefs und Installationen aus gesammelten Holzfragmenten und Fundstücken, die sie zu komplexen, abstrakten Kompositionen arrangierte.
Ernst Barlach (1870-1938): Obwohl er vor der „zeitgenössischen“ Ära im engeren Sinne wirkte, war Barlach ein wichtiger Wegbereiter für die expressive und emotionale Kraft der Holzskulptur. Seine figürlichen Werke sind von herausragender Bedeutung und beeinflussten spätere Generationen.
Henry Moore (1898-1986): Obwohl er oft mit Stein und Bronze assoziiert wird, hat auch Moore bedeutende Holzskulpturen geschaffen. Er betonte die organischen Formen und die natürliche Schönheit des Materials, was die Wertschätzung für Holz als eigenständiges künstlerisches Medium förderte.
Diese Künstler haben durch ihre innovativen Ansätze und ihren Bruch mit Konventionen das Fundament für die Vielfalt der heutigen zeitgenössischen Holzbildhauerei gelegt.
BEDEUTENDE ZEITGENÖSSISCHE HOLZBILDHAUER
Rudolf Wachter (1923-2011): Als deutscher Bildhauer war Wachter in den 1970er Jahren ein Pionier der ungegenständlichen, freien Holzskulptur. Er schöpfte primär aus eigener künstlerischer Erfahrung, ohne direkten Rückgriff auf die traditionelle Kunstgeschichte, und ließ das Holz in seinen Werken „mitarbeiten“.
Stephan Balkenhol (geb. 1957): Balkenhol zählt zu den bekanntesten deutschen zeitgenössischen Bildhauern. Er ist berühmt für seine einfachen, oft farbig gefassten menschlichen Figuren, die er direkt aus dem Holzblock schnitzt und die eine Brücke zwischen traditioneller Figuration und zeitgenössischer Kunst schlagen.
Armin Göhringer (geb. 1954) balanciert im Dialog von Masse und Leere massive, archaisch wirkenden Holzblöcken mit filigranen, fast schwebenden Innenstrukturen aus Stäben und Gittern aus und transformiert dabei das Schwere ins Leichte und macht den umgebenden Raum zum integralen Bestandteil der Skulptur.
Daniel Wagenblast (geb. 1963) In einer Zeit, in der viele zeitgenössische Künstler abstrakte oder konzeptuelle Wege beschreiten, behauptet Daniel Wagenblast die figurative Skulptur. Seine archetypischen Holzskulpturen sind weder realistisch noch idealisiert, sondern karikaturhaft überhöht und roh in der Ausführung.
Klaus Hack (geb. 1966) hat eine eigenständige, unverwechselbare Formensprache entwickelt. Seine archaisch anmutenden, weiß lasierten Figuren und Schreine sind ein wichtiger Beitrag zur modernen deutschen Bildhauerei.
Jan Thomas (geb. 1970) Die Holzskulpturen zeichnen sich durch eine Kombination aus figurativen und abstrakten Elementen aus. Jan Thomas verbindet wilde, organisch-abstrakte Formen mit konkreten Darstellungen, oft Tier- oder menschenähnlichen Figuren, die eine Mischung aus Ernsthaftigkeit, Würde und Bedrohung ausstrahlen.
STICHWORTE HOLZSKULPTUREN
Kettensägenkunst, Oberflächenbehandlung, Vollplastik, Archaik, Gotik, Renaissance, Expressionismus, figürlich, Figuration, monumental, gut zu schnitzendes Lindenholz, Hartholz, Maserung, Wuchsrichtung, Masse und Leere, Leichtigkeit und Schwere, organische Formen, Emotion, Ausdruck, Ästhetik
ZITATE ZUM THEMA HOLZSKULPTUREN
„Gearbeitet wird an reduzierten, einfachen Lösungen, dabei entstehen riskante und noch stabile Gebilde. Es ist ein Ausloten der Grenzen und ein Aufruf zur Balance und Achtsamkeit.“ | Armin Göhringer
„Ich begreife das Holz als lebendige Substanz.“ | Stephan Balkenhol
„In jedem Stück Holz steckt eine Skulptur; man muss nur das Überflüssige wegschnitzen.“ | frei nach Michelangelo, der Ähnliches über den Marmor sagte, was jedoch oft auf Holz übertragen wird
„Das Holz hat seinen eigenen Willen, seinen eigenen Wuchs, seine eigene Geschichte. Der Bildhauer muss lernen, mit ihm zu arbeiten, nicht gegen es.“
„Die Figur umgibt ein Zauber, und dieser Zauber rührt nicht zuletzt von der subtilen Ausführung aller Details und jenem leicht getönten Film, der die Lindenholzfigur in Gänze überzieht und ihr einen bernsteinfarbenen, überirdischen Schimmer verleiht.“ | aus einer kunsthistorischen Betrachtung zu den „ungefassten Altarwerken“ Tilman Riemenschneiders, die die Wirkung des puren Holzes beschreibt